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Zwischen Studium & Beruf

Was genau will ich werden?

Spätestens mit Ende des Studiums stellt sich die Frage: Was genau will ich werden? Ich habe drei Jahre Kulturwissenschaft und zwei Jahre Medienwissenschaft studiert – nicht gerade Studienfächer, die in einen bestimmten Beruf führen. Gegen Ende meines Bachelorstudiums kam ich zu dem Schluss, dass ich in der Unternehmenskommunikation oder in der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten möchte.
Doch auch hier gibt es Differenzierungen: Will ich in einem Unternehmen arbeiten, also nur die Kommunikation für dieses eine Unternehmen übernehmen, oder will ich in eine Agentur, die die PR für viele Auftraggeber leistet? Will ich ein konstantes, aber manchmal langweiliges Arbeitsumfeld, was vermutlich eher im Unternehmen der Fall wäre, oder will ich Spannung und Herausforderung, aber auch häufiger Überforderung, was in der Agentur passieren könnte?
Und in welcher Branche will ich Öffentlichkeitsarbeit betreiben? Die Frage will wohl durchdacht werden, denn mit der Entscheidung für eine Branche stellt man die Weichen für den weiteren beruflichen Werdegang. Zwar werde ich auch ganz grundsätzlich lernen, was es bedeutet, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dies hängt letztendlich aber immer auch von der Branche ab und spätere Arbeitgeber werden immer den Bewerber bevorzugen, der bereits Erfahrung mit den Eigenheiten ihrer Branche hat.
Auch die Position, die man zum Einstieg anstrebt, wirkt sich auf das weitere Berufsleben aus. Ich habe mich dafür entschieden, erst ein Volontariat oder Traineeship zu machen, bevor ich mich auf eine richtige Stelle bewerbe. Sowohl meine frühere Chefin als auch andere Volontäre bestätigten mir, dass es üblich sei, zuerst ein Volontariat zu machen, da dies oft für eine Tätigkeit in einer Kommunikationsabteilung Voraussetzung sei. Im Volontariat soll das Wissen aus dem Studium kanalisiert und direkt auf den angestrebten Beruf angewendet werden, es ist meist eine Mischung aus „training on the job“ und theoretischen Workshops – allerdings für geringe Bezahlung. Das frustriert nach fünf Jahren Studium. Es ist aber üblich und sollte einem bewusst sein, wenn man sich für einen geisteswissenschaftlichen Studiengang entscheidet.

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  21.02.2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
21.02.2017

Zwischen Studium & Beruf

Fertiges Studium - was nun?

Nach fünf Jahren habe ich nun (endlich) mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Ich habe mich bereits recht früh mit meinem Berufseinstieg beschäftigt: Ich möchte ein PR-Volontariat in München absolvieren.
Für die Suche nutzte ich verschiedene Jobsuche-Portale wie Stepstone, Monster, Kimeta und Indeed sowie Newsletter, etwa der von Publishingmarkt, Linkedin und Xing. Bei den beiden Letzteren handelt es sich um Plattformen, die dazu dienen, sich beruflich zu vernetzen – also Facebook für den Arbeitsmarkt. Auf Xing und Linkedin habe ich persönliche Profile angelegt, damit potenzielle Arbeitgeber mich online finden und mir einen Job anbieten können. Einmal ist dieser Fall bisher eingetreten, aber die Stelle hat mir leider nicht zugesagt. Durch die Jobagenten und die dort hinterlegten Sucheinstellungen bekomme ich täglich Jobvorschläge zugeschickt. Die Agenten funktionieren unterschiedlich, aber meist gibt man so etwas wie Position, Ausbildung, Stelle, Branche, Stadt, Bundesland und mehr an. Ich habe zum Beispiel die Begriffe „Volontariat“, „Trainee“, „PR“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Unternehmenskommunikation“ und „München“ unterschiedlich miteinander kombiniert. An manchen Tagen ist viel Spannendes dabei, manchmal tagelang nichts.
Für mich habe ich festgestellt, dass es mir sehr schwer fiel, während des Lernens aktiv nach Jobs zu suchen. Deshalb habe ich in dieser Zeit nur zwei Bewerbungen geschrieben und zwei Bewerbungsgespräche geführt. Beides wurde nichts, ich habe dabei aber gelernt, dass die Jobsuche schwerfällig sein kann. Denn bei der ersten Bewerbung hatte ich das Volontariat schon so gut wie sicher, bekam dann aber aufgrund von internen Umstrukturierungen eine Absage. Bei der zweiten hieß es erst, man habe großes Interesse, was sich dann aber offenbar doch geändert hat: Ich weiß bis heute nicht, warum sie mir absagten, obwohl ich nachgefragt habe und man mir versicherte, es mir noch zu sagen. Da heißt es, sich nicht entmutigen zu lassen und weiterzumachen. Denn wer direkt einen Job findet, der hat großes Glück.
Eine der Bewerbungen war übrigens eine Initiativ-Bewerbung, ich habe mich also beworben, obwohl keine Stelle ausgeschrieben war. Das Ergebnis: Ich wurde trotzdem eingeladen mit der Aussage, man könnte eventuell eine Stelle schaffen. Bis ich eingeladen wurde, hatte ich mich dort übrigens zweimal im Abstand von einem halben Jahr beworben. Es lohnt sich also, dranzubleiben!

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  08.02.2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
08.02.2017

Zwischen Studium & Beruf

Der erste Arbeitstag

An meinem ersten Arbeitstag entschied ich mich für Hemd statt zerfetztem T-Shirt als Garderobe. Nicht, weil mein Arbeitgeber das verlangte, sondern weil ich es als Zeichen für mich selbst sah, Verantwortung zu übernehmen und repräsentativ zu sein. Schließlich kam ich als Angestellter und nicht als Praktikant zurück. Und anstatt Listen abzuarbeiten, eine Vision, Strategie und Arbeitsplan für meine Rolle zu gestalten. Mehr Fragen als Antworten also.
Welche persönlichen Ziele habe ich? Was möchte ich während dieser Zeit lernen? Wie kann meine Arbeit – Lehrer und Schulen für die Kreislaufwirtschaft zu begeistern, erfolgreich zu networken und Lernmaterialien für systemisches Denken zu erarbeiten – genutzt werden? Währenddessen plane ich meine Karriereziele für 2017. Diesmal mit dem Vertrauen, dass ich nun genügend Vorbereitungszeit habe, um Orientierungsworkshops und digitale Materialien zur Sinnfindung und Berufsorientierung der Zukunft zu nutzen. Und vielleicht werde ich auch praktisch mit Permakultur in Berührung kommen.
Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem Kollegen über Bloggen oder Tagebuch führen. Ich erzählte ihm von abi.de und dass es so genial ist über seine eigene Entwicklung zu schreiben, weil man dabei wunderbar reflektieren kann. Und so staune ich selbst über meinen Werdegang seit 2011: Abitur in Physik, Studium der Bildenden Kunst und Erdkunde in Baden-Württemberg, umweltnaturwissenschaftliches Studium und Stipendium in Schottland, Felderfahrung in Ökologie und Meeresbiologie, Selbstständigkeit in Neuseeland, Nebenjobs von Herbergsvater bis Telefonbuchausteiler, Praktika in Landwirtschaft, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, der Versuch als Lehrer wieder in Deutschland Fuß zu fassen, Flüchtlingshilfe, Kulturarbeit, und schlussendlich die Anstellung als Multiplikatorenausbilder und Networker rund um das Thema Kreislaufwirtschaft Bildung bei einer Non-Profit-Organisation in England.
Ich hoffe, ihr habt ein paar hilfreiche Informationen und Einblicke durch meine Texte bekommen. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg auf eurem eigenen Werdegang und Streben nach einer sinnstiftenden Aufgabe in unserer Gesellschaft.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  27.09.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
27.09.2016