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Zwischen Studium & Beruf

Karriereplanung

Manche sind der Meinung, es wird schon alles so kommen, wie es soll, und man solle von einem Tag zum nächsten leben. Eine gewisse Entspanntheit ist auch nicht verkehrt, doch solltet ihr euch über eure Karriere oder euren beruflichen Werdegang, finde ich, etwas mehr Gedanken machen. Warum? Erstens, weil eine frühe Ahnung davon, was ihr werden wollt, dazu führt, dass ihr direkt jobrelevante Erfahrungen sammelt, die euren weniger planenden Konkurrenten im Kampf um einen Job fehlen. Zweitens, weil das Herz eines jeden Personalers höher schlagen wird, wenn er einen roten Faden und nicht zu viele Exkurse in eurem Lebenslauf findet. Ihr suggeriert damit Zielstrebigkeit – und dass ihr euch selbst gut kennt. Sieht er stattdessen häufige Wechsel, entsteht möglicherweise der Eindruck, dass ihr kein Durchhaltevermögen habt und nicht wisst, was ihr wollt. Ich sage nicht, dass es nur Nachteile bringt, Verschiedenes auszuprobieren. Wer weiß heute schon, angesichts der vielen Möglichkeiten von Anfang an, was er werden will. Außerdem bereichert jede Erfahrung, egal wo sie gemacht wurde. Aber macht euch rechtzeitig Gedanken, wo die Reise hingehen soll, und wacht nicht erst nach dem Mikrokosmos Schule oder Uni auf.
Um für euch selbst einen roten Faden zu finden, könnt ihr euch Fragen stellen wie:
In welcher Art von Unternehmen möchte ich arbeiten? Möchte ich in die Industrie, die Wissenschaft oder den Staatsdienst? Möchte ich langfristig Teamleiter, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer sein? Wo sehe ich mich in fünf, in zehn und in 20 Jahren? Welcher Einsteigerjob würde mich dort hinführen? Welche Zusatzqualifikationen sollte ich mir für mein Ziel privat aneignen?
Wenn ihr für diese Fragen noch nicht so weit seid, dann fragt euch:
Nach was fühle ich mich voller Energie? Was würde ich auch ohne Bezahlung tun wollen? Was hat mir als Kind Freude bereitet?
Letztendlich gilt natürlich auch, dass viele Wege nach Rom führen. Und es muss auch keiner sein Leben bis zur Rente durchgeplant haben. Aber eine gewisse Ahnung wird für euch nur von Vorteil sein, da bin ich sicher.

Zwischen Studium & Beruf

Eine gute Bewerbung

Vermutlich hat jeder von euch schon in der Schule davon gehört oder es bei einem Workshop gelernt: Wie sieht eine gute Bewerbung aus? Da es aber ein so wichtiges Thema ist, möchte ich euch gerne noch meine Tipps geben.

Was gehört rein? Die meisten Bewerbungen laufen heute online. Das heißt, ihr ladet entweder in einem Bewerbungsportal eure Unterlagen hoch oder schickt sie per E-Mail. Wenn ihr euch in einem Online-Portal bewerbt, werdet ihr schrittweise durch die Bewerbung geleitet. Haltet hierfür euer Anschreiben, euren Lebenslauf, eure Zeugnisse, eure Empfehlungsschreiben und ein Passfoto in einzelnen PDF - oder JPG-Dateien bereit. Wenn ihr euch per E-Mail bewerbt, empfehle ich, das Anschreiben in einer PDF-Datei zu schicken und alles andere in einem zweiten PDF. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger nur das Anschreiben und den Lebenslauf öffnet.

Wie sollte die Bewerbung geschrieben sein? Grundsätzlich gilt, dass ihr eher förmlich schreiben solltet. Allerdings schadet es auch nicht, an gewissen Stellen eure Begeisterung für das Thema auszudrücken. Schließlich wollt ihr überzeugen und im Gedächtnis bleiben und das gelingt am besten über Emotionen. Da die Zeit der Personaler oder Chefs begrenzt ist, solltet ihr eine Seite im Anschreiben nicht überschreiten. Ich weiß, wie schwer es ist, sich auf das Wichtigste zu beschränken, aber nur so kann ein akzentuiertes Bild von euch beim Empfänger der Bewerbung entstehen. Gebt eure Bewerbung auch jemandem, der über sehr gutes Schriftdeutsch verfügt und eure Bewerbung korrigieren kann. Wenn ihr die Bewerbung dann abgeschickt habt, solltet ihr tagsüber per Handy erreichbar sein und neben eurem E-Mail-Posteingang auch den Spam-Ordner checken. Eine schnelle Reaktion ist alles, wenn ihr Interesse zeigen wollt.

Und wenn ich eingeladen wurde? Haltet für das Vorstellungsgespräch ein professionelles Outfit bereit und bringt eure Unterlagen mit. Plant am besten eine halbe Stunde mehr ein, um zum Vorstellungsgespräch zu kommen, falls etwas schiefgeht. Solltet ihr euch dann doch verspäten, gebt auf jeden Fall rechtzeitig beim Gesprächspartner Bescheid.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  28.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
28.03.2017

Zwischen Studium und Beruf

Volontariat oder Traineeship?

Die meisten von euch werden die Begriffe „Volontariat“ und „Traineeship“ schon einmal gehört haben, doch was genau bedeuten sie? Mit beiden Begriffen sind Ausbildungsprogramme gemeint, die meist nach einem Studium absolviert werden. Statt beispielsweise direkt als PR-Referent einzusteigen, startet man als Volontär oder Trainee eine Stufe darunter und wird ein bis zwei Jahre auf den angestrebten Job vorbereitet. Traineeships findet man meist eher in der Wirtschaft oder der Industrie, Volontariate sind meist für Geisteswissenschaftler gedacht, die im Journalismus, in Werbeagenturen oder Verlagen arbeiten wollen. Die Begriffe sind nicht geschützt, daher können keine verallgemeinernden Aussagen über den Inhalt der Programme getroffen werden. Kennzeichnend für Volontariate wie auch Traineeships ist, dass man zwar voll mitarbeitet, dafür aber geringer bezahlt wird. Im Gegenzug erhält man in Form von Workshops, Seminaren und Mentorengesprächen wichtige Anleitung. Manchmal bekommt man auch die Gelegenheit, in andere Abteilungen oder zugehörige Unternehmen zu schnuppern.
Wer sich fragt, ob fünf Jahre Studium nicht genug sind und man nicht direkt in den Job einsteigen sollte, dem gebe ich folgende Einschätzung mit auf den Weg: Volontariate oder Traineeships sind Türöffner für sehr viele Jobs in den Medien, werden oft vorausgesetzt und ihr werdet durch sie, im Idealfall, spezifisch auf euren angestrebten Job in der von euch präferierten Branche ausgebildet. Eine Chance, die ich ergreifen würde! Sucht euch ein Volontariat oder Traineeship in einem namenhaften Unternehmen, einer Agentur oder einer Zeitung und nutzt es als Sprungbrett.
Finanziell kann man sich auf 1000 bis 2000 Euro brutto im Monat einstellen, bei Volontariaten eher im unteren Bereich, bei Traineeships eher im oberen. Allerdings werden von Letzterem auch viel weniger angeboten. Außerdem bereiten Traineeships meist auf die Übernahme in die Festanstellung vor, wohingegen Volontäre oft anschließend wieder auf Jobsuche gehen müssen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  23.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
23.03.2017