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Zwischen Studium & Beruf

Das Durchhängerchen

Obwohl demnächst einige Bewerbungsgespräche anstehen, habe ich das Gefühl, in einer Dauerschleife des Wartens festzustecken. Auf eine meiner Bewerbungen bekomme ich erst nach den Faschingsferien eine Antwort und mein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit musste leider Krankheitsbedingt auf einen neuen Termin im März verschoben werden. Zuerst fand ich das nicht so schlimm, weil ich davon ausging, dass andere Leute den Termin wohl dringender bräuchten als ich. Aber nach den Rückschlägen in der letzten Zeit, hätte mir das Gespräch wohl etwas Sicherheit gegeben.

Eigentlich habe ich auch eine lange Liste von Dingen, die es noch zu tun gäbe: zur Post gehen, putzen, Zeit verbringen mit Oma, Texte überzeugen, Bewerbungen schreiben oder mich über einen Onlinekurs weiterbilden. Auch dachte ich darüber nach, mich in der Gemeinde und der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Bei der Einführung frage ich mich aber, ob ich hier überhaupt hingehöre oder es nur um das Verlangen nach Bestätigung geht.

Außerdem merke ich nun, nachdem ich vier Jahre weg von daheim war, dass sich mein Lebensstil ganz schön verändert hat – und ich mich auch. Mit meinen Eltern ecke ich nun jedenfalls wieder mehr an. Es wird Zeit, dass sich an der Bewerbungsfront etwas tut. Denn obwohl ich weiß, dass Tiefs zum Leben dazugehören, bin ich momentan irgendwie deprimiert. Aber keine Sorge, ich komme da schon wieder raus.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  17.02.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
17.02.2016

Zwischen Studium & Beruf

Nachbarschaftszentren

Ich möchte gern Französisch lernen! Da die Jobsuche bei sozial- und geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen ja mal locker ein halbes Jahr dauern kann, ist für mich nun der optimale Zeitpunkt, mich mit einer neuen Sprache intensiv auseinanderzusetzen. Leider wurde mein Plan dadurch etwas ausgebremst, dass momentan kein Kurs an der Uni oder den Volkshochschulen startet. Also entdeckte ich die Berliner Nachbarschaftszentren, die ich noch gar nicht kannte. Dort werden generationsübergreifend Kurse für Anwohner angeboten. In dem Zentrum bei mir um die Ecke finden unter anderem Gedächtnissport, Yoga, Gitarren- und Photoshop-Kurse sowie ein Brettspieletreff statt – Französisch wird auch angeboten.  Auf gut Glück ging ich einfach mal zu dem Kurs, der von einer pensionierten Französischlehrerin gehalten wird, und wurde sehr nett von einer Gruppe Senioren aufgenommen.

Das Lernen dort ist absolut stressfrei und obwohl ich bislang kaum ein Wort in Französisch korrekt aussprechen kann, fühle ich mich bestens integriert und lerne spielerisch jedes Mal etwas Neues dazu. Kleine Texte wechseln sich mit Dialogen, Spielen, Gedichten, Liedern und Diktaten ab. Wenngleich ich so die Sprache vielleicht nicht besonders schnell lerne, freue ich mich schon jetzt auf das nächste Treffen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  17.02.2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
17.02.2016

Zwischen Studium & Beruf

Beruf oder Berufung

Mir gefällt der Gedanke, dass, wenn man keinen Beruf findet, der einem zusagt, man sich den Beruf vielleicht selbst schaffen muss. Gut, manchmal muss man vielleicht auch nur besser suchen und sich im Klaren sein, was einem liegt und was man möchte.

Ich habe jedenfalls mittlerweile verschiedene Orientierungs- und Karrierefindungsunterlagen durchgearbeitet. Dazu gehörten unter anderem inspirierende und motivierende Videos. Bei den englischsprachigen Materialen klingt aber oftmals einfach nur das amerikanische „You-can-do-it“ durch, ein „Lass-dich-nicht-runter-kriegen“ und „Du-bist-der-einzige-auf-der-Welt-der-das-schaffen-kann“. Also quasi: Lebe deinen Traum! Egal was es ist – wenn du nur hart genug daran arbeitest und Leute davon überzeugst, wirst du damit auch Geld verdienen. Das erzählen Sportler, Musiker, Künstler und Selbstständige. Was durchschallt ist, dass man seinen aktuellen Job kündigen und keine Zeit verlieren sollte, sich selbst zu verwirklichen.

Mein erster Gedanke dabei war, dass es mir Spaß macht, Mentor zu sein und andere bei ihrem Werdegang durch Rat, Tat und Motivation zu begleiten. Im Wochenrhythmus Leuten zu helfen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, motivierende Reden zu halten und durch Taten zu inspirieren, würde mich bestimmt glücklich machen. Das wäre dann vielleicht meine Berufung und mein Lebenslauf.

Soll ich mich also selbstständig machen? Ich finde es aber immer noch ein bisschen komisch, sich selbst so in den Mittelpunkt zu stellen und einfach sein Ding zu machen – was mich auch definitiv noch davon abhält. Aber das kann ich vielleicht auch lernen. Andererseits gibt es mittlerweile viele Stellen im Bereich Personalmanagement, bei Bildungseinrichtungen oder anderen großen Organisationen, die Berater und Workshopleiter suchen. In Großbritannien gibt es meines Wissens sogar private Bildungsunternehmen, die in Schulen gehen und Schüler dort mit Tipps und Tricks für den Abschluss motivieren. Also soll ich nun zurück zu meiner Berufung, erst einmal einen Beruf ausüben oder doch Lehrer werden?

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  11.02.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
11.02.2016