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Zwischen Studium und Beruf

Volontariat oder Traineeship?

Die meisten von euch werden die Begriffe „Volontariat“ und „Traineeship“ schon einmal gehört haben, doch was genau bedeuten sie? Mit beiden Begriffen sind Ausbildungsprogramme gemeint, die meist nach einem Studium absolviert werden. Statt beispielsweise direkt als PR-Referent einzusteigen, startet man als Volontär oder Trainee eine Stufe darunter und wird ein bis zwei Jahre auf den angestrebten Job vorbereitet. Traineeships findet man meist eher in der Wirtschaft oder der Industrie, Volontariate sind meist für Geisteswissenschaftler gedacht, die im Journalismus, in Werbeagenturen oder Verlagen arbeiten wollen. Die Begriffe sind nicht geschützt, daher können keine verallgemeinernden Aussagen über den Inhalt der Programme getroffen werden. Kennzeichnend für Volontariate wie auch Traineeships ist, dass man zwar voll mitarbeitet, dafür aber geringer bezahlt wird. Im Gegenzug erhält man in Form von Workshops, Seminaren und Mentorengesprächen wichtige Anleitung. Manchmal bekommt man auch die Gelegenheit, in andere Abteilungen oder zugehörige Unternehmen zu schnuppern.
Wer sich fragt, ob fünf Jahre Studium nicht genug sind und man nicht direkt in den Job einsteigen sollte, dem gebe ich folgende Einschätzung mit auf den Weg: Volontariate oder Traineeships sind Türöffner für sehr viele Jobs in den Medien, werden oft vorausgesetzt und ihr werdet durch sie, im Idealfall, spezifisch auf euren angestrebten Job in der von euch präferierten Branche ausgebildet. Eine Chance, die ich ergreifen würde! Sucht euch ein Volontariat oder Traineeship in einem namenhaften Unternehmen, einer Agentur oder einer Zeitung und nutzt es als Sprungbrett.
Finanziell kann man sich auf 1000 bis 2000 Euro brutto im Monat einstellen, bei Volontariaten eher im unteren Bereich, bei Traineeships eher im oberen. Allerdings werden von Letzterem auch viel weniger angeboten. Außerdem bereiten Traineeships meist auf die Übernahme in die Festanstellung vor, wohingegen Volontäre oft anschließend wieder auf Jobsuche gehen müssen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  23.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
23.03.2017

Zwischen Studium & Beruf

Die Bewerbungszeit

Die Bewerbungszeit – lasst es mich ehrlich sagen – ist nicht so toll. Es ist eine Zeit voll Ungewissheit, in der man sich fragt, welchen Job man wohl bekommen und ob er einem Spaß machen wird, ob man finanziell davon wird leben können, wo die neue Arbeitsstelle sein und wo und wie man wohnen wird. Außerdem ist die Zeit geprägt von hoher Flexibilität: Man bewirbt sich laufend, muss umgehend auf Einladungen reagieren, sich über das Unternehmen informieren, für eine Übernachtungsmöglichkeit und den Transport sorgen und sich dann als den idealen Kandidaten darstellen.
Nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch heißt es warten sowie bereit sein für weitere Gespräche. Bekommt man daraufhin Angebote, muss man abwägen, welches das beste ist und vielleicht schon zusagen, obwohl man noch keine Antwort vom präferierten Arbeitgeber hat, aber nicht riskieren will, am Ende ohne etwas dazustehen. Wird man mehrmals zurückgewiesen oder laufen die Gespräche schlecht, muss man evaluieren, was man verbessern kann. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht zu viele Selbstzweifel zulässt, die jedes weitere Gespräch belasten würden. Fakt ist, es braucht Zeit und es wird Rückschläge geben. Aber, da bin ich sicher, jeder kommt irgendwo unter. Und wenn es einem dort doch nicht gefällt, muss man ja nicht für immer bleiben.
Neben den Bewerbungen gehört es dazu, sein Leben zu ordnen und sich auf einen schnellen Umzug gefasst machen. In meiner WG war ich für alles verantwortlich, sämtliche Verträge und das WG-Konto liefen auf mich. Plant genügend Zeit ein, Verträge übertragen zu lassen oder mit euren Mitbewohnern neu aufzusetzen. In meinem Fall hieß das, dass ein neues Konto eröffnet werden musste, von dem die Miete zukünftig abgehen konnte, es galt, einen neuen Vertrag bei den Stadtwerken abzuschließen, eine neue GEZ-Nummer zu organisieren und den Vodafone-Vertrag zu übertragen. Vergesst auch nicht, euch zu exmatrikulieren! Solltet ihr nach eurer Exmatrikulation zum Semesterende noch keinen Job gefunden haben, müsst ihr euch um Versicherungen kümmern.
Außerdem lohnt es sich, zu überlegen, in welcher Branche und in welcher Position man arbeiten will und ob der studentische Kleiderschrankinhalt dafür Passendes bereithält. Wenn nicht, ist die Bewerbungszeit ideal dafür, die eigene Garderobe auf Vordermann zu bringen. Auch ein tolles Bewerbungsgesprächsoutfit darf natürlich nicht fehlen – hier empfiehlt es sich aus meiner Sicht, klassisch zu bleiben.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  13.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
13.03.2017

Zwischen Studium & Beruf

"Warum sind Sie die Richtige für uns?"

Bisher habe ich zwölf Bewerbungen für Volontariate und Traineeships geschrieben und vier Vorstellungsgespräche geführt. Zwar ist jedes Gespräch anders, doch gibt es Fragen, die einem immer gestellt werden. Am Anfang soll man meist von seinem Werdegang berichten und dann, wie einen dieser Werdegang für genau diesen Arbeitsplatz qualifiziert und warum man sich für diese Stelle beworben hat. Hierfür ist es immer gut, sich vorher ausführlich mit der Website und den anderen Kanälen des Unternehmens beschäftigt zu haben. So kann man sich bereits im Vorfeld überlegen, welche persönlichen Qualifikationen einem bei welcher Aufgabe besonders nutzen würden. Außerdem wird manchmal getestet, wie gut man sich vorbereitet hat, zum Beispiel mit der Frage „Was könnten wir an unserem Facebook-Auftritt besser machen?“
Bei manchen Gesprächen wird man sofort mit Fragen durchlöchert, bei anderen trinkt man erst mal nett einen Kaffee zusammen und lernt sich kennen. Die Stimmung bei Letzteren ist mir viel lieber, schließlich will ich auch menschlich gut in mein künftiges Team passen und das lässt sich in so einer Atmosphäre viel besser feststellen.
Des Weiteren wurde ich gefragt, warum genau ich die Richtige bin, wie gut ich mit Stress umgehen kann, ob ich zu Überstunden bereit bin, was ich mir von dem Volontariat erhoffe, ob ich mich durchsetzen kann, ob ich ein Teamplayer bin und ob ich mich auch privat für die Themen des Unternehmens interessiere. Außerdem wurde abgefragt, welche Computer-Programme ich beherrsche und inwieweit ich bereit wäre, mich in meiner Freizeit oder in der Arbeitszeit weiter einzuarbeiten. Grundsätzlich gilt, dass man sich motiviert zeigen sollte, aber nicht alles mit sich machen lassen muss, Stichwort Überstunden und Bezahlung.
Wichtig für euch zu wissen ist, wie das Volontariat (oder der Job) vergütet wird. Ich habe herausgefunden, dass für ein Volontariat 1.000 bis 2.000 Euro brutto im Monat üblich sind, 2.000 Euro werden selten gezahlt, meistens 1.500 oder 1.700 Euro. Ich habe beschlossen, dass ich kein Volontariat annehmen werde, für das nur 1.000 Euro gezahlt werden, da ich davon in München nicht leben geschweige denn mich damit nach fünf Jahren Studium motivieren kann. Weiter ist es wichtig zu klären, wann ihr anfangen sollt, wie der Dresscode ist, was eure Aufgaben sein werden und ob es die Aussicht auf Übernahme nach dem Volontariat gibt. Bei aller Vorbereitung gilt aber auch: Es läuft nie alles perfekt, das macht aber nichts und ist menschlich.

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  28.02.2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
28.02.2017