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Zwischen Studium & Beruf

Last Minute - Vorstellungsgespräch

Bewerbungsgespräche sind für mich jedes Mal ein kleines Abenteuer. Dieses Mal stellte ich mich für eine Stelle als Flüchtlingskoordinatorin in Brandenburg vor. Da ich rund zwei Wochen vor dem Termin schon die Einladung erhielt, nutzte ich die Zeit und informierte mich über die Stelle, die Stadt, die Asyl-Infrastruktur und die legislativen Rahmenbedingungen.

Für die Anreise plante ich glücklicherweise einen großzügigen Zeitpuffer ein, den ich dann leider auch brauchte. Zuerst tauchten ganz unerwartet meine Mitbewohner mit Gästen auf und verursachten einen Badstau, dann hatte die Bahn Verspätung und zuletzt leitete mich Google Maps zu einem leer stehenden Gebäude. Ich fragte ein paar Passanten nach dem Weg, doch sie bestätigten, dass ich in der richtigen Straße bin. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch 20 Minuten bis zu meinem Termin hatte. Ich begann, Kreise rund um das Haus zu ziehen und versuchte, nicht durchzudrehen. Schließlich konnte mir ein Passant doch noch den entscheidenden Tipp geben. Der Straßenname bezieht sich nur auf einen Teil der Hauptstraße, biegt dann aber in eine Nebenstraße ab. Mit klopfendem Herzen erreichte ich mit knapp drei Minuten Verspätung schließlich doch noch das Ziel.

Trotz dieses aufregenden Starts schaffte ich es, mich wieder zu beruhigen. Nur meinen Schreibblock vergaß ich in der Tasche, was mich ziemlich ärgerte, denn auf dem Block hatte ich einige Punkte notiert, die ich unbedingt erwähnen wollte. Alles in allem verließ ich das Gespräch trotzdem mit einem recht guten Gefühl.

Leider bekam ich den Job dann nicht, aber ich habe es immerhin geschafft, einige sehr gute Antworten zu liefern – und sehe es als Übung.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  21.03.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
21.03.2016

Zwischen Studium & Beruf

Also doch Lehrer?

Ich bin auf ein sehr interessantes Programm gestoßen, das Uniabsolventen aus verschiedenen Studiengängen in Problemschulen schickt, nachdem sie zuvor als Lehrkräfte ausgebildet worden sind. Gesponsert wird „Teach First“ von großen Unternehmen. Der Einsatz geht über zwei Jahre und soll dabei helfen, Chancenungleichheiten im Bildungswesen zu reduzieren. Weil ich glaube, dass dies in Großbritannien aufgrund der hohen Anzahl an privaten Schulen vielleicht noch eine größere Herausforderung ist als in Deutschland, bewarb ich mich dort und wurde tatsächlich nach London zu einem Assessment-Center eingeladen. Dabei absolvierte ich ein Bewerbungsgespräch, löste eine Fallstudie, unterzog mich einer kleinen Lehrprobe, evaluierte mich stetig selbst und gab viel Feedback. Das Angenehme war, dass wir 26 Bewerber nicht in direkter Konkurrenz zueinander standen, da wir uns alle für verschiedene Fächer beworben hatten. Dennoch war das Programm hart und forderte mir einiges ab.

Sollte ich genommen werden, könnte ich so einen Abschluss in Erziehungswissenschaften erreichen, der mir auf ein späteres Masterstudium angerechnet würde, was ich mir gut vorstellen könnte. Drückt mir also die Daumen, dass ich ausgewählt werde.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  16.03.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
16.03.2016

Zwischen Studium & Beruf

Der erste Monat Projektmanagement

Ich habe nun den ersten Monat des Projektmanagementkurses geschafft und mein Kopf raucht. Der Kurs besteht aus 14 Personen und ich bin die zweitjüngste Teilnehmerin. Der Großteil der Mitglieder ist zwischen 30 und 45 Jahren alt und alle kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Von IT bis Kulturanthropologie ist alles dabei. Auch haben wir alle ganz unterschiedliche Vorkenntnisse. Einige Teilnehmer bringen Erfahrung als Projektleiter mit, andere kamen noch nie in Berührung mit Projektarbeit. Alles in allem eine Riesenherausforderung für das Lehrpersonal! Zum Glück hatten wir einen unglaublich guten Trainer, der sowohl inhaltlich als auch pädagogisch sehr kompetent ist. Er schafft es, alle Teilnehmer aktiv einzubinden und das Gelernte direkt in Übungsaufgaben anwenden zu lassen.

Bisher ging es vor allem um die Phasen des Projektstarts, der Initialisierung und Zieldefinition. Während eines Planspiels sollte unser Team zum Beispiel den Neubau einer Halle für einen Oldtimer-Verein planen. Ich habe die Funktion der Moderatorin übernommen. Meine Aufgabe war es, die unterschiedlichen Positionen und alle Teammitglieder miteinzubeziehen. Als Leitung musste ich zudem Entscheidungen treffen, für diese auch einzustehen und den Überblick behalten.

Auch die Projektkommunikation nahm einen großen Teil des Unterrichts ein. Aufgrund meines Studiums der Kommunikationsstörungen und der Friedens- und Konfliktforschung bringe ich sehr viel Wissen in interdisziplinärer Gruppenarbeit, Konfliktbewältigung, Teambuilding, Mediation und Verhandlungsstrategien mit. Das kommt mir nun zugute. Dennoch ist es für mich eine sehr spannende Erfahrung, diese Inhalte in einem neuen Kontext anzuwenden. Aus dem Kurs nehme ich bereits jetzt viele spannende Impressionen mit, doch es ist auch wirklich anstrengend. Auch deshalb freue ich mich sehr auf Ostern und eine kurze Pause.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  14.03.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
14.03.2016