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Zwischen Studium & Beruf

Barfuß oder bildschirmblind

Wie wäre es, wenn jeder die Möglichkeit hätte, beim Schulabschluss in einem Fernrohrwald zu stehen. Tausende von Fernrohren. Und in jedem sieht man einen anderen Lebensweg, eine andere Zukunft, undenkbare Möglichkeiten und Offenbarungen. Würde das etwas ändern?
Nach einem miesepetrigen Tag – Vollmond und Zeitdruck sei Dank – kommt durch Gespräche mit Freunden wieder neuer Schwung in mein Leben. Hätte ich einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen sollen, anstatt parallel zu fahren? Muss ich unbedingt Job, Kontakte, Gehalt und Wohnort vereinen und Abende opfern, um der Suche nach Online-Lerngemeinschaften nachzugehen? Soll meine berufliche Zukunft wirklich so aussehen: Disziplin statt Design-Kritzeleien, Bildschirmblindheit statt Barfuß-Gartenarbeit, Schlafmangel statt Sonnenmeditation? Ich glaube meine größte Angst ist es, festzusitzen und große Pläne zu haben, ohne voran zukommen. Aber schließlich arbeite ich unter Zeitdruck besser.
Gut, dass ich mich selbst regelmäßig daran erinnere. Wenn man sich nur selbst in den Hintern treten könnte, wortwörtlich. Diesmal lautet die Deadline Ende Februar 2017, dann soll der nächste Schritt kommen. Aber vielleicht steht dann doch wieder ein anderes Projekt an. Ich möchte immer in Bewegung bleiben und regelmäßig den roten Faden durch die vergangenen Erfahrungen, Abschlüsse und Begegnungen ziehen; dann zeichnet sich vielleicht sogar langsam ab, wohin meine Reise gehen wird. Es lohnt sich immer wieder, sich das ins Gedächtnis zu rufen, um zu sehen wo sich Fähigkeiten entwickeln, man Leidenschaften entdeckt und sich Werte herauskristallisieren.
Jetzt gehe ich aber erst mal in den Norden Schottlands zurück, wo ich beim Erasmus-geförderten Training rund um „Kreatives Potential und Soziales Unternehmertum“ teilnehme. Ich würde auf jeden Fall „500 Miles“ laufen, wie im Hit der schottischen Band „The Proclaimers“, um das anzupacken. Gerne auch barfuß.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  19.09.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
19.09.2016

Zwischen Studium & Beruf

Ende der Urlaubszeit

Dann wäre meine Urlaubszeit ja endlich vorbei, meinte eine Freundin, als ich ihr erzählte, dass ich eine Vollzeit-Stelle in der Verwaltung einer Schule in England angenommen habe. Dabei kam es mir nie so vor, als hätte ich Urlaub. Schulpraktikum, Gartenarbeit, Zeit mit meiner Großmutter verbringen, Freiwilligenarbeit im Flüchtlingsheim – das alles hielt mich in den vergangenen Wochen ganz schön auf Trab. Krankenversicherung und Steuern zahlen, aber nicht überarbeiten und die Freizeit nutzen, um sich für einen gesellschaftlichen Wandel einzusetzen, so in etwa könnte man meinen Lebensstil bezeichnen. Oftmals aber reicht das nicht aus, um die Familienmitglieder zu besänftigen, die ständig fragen, was man denn jetzt beruflich vorhat.
Das Jobangebot kam ziemlich überraschend. Als ich meinen alten Arbeitsplatz besuchte, fragte man mich einfach, ob ich mir vorstellen könnte, dort fest zu arbeiten. Ich sagte gerne zu. Das bedeutet für mich nun aber auch haushalten, und zwar mit Zeit und Urlaubstagen. Und da mich der Job nicht daran hindern soll, andere Vorhaben in die Tat umzusetzen, werde ich versuchen, ihn mit anderen Aktivitäten zu verbinden. Ich bin gespannt, ob mir das auch gelingt.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  05.09.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
05.09.2016

Zwischen Studium & Beruf

Studiumsersatz?

Beim Permakultur Design-Workshop, an dem ich teilgenommen habe, ging es unter anderem um nachhaltige Lebensweisen für die Menschheit und, wie wir ressourcensparend besser zusammenleben können. Die Antwort lautete – durch cleveres Design. Wobei mit Design hier ein Prozess gemeint ist. Als Philosoph kann man sich zum Beispiel der Ethik widmen, als Banker über Lokalwährungen nachdenken, als Unternehmer überlegen, wie man regenerativ Geld verdienen kann, als Biologe erforschen, welche Pflanzen und Mikroorganismen für mehr Ernte sorgen und als Künstler seine Kreativität nutzen, um funktionelle Landschaftsformen zu entwickeln. Bei dem Workshop war wirklich für jeden etwas dabei. Dementsprechend gemischt war auch unsere Gruppe. Neben einer Fahrradmechanikerin saß zum Beispiel ein ITler. Vieles erinnerte mich an mein Ökologiestudium, aber der Kontext und die positiven Lösungsansätze waren andere. In einem Punkt unterscheidet es sich jedoch nicht: die Klimakrise: Ich bin überzeugter denn je, dass wir etwas ändern müssen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  30.08.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
30.08.2016