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Zwischen Schule & Beruf

Abschied

In Wochentakt kommen momentan Einladungen für Abschiedsfeiern bei mir an. Eine meiner Freundinnen ist im australischen Outback ein Jahr lang in der Wildnis unterwegs, eine andere arbeitet ein Jahr lang in Amerika als Au-pair. Jetzt ist wohl die Zeit gekommen, um Tschüss zu sagen. Natürlich versprechen sich alle, sich spätestens nach der Rückkehr so früh wie möglich zu treffen, aber eigentlich ist allen Beteiligten klar, dass das nur eine Floskel ist. Ich möchte wirklich nicht generalisieren, aber ich habe schon sehr oft erlebt, dass ein Treffen nicht ganz so leicht zu organisieren ist. Auf der einen Seite sind die meisten über ganz Deutschland verstreut und auf der anderen Seite ist man an ganz verschiedenen Punkten im Leben. Für die einen stehen Klausuren und Hausarbeiten an, was auch ein Großteil des Lebens ausmacht. Daneben schwelgen die "Zurückgekehrten" noch in Auslandserinnerungen und es wirkt auf sie befremdlich, wie sehr sich der Lebensschwerpunkt der anderen verändert hat.

Natürlich vermisse ich jetzt die Leute, die weg sind. Wann werden wir uns wiedersehen? Beim Altschülerinnentreff, wo eigentlich niemand so wirklich hin will? Wenn die Leute einen tatsächlich besuchen, und man zwar die Lust aber nicht die Energie und Zeit hat, ihnen die Stadt zu zeigen und wie früher nächtelang zu quatschen? Vielleicht habe ich momentan auch einfach zu wenig Stress und mache mir deshalb solche Gedanken.

Was momentan wirklich schwierig ist, ist Abschied von meinen Eltern zu nehmen. Ich hatte nie Heimweh oder das Bedürfnis, ewig lange zu Hause zu wohnen, aber es ging alles so schnell! Die letzten achtzehn Jahre kommen mir vor wie ein Jahr! Das sind die Menschen, mit denen ich den größten Teil meines Lebens verbringen durfte! Wen soll ich in blanker Panik rufen, wenn sich eine Spinne in mein Zimmer verirrt hat? Wer soll für mich den nervigen Papierkram übernehmen? Ich schätze mal, dass jetzt das gemütliche Leben aufhört und stattdessen die Realität beginnt.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  16.09.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
16.09.2015

Zwischen Schule & Beruf

Ein neuer Anfang

Hallo, ich heiße Nadine, komme aus der Nähe von Mainz und habe dieses Jahr Abitur gemacht. Eines meiner Lieblingsfächer in der Schule war Deutsch. Ich habe einfach Spaß am Schreiben, weshalb ich mich auch dazu entschieden habe, einen Blog zu starten. Zu meinen Hobbys gehören neben dem Zeichnen auch das Fotografieren und fotografiert werden, Sport – vor allem Tanzen – und ganz besonders das Reisen.

Und weil das so ist, war mir klar, dass ich die Zeit nach dem Abi dazu nutzen will, mehr von der Welt zu sehen. Das Reisen finanziere ich mir selbst. Dafür habe ich mir direkt nach dem Abi einen zweiten Nebenjob gesucht. Ich arbeite nun seit einiger Zeit, neben meinem Minijob in einer Vinothek, regelmäßig in einem kleinen asiatischen Restaurant als Servicekraft. Mit dem Job bin ich sehr zufrieden. Die Arbeit macht Spaß, das Geld stimmt, die Leute sind herzlich und es gibt immer etwas Leckeres zu essen. Da ich vorher noch nie so viel Geld verdient habe, konnte ich endlich einige Reisewünsche in die Tat umsetzten. Innerhalb der letzten fünf Monate war ich an einem See campen und besichtigte Amsterdam, London und Berlin. Momentan befinde ich mich in Kroatien. Auf all meinen Reisen habe ich wahnsinnig viel erlebt und eine Menge Spaß gehabt.

Eigentlich sah mein Plan für die freie Zeit nach dem Abi ursprünglich jedoch ganz anders aus. Gut, reisen wollte ich schon immer, und das habe ich auch ganz gut in die Tat umgesetzt. Mit der Zeit danach hadere ich aber noch. Nach einigen Auslandsaufenthalten wollte ich eigentlich zum Psychologiestudium nach Berlin. Heute, gute fünf Monate nachdem ich mein Abiturzeugnis erhielt, kommt mir dieser Plan nicht mehr annähernd perfekt vor. In meiner Vorstellung war doch irgendwie alles viel leichter und mir wird langsam klar, dass ich viel zu blauäugig in meine Zukunft geschaut habe. Wieso? Grob zusammengefasst scheiterte es daran, dass ich erstens mit der Planung ein bisschen zu spät dran war und zweitens auch wahnsinnig viel Pech hatte. Trotz vieler Bewerbungen um einen Studienplatz an den verschiedensten Unis in ganz Deutschland regnete es für mich in den letzten Wochen ausschließlich Absagen. Somit muss ich mich nicht nur von Berlin, sondern generell von dem Wunsch verabschieden, zum Wintersemester 2015/16 ein Studium zu beginnen. An diesem Punkt stehe ich also momentan. Ich konnte meinen Plan nicht so umsetzen, wie ich mir das vorgestellt habe, und blicke daher ein wenig ratlos in die Zukunft. In meinem Blog wird es also um meine bisherigen Erfahrungen zum Thema Auslandsjahr und Studienwahl gehen, und darum, wo mich die Zukunft hinführen wird. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich gerne auf meinem Weg begleiten.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  08.09.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
08.09.2015

Zwischen Schule & Beruf

Wohnungsnöte

Momentan bin ich zeitlich sehr ausgelastet, denn nach der entspannten Phase nach dem Abi stehen sehr viele Dinge an, die ich erledigen muss. Leider wird der Berg von Aufgaben immer größer, aber Organisatorisches für das anstehende Studium hat bei mir höchste Priorität. Glücklicherweise habe ich bereits ein Zimmer in Heidelberg gefunden, das mir sehr gut gefällt. Von dem zentral gelegenen Altbau habe ich einen tollen Blick auf die Stadt. Damit ist mir schon einmal der größte Stein vom Herzen gefallen. Ich muss nun nicht, wie befürchtet, in einem der Notfalllager für Studierende übernachten und kann ganz entspannt in die erste Vorlesungswoche starten. Als ich zur Besichtigung in Heidelberg war, hatte ich bestes Wetter erwischt, und ich war mir nun zu 100 Prozent sicher, den richtigen Studienort gewählt zu haben. In zwei Wochen muss ich noch einmal hin fahren und den Mietvertrag unterschreiben. Dabei kann ich auch gleich ein paar Sachen in der neuen Wohnung abstellen.

Nun stellt sich mir die Frage, was ich überhaupt alles mitnehmen soll? Da schon mein riesiges Bett in das Zimmer muss, kann ich wohl sonst nicht mehr viel dort unterbringen. Mir ist noch keine Lösung eingefallen, doch vielleicht merke ich bald, dass weniger doch mehr ist. Um das Zimmer gemütlich einzurichten, standen natürlich auch noch ein paar Besuche in verschiedenen Einrichtungshäusern an.

Die Füße hochlegen und den Semesterbeginn abwarten kann ich aber leider immer noch nicht. Seit einiger Zeit arbeite ich in einem Start-up-Unternehmen mit, für das ich noch einige Aufträge zeitnah erledigen muss. Und da ich ja noch nicht ausgelastet genug bin, habe ich einer amerikanischen Freundin versprochen, ihr bei der Wohnungssuche zu helfen und die schriftlichen Anfragen für sie zu erledigen. Ich tue das gerne, da sie erst Mitte September aus den USA kommt, um in Deutschland zu studieren und leider noch kein Wort Deutsch spricht. Aber ich bin schon weit gekommen: Nächste Woche fahre ich also sechs Stunden mit dem ICE nach Göttingen, um dort für sie möblierte Zimmer in Uni-Nähe zu besichtigen.

Wenn das erledigt ist, will ich unbedingt noch nach Berlin fahren, um vor dem Studium noch einmal Hauptstadtluft zu schnuppern und ein bisschen zu arbeiten. Ich bin also alles andere als entspannt.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  04.09.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
04.09.2015