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Zwischen Studium & Beruf

Der erste Monat Projektmanagement

Ich habe nun den ersten Monat des Projektmanagementkurses geschafft und mein Kopf raucht. Der Kurs besteht aus 14 Personen und ich bin die zweitjüngste Teilnehmerin. Der Großteil der Mitglieder ist zwischen 30 und 45 Jahren alt und alle kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Von IT bis Kulturanthropologie ist alles dabei. Auch haben wir alle ganz unterschiedliche Vorkenntnisse. Einige Teilnehmer bringen Erfahrung als Projektleiter mit, andere kamen noch nie in Berührung mit Projektarbeit. Alles in allem eine Riesenherausforderung für das Lehrpersonal! Zum Glück hatten wir einen unglaublich guten Trainer, der sowohl inhaltlich als auch pädagogisch sehr kompetent ist. Er schafft es, alle Teilnehmer aktiv einzubinden und das Gelernte direkt in Übungsaufgaben anwenden zu lassen.

Bisher ging es vor allem um die Phasen des Projektstarts, der Initialisierung und Zieldefinition. Während eines Planspiels sollte unser Team zum Beispiel den Neubau einer Halle für einen Oldtimer-Verein planen. Ich habe die Funktion der Moderatorin übernommen. Meine Aufgabe war es, die unterschiedlichen Positionen und alle Teammitglieder miteinzubeziehen. Als Leitung musste ich zudem Entscheidungen treffen, für diese auch einzustehen und den Überblick behalten.

Auch die Projektkommunikation nahm einen großen Teil des Unterrichts ein. Aufgrund meines Studiums der Kommunikationsstörungen und der Friedens- und Konfliktforschung bringe ich sehr viel Wissen in interdisziplinärer Gruppenarbeit, Konfliktbewältigung, Teambuilding, Mediation und Verhandlungsstrategien mit. Das kommt mir nun zugute. Dennoch ist es für mich eine sehr spannende Erfahrung, diese Inhalte in einem neuen Kontext anzuwenden. Aus dem Kurs nehme ich bereits jetzt viele spannende Impressionen mit, doch es ist auch wirklich anstrengend. Auch deshalb freue ich mich sehr auf Ostern und eine kurze Pause.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  14.03.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
14.03.2016

Zwischen Studium & Beruf

Und dann doch wieder in der Schule?

Irgendwie komisch war das dann doch, sechs Jahre nach dem Abi wieder in meinem alten Schulzentrum zu sein. Aber im Moment deuten alle Zeichen für mich darauf hin, dass ich im Bildungswesen aktiv werde. Ich selbst war der Schulbildung immer ein bisschen kritisch gegenüber gestanden. Wie sollten Lehrer, die nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hatten, wissen, wie sie uns darauf vorbereiten können? Mittlerweile hat sich meine Meinung gerade auch durch die sogenannten Gesamt-oder Werksrealschulen geändert.

Obendrein hat sich in unserer Stadt eine Montessori Initiative gebildet, die dem Pädagogik-Motto “Helfen sich selbst zu helfen” folgt. Hier agiert der Lehrer eher als Lernhelfer, was ich sehr interessant finde. Zwei Tage in der Woche verbringt die Montessori-Klasse in einem Freilandmuseum und darf dort nach den Tieren schauen, auf dem Hof mithelfen, ein Haus renovieren, Kochen oder anderen Projekten nacheifern. Gleichzeitig wird aber auch der reguläre Lernstoff in eigenständigen Lernphasen erarbeitet. In der Montessori-Klasse sitzen drei Jahrgangsstufen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus in einer 28-köpfigen Klasse zusammen. Welchen Abschluss die Schüler am Ende machen, ist offen. Einige werden aufs Gymnasium gehen, andere werden nach dem Hauptschulabschluss aufhören – das macht keinen besser als den anderen. Ich finde es super, dass sich alle gegenseitig unterstützen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  09.03.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
09.03.2016

Zwischen Studium & Beruf

Antrag auf Fortbildung

Es gibt die Möglichkeit, von den Agenturen für Arbeit eine Förderung für eine Weiterbildung zu erhalten. Diese Möglichkeit war für mich einer der wichtigsten Gründe erst einmal nach Berlin zu ziehen. Das Kursangebot ist hier einfach umfangreicher als in anderen Städten.

Schwieriger ist es, die entsprechende Bewilligung vom Jobcenter tatsächlich zu bekommen. So hörte ich von einigen meiner Kommilitonen, dass ihnen kein Bildungsgutschein gewährt wurde. Ich hatte jedoch Glück. Meine Betreuer sind sehr nett und sie unterstützten mich bei der Suche nach geeigneten Angeboten im Bereich Projektmanagement. Bei der Wahl des Bildungsträgers gilt es nämlich einiges zu beachten. Neben dem wöchentlichen Arbeitsaufwand ist es wichtig, auf die Form des Abschlusses zu achten. In Deutschland werden verschiedene Abschlüsse anerkannt. Manche Bildungseinrichtungen bieten Zertifikate in Anlehnung an einen dieser Abschlüsse an, jedoch nicht das echte Zertifikat. Da muss man wirklich aufpassen. Schon am Tag nach der Besprechung im Jobcenter bekam ich einen Termin bei einem Fortbildungsinstitut, um die Rahmenbedingungen und Details abzuklären. Der Kurs läuft zweieinhalb Monate in Vollzeit und wird mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie einer recht umfangreichen Projektarbeit von 60 Seiten abgeschlossen. Ich bin gespannt!

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  03.03.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
03.03.2016