Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Schule & Beruf

Die Entscheidung steht

„Antrag auf Immatrikulation zum Wintersemester 2019/20“ – ich habe mich online für das Studienfach Rechtswissenschaften beworben und muss nun noch einige Formulare abgeben und ausfüllen. Darunter eine beglaubigte Zeugniskopie (herrje, ich hab vor 8 Jahren mein Abitur gemacht!) und ein Lebenslauf, der aufzeigt, was ich seit meinem Abi gemacht habe. Also muss ich zu allen Entscheidungen stehen, die ich getroffen habe und angeben, was ich bisher wann und wie lange studiert habe. Und ich muss begründen, warum ich mich mit 28 Jahren noch einmal für ein neues, drittes Studienfach einschreiben möchte. Klingt erst einmal echt doof, aber einige brauchen für solche Entscheidungen eben etwas länger.
Ich vergleiche mich oft, aber ungern, mit meinem besten Freund: Der hat direkt nach seinem Abitur mit dem Maschinenbaustudium angefangen und war mit 25 Jahren bereits Masterabsolvent. Währenddessen habe ich es geschafft, zwei verschiedene Studiengänge anzufangen und abzubrechen und eine Ausbildung zu absolvieren. Das ist echt ein fieser Vergleich, wenn man beides direkt nebeneinander sieht, aber es ist okay für mich, denn wir sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Und hätte ich die beiden anderen Studiengänge nicht angefangen, könnte ich sie auch nicht ausschließen.
Dadurch weiß ich jetzt, was ich möchte und ich bin mir sicher, dass ich das Jurastudium schaffen kann – wenn ich dieses Mal wirklich am Ball bleibe. Also, Backen zusammenkneifen und los geht‘s. „Ersti“ heißt es dann wieder ab Oktober – neben den ganzen frisch gebackenen Abiturienten.

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 27, 2019
Autor: Nina
Rubrik: orientieren
Jun 27, 2019

Zwischen Schule & Beruf

Plötzlich Gewerkschaftsmitglied

Im Kino wurde ich vom Betriebsrat in den Gesamtbetriebsrat entsendet, der einmal monatlich tagt. Dort war nun vor einigen Monaten ein Abgesandter von ver.di vor Ort und machte groß Werbung für die Tarifkommission.
Zur Erklärung: Der Tarifvertrag zwischen der ver.di und der Kinokette, bei der ich arbeite, ist Ende 2018 ausgelaufen und seitdem stecken beide Parteien in erneuten Tarifverhandlungen. Am Verhandlungstisch sitzen die entsendeten Verhandlungsgruppen der Tarifkommission und vom Kino selbst. Die Tarifkommission entscheidet also über das Vorgehen der Verhandlungsgruppe, über Lohnwünsche, Tätigkeitsbeschreibungen etc. Und in dieser sollte – wenn möglich – aus jeder Filiale ein Abgesandter sein, was aus meinem Haus bisher nicht der Fall war.
Und so bin ich vor vier Monaten in einer Spontanaktion der ver.di beigetreten und habe mich gleichzeitig bereiterklärt, die Abgesandte zu sein. Ich habe nun an einigen Sitzungen der Tarifkommission teilgenommen und bin zuständig für die örtlichen Streiks. Das ist ziemlich viel Verantwortung, es macht unglaublich Spaß, ist aber auch stressiger als ich dachte.
Noch vor zwei Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal so viel Verantwortung tragen würde. Ich bin stolz darauf, was ich erreicht habe und wie viel Vertrauen man in mich setzt. Ich bin über die Jahre nun selbstbewusster geworden und weiß, was ich kann und was ich bereit bin zu leisten. Das ist für mein Berufsleben von enormer Bedeutung. Es ist gut zu wissen, was man kann und was der Arbeitgeber an einem hat.

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 21, 2019

Zwischen Schule & Beruf

Ein kleines Update

Ich habe nun schon über einige berufliche Möglichkeiten für mich geschrieben, was nur umso mehr meine verzweifelte Suche nach DEM perfekten Beruf deutlich macht.
Klar ist: Ich scheine mit dem Gedanken an eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik abgeschlossen zu haben. Ich brauche nicht noch eine Ausbildung, die mich nur halbwegs zufriedenstellt. Wenn ich mich für eine Ausbildung entscheiden sollte, dann definitiv im medizinischen Bereich. Beim Studium habe ich ja bereits beschrieben, dass mich Jura sehr reizt – wobei ich da aufgrund der Länge genauso gut auch Medizin studieren könnte – was mal ursprünglich mein Wunsch war.
Falls ihr euch noch daran erinnert: In den Niederlanden hatte ich einen Immatrikulationsantrag eingereicht, weil es mich plötzlich stark ins Ausland zog. Das hing mit Sicherheit auch mit meiner Trennung zu dieser Zeit zusammen, aber auch diese Möglichkeit habe ich mittlerweile auf Eis gelegt. Die Bewerbung wäre sehr aufwendig gewesen – und das für einen Studiengang, von dem ich nicht einmal genau wusste, ob er mich tatsächlich interessiert.
In der engeren Auswahl stehen für mich momentan die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) und das Jurastudium. Mehr Ideen habe ich mittlerweile nicht mehr.
Ich lasse mich aber weiterhin nicht entmutigen und bin überzeugt davon, irgendwann den Beruf ausüben zu können, der perfekt, oder zumindest nahezu perfekt, zu mir passt, mich glücklich macht und finanziell ausreichend absichert.

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 17, 2019