Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Studium & Beruf

Zeit für eine neue Sprache

Die Suche nach dem ersten Job gestaltet sich wie erwartet nicht ganz einfach. Es gibt einfach zu viele Bewerber, die um Stellen im humanwissenschaftlichen Bereich ringen. Um nicht vollkommen frustriert und depressiv zu enden, habe ich mir schon im Vorfeld überlegt, wie ich diese Überbrückungszeit gestalten kann.

Zu meinen drei Ideen gehörte zum einen, eine Fortbildung zu machen. Dieses Ziel habe ich mit der Zertifizierung zur Projektmanagement-Fachfrau schon erreicht. Der zweite Plan ist es, die Stadt Berlin umfangreich zu erkunden. Ich versuche, einmal pro Woche einen neuen Ort zu entdecken und nehme mir für jedes Wochenende eine andere Tour vor. Es bräuchte aber noch viele Sonntage, bis ich das Gefühl hätte, mich wirklich gut auszukennen. Der dritte Plan bezieht sich auf etwas, was ich schon lange in Angriff nehmen wollte und wozu ich während des Studiums nie so richtig die Zeit gefunden hatte: Ich möchte fließend Französisch sprechen.

Eine Sprache zu erlernen ist zwar ein recht langfristiges Projekt, doch im Moment habe ich viel Zeit, um mich damit zu beschäftigen. Derzeit besuche ich einen Französischkurs an der Volkshochschule. Dieser findet zweimal in der Woche statt und ist wirklich günstig. Der Unterricht ist unterhaltsam und ich mache langsam Fortschritte. In spätestens zwei Monaten sollte ich den Kurs A1 abgeschlossen haben. Ich überlege aber bereits jetzt, ob ich den Fortsetzungskurs absolvieren sollte, um auf Level 2 zu kommen. Dafür könnte ich mir zum Beispiel einen Tandempartner suchen oder das Angebot des Jobcenters zum Online-Spracherwerb nutzen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  21.04.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
21.04.2016

Zwischen Studium & Beruf

Sprint zur Prüfung

Nach meiner rund dreimonatigen Fortbildung zur Projektmanagerin stand das große Finale an: Ich habe die rund 60-seitige Projektarbeit eingereicht, die im Rahmen der Zertifizierung zu erstellen ist. Darin habe ich ein Projekt zur Arbeitsmarktförderung von Asylbewerbern erarbeitet. Ich schlage vor, Menschen mit Asyl- und Fluchthintergrund gezielt in Ausbildungsberufe des Handwerks zu vermitteln. Ich habe hierfür einen Projektsteckbrief entworfen, den Ablauf und die Terminplanung skizziert, sowie die zur Kosten- und Finanzplanung aufgezeigt.

Nach Abschluss der Projektarbeit blieben auf dem Weg zur Zertifizierung für mich nur noch zwei letzte Hürden übrig: die mündliche und die schriftliche Prüfung. Es war schwer abzuschätzen, wie anspruchsvoll diese sein würde. Aus den Probeklausuren ging hervor, dass bereits winzige Details in der Fragestellung einen großen Unterschied bei der erwarteten Antwort machen können.

Am Tag vor der Prüfung schrieben wir eine letzte Probeklausur. Bei der Auswertung wurde noch mal auf einige Feinheiten hingewiesen. Am nächsten Morgen kamen wir dann früh zusammen, um die Prüfer kennenzulernen und die Klausur zu schreiben, die unseren Vorbereitungsklausuren glücklicherweise ziemlich ähnelte. Auch bei der mündlichen Prüfung hatte ich Glück. Ich kam als Sechste an die Reihe. Die Fragen, die ich aus dem Prüfungsstapel zog, waren absolut in Ordnung und bezogen sich auf Inhalte, die auch im Kurs besprochen worden wurden.  Kurzum: Alles ist gut gelaufen. Auch wenn es noch etwas dauern wird, bis ich die Ergebnisse bekomme, bin ich mir sicher, den Kurs gut bestanden zu haben.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  11.04.2016

Zwischen Studium & Beruf

Was tun?

Die Knieverletzung macht mir immer noch zu schaffen, schließlich hätte ich mir echt gut vorstellen können, als Aushilfslehrer in England zu arbeiten. Auch wenn ich noch viel dazulernen und praktische Methoden verinnerlichen muss, fiel das Feedback der Schüler in meinem Praktikum nämlich durchweg positiv aus. Sie wünschten sich sogar, dass ich bald zu ihnen zurückkehre. Leider stünde mir dafür ein Lehramtsstudium mit anschließendem Referendariat bevor. Und das, wo ich doch gerade meinen Bachelor in Ökologie in Schottland abgeschlossen habe.

Irgendwie ecke ich mit meinen Vorstellungen in Deutschland immer wieder an und scheitere an Formalitäten. Versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht für die Abschaffung des Ausbildungssystems und der gesetzlichen Vorschriften in diesem Bereich. Schließlich soll, wo Ingenieur drauf steht, auch Ingenieur drin sein. Aber irgendwie scheint mir der Quereinstieg in diesem System oftmals schwer. Vielleicht muss ich mich aber auch nur besser informieren. Auf den ersten Blick wirkte es so, dass ich auf jeden Fall ein Lehramtsstudium absolvieren müsste, wenn ich unterrichten möchte. Mittlerweile weiß ich, dass es in Berufsschulen die Möglichkeit gibt, auch mit einem anderen Studium als Lehrer zu arbeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen schafft man es also auch ohne Lehramtsstudium in den Vorbereitungsdienst. Aber leider war mein Bachelor nicht auf der Liste der zugelassenen Fachrichtungen.

Ein ganzes Studium will ich aber eigentlich nicht mehr machen. Vielleicht sollte ich mich doch selbstständig machen?

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  07.04.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
07.04.2016