Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Studium & Beruf

Die Bewerbungszeit

Die Bewerbungszeit – lasst es mich ehrlich sagen – ist nicht so toll. Es ist eine Zeit voll Ungewissheit, in der man sich fragt, welchen Job man wohl bekommen und ob er einem Spaß machen wird, ob man finanziell davon wird leben können, wo die neue Arbeitsstelle sein und wo und wie man wohnen wird. Außerdem ist die Zeit geprägt von hoher Flexibilität: Man bewirbt sich laufend, muss umgehend auf Einladungen reagieren, sich über das Unternehmen informieren, für eine Übernachtungsmöglichkeit und den Transport sorgen und sich dann als den idealen Kandidaten darstellen.
Nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch heißt es warten sowie bereit sein für weitere Gespräche. Bekommt man daraufhin Angebote, muss man abwägen, welches das beste ist und vielleicht schon zusagen, obwohl man noch keine Antwort vom präferierten Arbeitgeber hat, aber nicht riskieren will, am Ende ohne etwas dazustehen. Wird man mehrmals zurückgewiesen oder laufen die Gespräche schlecht, muss man evaluieren, was man verbessern kann. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht zu viele Selbstzweifel zulässt, die jedes weitere Gespräch belasten würden. Fakt ist, es braucht Zeit und es wird Rückschläge geben. Aber, da bin ich sicher, jeder kommt irgendwo unter. Und wenn es einem dort doch nicht gefällt, muss man ja nicht für immer bleiben.
Neben den Bewerbungen gehört es dazu, sein Leben zu ordnen und sich auf einen schnellen Umzug gefasst machen. In meiner WG war ich für alles verantwortlich, sämtliche Verträge und das WG-Konto liefen auf mich. Plant genügend Zeit ein, Verträge übertragen zu lassen oder mit euren Mitbewohnern neu aufzusetzen. In meinem Fall hieß das, dass ein neues Konto eröffnet werden musste, von dem die Miete zukünftig abgehen konnte, es galt, einen neuen Vertrag bei den Stadtwerken abzuschließen, eine neue GEZ-Nummer zu organisieren und den Vodafone-Vertrag zu übertragen. Vergesst auch nicht, euch zu exmatrikulieren! Solltet ihr nach eurer Exmatrikulation zum Semesterende noch keinen Job gefunden haben, müsst ihr euch um Versicherungen kümmern.
Außerdem lohnt es sich, zu überlegen, in welcher Branche und in welcher Position man arbeiten will und ob der studentische Kleiderschrankinhalt dafür Passendes bereithält. Wenn nicht, ist die Bewerbungszeit ideal dafür, die eigene Garderobe auf Vordermann zu bringen. Auch ein tolles Bewerbungsgesprächsoutfit darf natürlich nicht fehlen – hier empfiehlt es sich aus meiner Sicht, klassisch zu bleiben.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  13.03.2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
13.03.2017

Zwischen Studium & Beruf

"Warum sind Sie die Richtige für uns?"

Bisher habe ich zwölf Bewerbungen für Volontariate und Traineeships geschrieben und vier Vorstellungsgespräche geführt. Zwar ist jedes Gespräch anders, doch gibt es Fragen, die einem immer gestellt werden. Am Anfang soll man meist von seinem Werdegang berichten und dann, wie einen dieser Werdegang für genau diesen Arbeitsplatz qualifiziert und warum man sich für diese Stelle beworben hat. Hierfür ist es immer gut, sich vorher ausführlich mit der Website und den anderen Kanälen des Unternehmens beschäftigt zu haben. So kann man sich bereits im Vorfeld überlegen, welche persönlichen Qualifikationen einem bei welcher Aufgabe besonders nutzen würden. Außerdem wird manchmal getestet, wie gut man sich vorbereitet hat, zum Beispiel mit der Frage „Was könnten wir an unserem Facebook-Auftritt besser machen?“
Bei manchen Gesprächen wird man sofort mit Fragen durchlöchert, bei anderen trinkt man erst mal nett einen Kaffee zusammen und lernt sich kennen. Die Stimmung bei Letzteren ist mir viel lieber, schließlich will ich auch menschlich gut in mein künftiges Team passen und das lässt sich in so einer Atmosphäre viel besser feststellen.
Des Weiteren wurde ich gefragt, warum genau ich die Richtige bin, wie gut ich mit Stress umgehen kann, ob ich zu Überstunden bereit bin, was ich mir von dem Volontariat erhoffe, ob ich mich durchsetzen kann, ob ich ein Teamplayer bin und ob ich mich auch privat für die Themen des Unternehmens interessiere. Außerdem wurde abgefragt, welche Computer-Programme ich beherrsche und inwieweit ich bereit wäre, mich in meiner Freizeit oder in der Arbeitszeit weiter einzuarbeiten. Grundsätzlich gilt, dass man sich motiviert zeigen sollte, aber nicht alles mit sich machen lassen muss, Stichwort Überstunden und Bezahlung.
Wichtig für euch zu wissen ist, wie das Volontariat (oder der Job) vergütet wird. Ich habe herausgefunden, dass für ein Volontariat 1.000 bis 2.000 Euro brutto im Monat üblich sind, 2.000 Euro werden selten gezahlt, meistens 1.500 oder 1.700 Euro. Ich habe beschlossen, dass ich kein Volontariat annehmen werde, für das nur 1.000 Euro gezahlt werden, da ich davon in München nicht leben geschweige denn mich damit nach fünf Jahren Studium motivieren kann. Weiter ist es wichtig zu klären, wann ihr anfangen sollt, wie der Dresscode ist, was eure Aufgaben sein werden und ob es die Aussicht auf Übernahme nach dem Volontariat gibt. Bei aller Vorbereitung gilt aber auch: Es läuft nie alles perfekt, das macht aber nichts und ist menschlich.

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  28.02.2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
28.02.2017

Zwischen Studium & Beruf

Was genau will ich werden?

Spätestens mit Ende des Studiums stellt sich die Frage: Was genau will ich werden? Ich habe drei Jahre Kulturwissenschaft und zwei Jahre Medienwissenschaft studiert – nicht gerade Studienfächer, die in einen bestimmten Beruf führen. Gegen Ende meines Bachelorstudiums kam ich zu dem Schluss, dass ich in der Unternehmenskommunikation oder in der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten möchte.
Doch auch hier gibt es Differenzierungen: Will ich in einem Unternehmen arbeiten, also nur die Kommunikation für dieses eine Unternehmen übernehmen, oder will ich in eine Agentur, die die PR für viele Auftraggeber leistet? Will ich ein konstantes, aber manchmal langweiliges Arbeitsumfeld, was vermutlich eher im Unternehmen der Fall wäre, oder will ich Spannung und Herausforderung, aber auch häufiger Überforderung, was in der Agentur passieren könnte?
Und in welcher Branche will ich Öffentlichkeitsarbeit betreiben? Die Frage will wohl durchdacht werden, denn mit der Entscheidung für eine Branche stellt man die Weichen für den weiteren beruflichen Werdegang. Zwar werde ich auch ganz grundsätzlich lernen, was es bedeutet, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dies hängt letztendlich aber immer auch von der Branche ab und spätere Arbeitgeber werden immer den Bewerber bevorzugen, der bereits Erfahrung mit den Eigenheiten ihrer Branche hat.
Auch die Position, die man zum Einstieg anstrebt, wirkt sich auf das weitere Berufsleben aus. Ich habe mich dafür entschieden, erst ein Volontariat oder Traineeship zu machen, bevor ich mich auf eine richtige Stelle bewerbe. Sowohl meine frühere Chefin als auch andere Volontäre bestätigten mir, dass es üblich sei, zuerst ein Volontariat zu machen, da dies oft für eine Tätigkeit in einer Kommunikationsabteilung Voraussetzung sei. Im Volontariat soll das Wissen aus dem Studium kanalisiert und direkt auf den angestrebten Beruf angewendet werden, es ist meist eine Mischung aus „training on the job“ und theoretischen Workshops – allerdings für geringe Bezahlung. Das frustriert nach fünf Jahren Studium. Es ist aber üblich und sollte einem bewusst sein, wenn man sich für einen geisteswissenschaftlichen Studiengang entscheidet.