Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Studium & Beruf

Trautes Heim oder weite Welt?

Das Studium ist fertig, die Welt liegt euch zu Füßen. Da stellt sich die Frage, ob ihr nun eure letzte große Chance habt, noch mal die Welt zu entdecken, zu reisen, fremde Orte, Kulturen und Menschen kennenzulernen; oder ob es Zeit wird, etwas Festigkeit und Sicherheit in euer Leben zu bringen. Diese Frage kann ich nicht für euch beantworten, weil sie abhängig ist vom individuellen Lebensweg.

Ich zum Beispiel war nach dem Abitur ein halbes Jahr in Neuseeland und habe die unspezifischen Geisteswissenschaften studiert. Meine Sehnsucht nach dem Unbekannten war also ein wenig gestillt und der Wunsch wurde immer stärker, endlich zu wissen, wo mich mein Studium hinführen würde. Ich habe mich daher jetzt, direkt nach meinem Master, für ein Volontariat beziehungsweise Traineeship beworben und ziehe nun sogar mit meinem Freund zusammen. Adé ihr Single-Studentenbuden!

Andere wiederum können es – aus dem Wissen heraus, dass man im Berufsleben nur eine begrenzte Zahl an freien Tagen hat – kaum erwarten, ihre Siebensachen zu packen und noch mal auf Reisen zu gehen. Ich frage mich aber, ob man die Auszeit nach dem Studium voll genießen kann, wenn man nicht weiß, wie schnell und gut man danach unterkommt. Ich wollte das geregelt wissen. Ideal ist es natürlich, wenn man einen Job annimmt, der erst ein halbes Jahr startet. Dann bleibt genug Zeit, zu reisen und umzuziehen und man genießt die Freiheit umso mehr, weil man weiß, dass da etwas kommen wird, was einen auffängt.

Geht es dann an den Umzug, zum Beispiel in eine Großstadt wie München, werden bestimmt viele Studienabgänger erschrocken feststellen, dass man sich mit einem Einstiegs- oder einem Volontariatsgehalt nicht unbedingt eine Vierzimmerwohnung leisten kann. Vor allem den Geisteswissenschaftlern wird das wohl so sein. Wenn man aber keine Lust mehr auf dreckige und laute Studenten-WGs hat, empfehlen sich die sogenannten Berufstätigen-WGs. Hier haben alle denselben Rhythmus – und meist auch ein gesteigertes Interesse an Sauberkeit.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  19.04.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
19.04.2017

Zwischen Studium & Beruf

Karriereplanung

Manche sind der Meinung, es wird schon alles so kommen, wie es soll, und man solle von einem Tag zum nächsten leben. Eine gewisse Entspanntheit ist auch nicht verkehrt, doch solltet ihr euch über eure Karriere oder euren beruflichen Werdegang, finde ich, etwas mehr Gedanken machen. Warum? Erstens, weil eine frühe Ahnung davon, was ihr werden wollt, dazu führt, dass ihr direkt jobrelevante Erfahrungen sammelt, die euren weniger planenden Konkurrenten im Kampf um einen Job fehlen. Zweitens, weil das Herz eines jeden Personalers höher schlagen wird, wenn er einen roten Faden und nicht zu viele Exkurse in eurem Lebenslauf findet. Ihr suggeriert damit Zielstrebigkeit – und dass ihr euch selbst gut kennt. Sieht er stattdessen häufige Wechsel, entsteht möglicherweise der Eindruck, dass ihr kein Durchhaltevermögen habt und nicht wisst, was ihr wollt. Ich sage nicht, dass es nur Nachteile bringt, Verschiedenes auszuprobieren. Wer weiß heute schon, angesichts der vielen Möglichkeiten von Anfang an, was er werden will. Außerdem bereichert jede Erfahrung, egal wo sie gemacht wurde. Aber macht euch rechtzeitig Gedanken, wo die Reise hingehen soll, und wacht nicht erst nach dem Mikrokosmos Schule oder Uni auf.
Um für euch selbst einen roten Faden zu finden, könnt ihr euch Fragen stellen wie:
In welcher Art von Unternehmen möchte ich arbeiten? Möchte ich in die Industrie, die Wissenschaft oder den Staatsdienst? Möchte ich langfristig Teamleiter, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer sein? Wo sehe ich mich in fünf, in zehn und in 20 Jahren? Welcher Einsteigerjob würde mich dort hinführen? Welche Zusatzqualifikationen sollte ich mir für mein Ziel privat aneignen?
Wenn ihr für diese Fragen noch nicht so weit seid, dann fragt euch:
Nach was fühle ich mich voller Energie? Was würde ich auch ohne Bezahlung tun wollen? Was hat mir als Kind Freude bereitet?
Letztendlich gilt natürlich auch, dass viele Wege nach Rom führen. Und es muss auch keiner sein Leben bis zur Rente durchgeplant haben. Aber eine gewisse Ahnung wird für euch nur von Vorteil sein, da bin ich sicher.

Zwischen Studium & Beruf

Eine gute Bewerbung

Vermutlich hat jeder von euch schon in der Schule davon gehört oder es bei einem Workshop gelernt: Wie sieht eine gute Bewerbung aus? Da es aber ein so wichtiges Thema ist, möchte ich euch gerne noch meine Tipps geben.

Was gehört rein? Die meisten Bewerbungen laufen heute online. Das heißt, ihr ladet entweder in einem Bewerbungsportal eure Unterlagen hoch oder schickt sie per E-Mail. Wenn ihr euch in einem Online-Portal bewerbt, werdet ihr schrittweise durch die Bewerbung geleitet. Haltet hierfür euer Anschreiben, euren Lebenslauf, eure Zeugnisse, eure Empfehlungsschreiben und ein Passfoto in einzelnen PDF - oder JPG-Dateien bereit. Wenn ihr euch per E-Mail bewerbt, empfehle ich, das Anschreiben in einer PDF-Datei zu schicken und alles andere in einem zweiten PDF. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger nur das Anschreiben und den Lebenslauf öffnet.

Wie sollte die Bewerbung geschrieben sein? Grundsätzlich gilt, dass ihr eher förmlich schreiben solltet. Allerdings schadet es auch nicht, an gewissen Stellen eure Begeisterung für das Thema auszudrücken. Schließlich wollt ihr überzeugen und im Gedächtnis bleiben und das gelingt am besten über Emotionen. Da die Zeit der Personaler oder Chefs begrenzt ist, solltet ihr eine Seite im Anschreiben nicht überschreiten. Ich weiß, wie schwer es ist, sich auf das Wichtigste zu beschränken, aber nur so kann ein akzentuiertes Bild von euch beim Empfänger der Bewerbung entstehen. Gebt eure Bewerbung auch jemandem, der über sehr gutes Schriftdeutsch verfügt und eure Bewerbung korrigieren kann. Wenn ihr die Bewerbung dann abgeschickt habt, solltet ihr tagsüber per Handy erreichbar sein und neben eurem E-Mail-Posteingang auch den Spam-Ordner checken. Eine schnelle Reaktion ist alles, wenn ihr Interesse zeigen wollt.

Und wenn ich eingeladen wurde? Haltet für das Vorstellungsgespräch ein professionelles Outfit bereit und bringt eure Unterlagen mit. Plant am besten eine halbe Stunde mehr ein, um zum Vorstellungsgespräch zu kommen, falls etwas schiefgeht. Solltet ihr euch dann doch verspäten, gebt auf jeden Fall rechtzeitig beim Gesprächspartner Bescheid.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  28.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
28.03.2017