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Zwischen Studium & Beruf

Fertiges Studium - was nun?

Nach fünf Jahren habe ich nun (endlich) mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Ich habe mich bereits recht früh mit meinem Berufseinstieg beschäftigt: Ich möchte ein PR-Volontariat in München absolvieren.
Für die Suche nutzte ich verschiedene Jobsuche-Portale wie Stepstone, Monster, Kimeta und Indeed sowie Newsletter, etwa der von Publishingmarkt, Linkedin und Xing. Bei den beiden Letzteren handelt es sich um Plattformen, die dazu dienen, sich beruflich zu vernetzen – also Facebook für den Arbeitsmarkt. Auf Xing und Linkedin habe ich persönliche Profile angelegt, damit potenzielle Arbeitgeber mich online finden und mir einen Job anbieten können. Einmal ist dieser Fall bisher eingetreten, aber die Stelle hat mir leider nicht zugesagt. Durch die Jobagenten und die dort hinterlegten Sucheinstellungen bekomme ich täglich Jobvorschläge zugeschickt. Die Agenten funktionieren unterschiedlich, aber meist gibt man so etwas wie Position, Ausbildung, Stelle, Branche, Stadt, Bundesland und mehr an. Ich habe zum Beispiel die Begriffe „Volontariat“, „Trainee“, „PR“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Unternehmenskommunikation“ und „München“ unterschiedlich miteinander kombiniert. An manchen Tagen ist viel Spannendes dabei, manchmal tagelang nichts.
Für mich habe ich festgestellt, dass es mir sehr schwer fiel, während des Lernens aktiv nach Jobs zu suchen. Deshalb habe ich in dieser Zeit nur zwei Bewerbungen geschrieben und zwei Bewerbungsgespräche geführt. Beides wurde nichts, ich habe dabei aber gelernt, dass die Jobsuche schwerfällig sein kann. Denn bei der ersten Bewerbung hatte ich das Volontariat schon so gut wie sicher, bekam dann aber aufgrund von internen Umstrukturierungen eine Absage. Bei der zweiten hieß es erst, man habe großes Interesse, was sich dann aber offenbar doch geändert hat: Ich weiß bis heute nicht, warum sie mir absagten, obwohl ich nachgefragt habe und man mir versicherte, es mir noch zu sagen. Da heißt es, sich nicht entmutigen zu lassen und weiterzumachen. Denn wer direkt einen Job findet, der hat großes Glück.
Eine der Bewerbungen war übrigens eine Initiativ-Bewerbung, ich habe mich also beworben, obwohl keine Stelle ausgeschrieben war. Das Ergebnis: Ich wurde trotzdem eingeladen mit der Aussage, man könnte eventuell eine Stelle schaffen. Bis ich eingeladen wurde, hatte ich mich dort übrigens zweimal im Abstand von einem halben Jahr beworben. Es lohnt sich also, dranzubleiben!

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  08.02.2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
08.02.2017

Zwischen Studium & Beruf

Der erste Arbeitstag

An meinem ersten Arbeitstag entschied ich mich für Hemd statt zerfetztem T-Shirt als Garderobe. Nicht, weil mein Arbeitgeber das verlangte, sondern weil ich es als Zeichen für mich selbst sah, Verantwortung zu übernehmen und repräsentativ zu sein. Schließlich kam ich als Angestellter und nicht als Praktikant zurück. Und anstatt Listen abzuarbeiten, eine Vision, Strategie und Arbeitsplan für meine Rolle zu gestalten. Mehr Fragen als Antworten also.
Welche persönlichen Ziele habe ich? Was möchte ich während dieser Zeit lernen? Wie kann meine Arbeit – Lehrer und Schulen für die Kreislaufwirtschaft zu begeistern, erfolgreich zu networken und Lernmaterialien für systemisches Denken zu erarbeiten – genutzt werden? Währenddessen plane ich meine Karriereziele für 2017. Diesmal mit dem Vertrauen, dass ich nun genügend Vorbereitungszeit habe, um Orientierungsworkshops und digitale Materialien zur Sinnfindung und Berufsorientierung der Zukunft zu nutzen. Und vielleicht werde ich auch praktisch mit Permakultur in Berührung kommen.
Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem Kollegen über Bloggen oder Tagebuch führen. Ich erzählte ihm von abi.de und dass es so genial ist über seine eigene Entwicklung zu schreiben, weil man dabei wunderbar reflektieren kann. Und so staune ich selbst über meinen Werdegang seit 2011: Abitur in Physik, Studium der Bildenden Kunst und Erdkunde in Baden-Württemberg, umweltnaturwissenschaftliches Studium und Stipendium in Schottland, Felderfahrung in Ökologie und Meeresbiologie, Selbstständigkeit in Neuseeland, Nebenjobs von Herbergsvater bis Telefonbuchausteiler, Praktika in Landwirtschaft, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, der Versuch als Lehrer wieder in Deutschland Fuß zu fassen, Flüchtlingshilfe, Kulturarbeit, und schlussendlich die Anstellung als Multiplikatorenausbilder und Networker rund um das Thema Kreislaufwirtschaft Bildung bei einer Non-Profit-Organisation in England.
Ich hoffe, ihr habt ein paar hilfreiche Informationen und Einblicke durch meine Texte bekommen. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg auf eurem eigenen Werdegang und Streben nach einer sinnstiftenden Aufgabe in unserer Gesellschaft.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  27.09.2016

Zwischen Studium & Beruf

Barfuß oder bildschirmblind

Wie wäre es, wenn jeder die Möglichkeit hätte, beim Schulabschluss in einem Fernrohrwald zu stehen. Tausende von Fernrohren. Und in jedem sieht man einen anderen Lebensweg, eine andere Zukunft, undenkbare Möglichkeiten und Offenbarungen. Würde das etwas ändern?
Nach einem miesepetrigen Tag – Vollmond und Zeitdruck sei Dank – kommt durch Gespräche mit Freunden wieder neuer Schwung in mein Leben. Hätte ich einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen sollen, anstatt parallel zu fahren? Muss ich unbedingt Job, Kontakte, Gehalt und Wohnort vereinen und Abende opfern, um der Suche nach Online-Lerngemeinschaften nachzugehen? Soll meine berufliche Zukunft wirklich so aussehen: Disziplin statt Design-Kritzeleien, Bildschirmblindheit statt Barfuß-Gartenarbeit, Schlafmangel statt Sonnenmeditation? Ich glaube meine größte Angst ist es, festzusitzen und große Pläne zu haben, ohne voran zukommen. Aber schließlich arbeite ich unter Zeitdruck besser.
Gut, dass ich mich selbst regelmäßig daran erinnere. Wenn man sich nur selbst in den Hintern treten könnte, wortwörtlich. Diesmal lautet die Deadline Ende Februar 2017, dann soll der nächste Schritt kommen. Aber vielleicht steht dann doch wieder ein anderes Projekt an. Ich möchte immer in Bewegung bleiben und regelmäßig den roten Faden durch die vergangenen Erfahrungen, Abschlüsse und Begegnungen ziehen; dann zeichnet sich vielleicht sogar langsam ab, wohin meine Reise gehen wird. Es lohnt sich immer wieder, sich das ins Gedächtnis zu rufen, um zu sehen wo sich Fähigkeiten entwickeln, man Leidenschaften entdeckt und sich Werte herauskristallisieren.
Jetzt gehe ich aber erst mal in den Norden Schottlands zurück, wo ich beim Erasmus-geförderten Training rund um „Kreatives Potential und Soziales Unternehmertum“ teilnehme. Ich würde auf jeden Fall „500 Miles“ laufen, wie im Hit der schottischen Band „The Proclaimers“, um das anzupacken. Gerne auch barfuß.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  19.09.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
19.09.2016