Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Schule & Beruf

Eine neue Zeit bricht an

Auf die Nachricht, dass ich eine der wenigen unter meinen Freunden sein werde, die dieses Wintersemester sicher nicht anfangen werden zu studieren, folgte eine Phase der Enttäuschung. Nun macht sich aber langsam wieder etwas Vorfreude auf die kommenden Monate breit. Um die Zeit bis zum kommenden Sommersemester zu überbrücken, hatte ich drei Möglichkeiten:

Die erste bestand aus der Idee, mich noch spontan für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu bewerben. Da ich allerdings nie geplant hatte, ein solches zu machen, hatte ich keine Ahnung, wo ich es absolvieren könnte. Und dann wäre da noch das offensichtliche und wahrscheinlich auch größte Problem: Ich bin für die Bewerbung schon viel zu spät dran! Ich müsste also hoffen, dass sich irgendwo noch ein geeignetes Plätzchen für mich finden lässt. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich mit dieser Entscheidung beziehungsweise mit dem Platz, den ich bekommen würde, glücklich wäre.

Die zweite Möglichkeit wäre, zu Hause zu bleiben, ein weiteres halbes Jahr zu jobben und zwischendurch Praktika in verschiedenen Unternehmen zu machen. Dadurch könnte ich weitere Berufsfelder entdecken, sodass ich mich in der nächsten Bewerbungsphase neben Psychologie noch für einen oder mehrere andere Studiengänge bewerben kann. Somit hätte ich sozusagen einen Plan B in der Tasche, der meine Aussichten auf einen Studienplatz für das nächste Semester verbessern könnte.

Doch der Grund, weshalb diese Möglichkeiten für mich trotzdem nicht attraktiv erscheinen liegt darin, dass meine besten Freunde alle einen Studienplatz bekommen haben und von hier wegziehen werden. Sie wohnen bald in ihrer ersten eigenen Wohnung und lernen neue Leute kennen. Währenddessen würde für mich alles mehr oder weniger beim Alten bleiben.

Darum habe ich mich für die dritte und letzte Möglichkeit entschieden: Ich werde ins Ausland gehen. Ich sehe die Tatsache, dass ich keinen Studienplatz bekommen habe, also jetzt als zweite Chance dafür, meinen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen. In den nächsten Wochen erzähle ich euch, wie meine Planung vorangeht.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  25.09.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
25.09.2015

Zwischen Schule & Beruf

Die letzten Züge der Freiheit

In ziemlich genau einem Monat fängt mein neuer Lebensanschnitt als Studentin an. Die letzten Wochen der Freiheit will ich noch auskosten. Der Mietvertrag für die neue Wohnung ist unterschrieben, meine Sachen sind gepackt und ein großer Teil sogar schon in meinem neuen Zuhause. Der Papierkram ist größtenteils abgearbeitet und mein Studentenausweis ist auch schon angekommen. Also steht einer ausgiebigen Deutschlandreise nichts mehr im Weg.

Die Route Göttingen – Düsseldorf – Berlin – Münster – Heidelberg – Berlin – Paderborn werde ich in den nächsten drei Wochen abfahren und bei jedem Halt steht mir ein volles Programm bevor. Zugegeben, viel werde ich nicht von den Städten sehen, aber ich kann es kaum erwarten, endlich wieder was zu tun zu haben. Die Zeit der Muße ist großartig, aber nach einer gewissen Zeit suche ich wieder nach einem Sinn und nach Beschäftigung.

In Göttingen werde ich zwei bis drei Tage einer Freundin aus Amerika helfen, sich einzugewöhnen und Behördengänge zu erledigen. Sie kann kein Wort Deutsch, wird hier aber auf Englisch studieren können. In der Anfangsphase ist es aber wohl doch gut, jemanden zu haben, der die Sprache spricht und weiß, welche Versicherungen man in Deutschland abschließen muss und dass man unbedingt im Einwohnermeldeamt vorbeischauen sollte.

In Düsseldorf werde ich ein Seminar besuchen, worauf ich mich irgendwann – vielleicht auf der Zugfahrt – auch vorbereiten sollte. Und dann ruft meine Lieblingsstadt Berlin. Darauf freue ich mich besonders, da meine beste Freundin dort hingezogen ist. In Münster werde ich ein Wochenendseminar leiten und dann steht schon der finale Umzug bevor. Den Tag darauf verschwinde ich dann wieder für eine Woche nach Berlin und das Wochenende danach findet ein großer Kongress in Paderborn statt, bis schließlich das Semester beginnt. Es kommt also einiges auf mich zu, aber ich freue mich sehr, wieder viel unterwegs zu sein.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  23.09.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
23.09.2015

Zwischen Schule & Beruf

Abschied

In Wochentakt kommen momentan Einladungen für Abschiedsfeiern bei mir an. Eine meiner Freundinnen ist im australischen Outback ein Jahr lang in der Wildnis unterwegs, eine andere arbeitet ein Jahr lang in Amerika als Au-pair. Jetzt ist wohl die Zeit gekommen, um Tschüss zu sagen. Natürlich versprechen sich alle, sich spätestens nach der Rückkehr so früh wie möglich zu treffen, aber eigentlich ist allen Beteiligten klar, dass das nur eine Floskel ist. Ich möchte wirklich nicht generalisieren, aber ich habe schon sehr oft erlebt, dass ein Treffen nicht ganz so leicht zu organisieren ist. Auf der einen Seite sind die meisten über ganz Deutschland verstreut und auf der anderen Seite ist man an ganz verschiedenen Punkten im Leben. Für die einen stehen Klausuren und Hausarbeiten an, was auch ein Großteil des Lebens ausmacht. Daneben schwelgen die "Zurückgekehrten" noch in Auslandserinnerungen und es wirkt auf sie befremdlich, wie sehr sich der Lebensschwerpunkt der anderen verändert hat.

Natürlich vermisse ich jetzt die Leute, die weg sind. Wann werden wir uns wiedersehen? Beim Altschülerinnentreff, wo eigentlich niemand so wirklich hin will? Wenn die Leute einen tatsächlich besuchen, und man zwar die Lust aber nicht die Energie und Zeit hat, ihnen die Stadt zu zeigen und wie früher nächtelang zu quatschen? Vielleicht habe ich momentan auch einfach zu wenig Stress und mache mir deshalb solche Gedanken.

Was momentan wirklich schwierig ist, ist Abschied von meinen Eltern zu nehmen. Ich hatte nie Heimweh oder das Bedürfnis, ewig lange zu Hause zu wohnen, aber es ging alles so schnell! Die letzten achtzehn Jahre kommen mir vor wie ein Jahr! Das sind die Menschen, mit denen ich den größten Teil meines Lebens verbringen durfte! Wen soll ich in blanker Panik rufen, wenn sich eine Spinne in mein Zimmer verirrt hat? Wer soll für mich den nervigen Papierkram übernehmen? Ich schätze mal, dass jetzt das gemütliche Leben aufhört und stattdessen die Realität beginnt.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.09.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.09.2015