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Zwischen Studium & Beruf

Ich bin unter der Haube - beruflich

Nach fünf Wochen aktiver Bewerbungszeit und zwei Vorstellungsgesprächen habe ich nun eine Stelle! Zwar hatte ich auch schon während der Masterarbeit die Augen offen gehalten und war zu zwei Bewerbungsgesprächen eingeladen worden, abgesehen davon waren aber die meisten Angebote für „ab sofort“, weswegen ich mich erst nach dem Master intensiv beworben habe. Nun wurden meine Gebete erhört und ich habe ein Traineeship in der Unternehmenskommunikation einer renommierten Agenturen-Gruppe in München bekommen. Zwischen Bewerbung und erstem Arbeitstag lagen nur knapp eineinhalb Monate. Ihr seht, es kann rasend schnell gehen.
Ich hatte Glück, dass meine insgesamt vier Vorstellungsgespräche bei verschiedenen in zeitlichem Abstand stattfanden. Es kann nämlich durchaus passieren, dass man für eine mittelmäßige Stelle die Zusage bekommt, während die präferierte Stelle noch auf sich warten lässt. In solchen Fällen lohnt es sich, telefonisch nachzufragen und wenn ihr da nichts erfahrt, eventuell zu pokern: Ihr riskiert mit der Absage der weniger guten Stelle womöglich, dass ihr am Ende ohne etwas dasteht. In meinem Fall war es so, dass ich ein Angebot von einer kleinen Agentur hatte, die mir nur 1.000 Euro im Monat zahlen wollte. Ich habe abgesagt, ohne etwas anderes zu haben, denn einen gewissen Wert habe ich schon. Zum Glück stellte sich das als richtige Entscheidung heraus, denn mit meinem jetzigen Traineeship bin ich (zumindest auf dem Papier) sehr zufrieden: Ich werde gut bezahlt, lerne in einer der besten Agenturen, darf an Workshops und Seminaren teilnehmen und kann wohl sehr schnell eigenverantwortlich arbeiten. Ich bin stolz, dass ich das Traineeship bekommen habe, da mir gesagt wurde, dass die Konkurrenz sehr stark war.
Hiermit verabschiede ich mich nach fünf Jahren bloggen und hoffe, dass euch meine Beschreibungen und Tipps ein wenig helfen konnten, euren Weg zu finden. Ich wünsche euch alles Gute dabei!

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  18.05.2017
Autor: Miriam
Rubrik: studium
18.05.2017

Zwischen Studium & Beruf

Ich werde erwachsen

Zwar bin ich nun 26 Jahre alt – manch einer mag schon verheiratet sein und Kinder haben –, fühle mich aber noch recht jung. Schließlich ist alles, was ich kenne, Schule und Studium. Beides beinhaltet viel Freizeit und die Leistungen haben nur Einfluss auf einen selbst und nicht auf ein ganzes Unternehmen. Ich bin durchaus selbstständig, war immer diszipliniert und hatte sehr gute Noten, auch habe ich bereits berufliche Erfahrungen gesammelt. Und dennoch ist es nicht Dasselbe wie ein 40-Stunden-Arbeitsalltag und finanziell auf sich allein gestellt zu sein.
Auch macht mir die Tatsache Angst, dass ich für die nächsten 40 Jahre berufstätig sein werde. Das ist acht Mal so lang wie mein Studium! Ich mache mir Sorgen, dass ich in ein Hamsterrad gerate, und das Leben an mir vorbeizieht, während ich in einem grauen Büro auf einen Bildschirm starre. Andererseits habe ich auch genug davon, keine beruflichen Aufgaben zu haben und kein Geld zu verdienen. Ich will mein Leben endlich anpacken und nicht mehr vom Alltag weit entfernte Theorie lernen. Zwar sagen immer alle: „Ach, die Studentenzeit, das war doch die schönste“, doch ebenso viele sagen: „Kein eigenes Geld verdienen, das wäre nichts mehr für mich.“ Außerdem verändert man sich ja über die Jahre.
Ich erkenne zum Beispiel schon jetzt große Unterschiede zu mir als Masterabsolventin im Gegensatz zu mir, als ich noch im Bachelor studiert habe. Beruhigend finde ich auch, dass es meinen Kommilitonen genauso geht wie mir. Klar, Neues macht immer Angst und keiner gibt gerne Freiheiten auf. Aber wenn man einen Job findet, der einem Spaß macht und in einem Team arbeitet, mit dem man sich wohlfühlt, dann steht man morgens gerne auf, gibt gerne sein Bestes und zählt nicht die Tage bis zum Wochenende. Und die Wochenenden, die sind endlich frei – und nicht voll mit Hausarbeiten und Büffeln auf Klausuren!

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  08.05.2017
Autor: Miriam
Rubrik: studium
08.05.2017

Zwischen Studium & Beruf

Trautes Heim oder weite Welt?

Das Studium ist fertig, die Welt liegt euch zu Füßen. Da stellt sich die Frage, ob ihr nun eure letzte große Chance habt, noch mal die Welt zu entdecken, zu reisen, fremde Orte, Kulturen und Menschen kennenzulernen; oder ob es Zeit wird, etwas Festigkeit und Sicherheit in euer Leben zu bringen. Diese Frage kann ich nicht für euch beantworten, weil sie abhängig ist vom individuellen Lebensweg.

Ich zum Beispiel war nach dem Abitur ein halbes Jahr in Neuseeland und habe die unspezifischen Geisteswissenschaften studiert. Meine Sehnsucht nach dem Unbekannten war also ein wenig gestillt und der Wunsch wurde immer stärker, endlich zu wissen, wo mich mein Studium hinführen würde. Ich habe mich daher jetzt, direkt nach meinem Master, für ein Volontariat beziehungsweise Traineeship beworben und ziehe nun sogar mit meinem Freund zusammen. Adé ihr Single-Studentenbuden!

Andere wiederum können es – aus dem Wissen heraus, dass man im Berufsleben nur eine begrenzte Zahl an freien Tagen hat – kaum erwarten, ihre Siebensachen zu packen und noch mal auf Reisen zu gehen. Ich frage mich aber, ob man die Auszeit nach dem Studium voll genießen kann, wenn man nicht weiß, wie schnell und gut man danach unterkommt. Ich wollte das geregelt wissen. Ideal ist es natürlich, wenn man einen Job annimmt, der erst ein halbes Jahr startet. Dann bleibt genug Zeit, zu reisen und umzuziehen und man genießt die Freiheit umso mehr, weil man weiß, dass da etwas kommen wird, was einen auffängt.

Geht es dann an den Umzug, zum Beispiel in eine Großstadt wie München, werden bestimmt viele Studienabgänger erschrocken feststellen, dass man sich mit einem Einstiegs- oder einem Volontariatsgehalt nicht unbedingt eine Vierzimmerwohnung leisten kann. Vor allem den Geisteswissenschaftlern wird das wohl so sein. Wenn man aber keine Lust mehr auf dreckige und laute Studenten-WGs hat, empfehlen sich die sogenannten Berufstätigen-WGs. Hier haben alle denselben Rhythmus – und meist auch ein gesteigertes Interesse an Sauberkeit.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  19.04.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
19.04.2017