Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zwischen Studium & Beruf

Beruf oder Berufung

Mir gefällt der Gedanke, dass, wenn man keinen Beruf findet, der einem zusagt, man sich den Beruf vielleicht selbst schaffen muss. Gut, manchmal muss man vielleicht auch nur besser suchen und sich im Klaren sein, was einem liegt und was man möchte.

Ich habe jedenfalls mittlerweile verschiedene Orientierungs- und Karrierefindungsunterlagen durchgearbeitet. Dazu gehörten unter anderem inspirierende und motivierende Videos. Bei den englischsprachigen Materialen klingt aber oftmals einfach nur das amerikanische „You-can-do-it“ durch, ein „Lass-dich-nicht-runter-kriegen“ und „Du-bist-der-einzige-auf-der-Welt-der-das-schaffen-kann“. Also quasi: Lebe deinen Traum! Egal was es ist – wenn du nur hart genug daran arbeitest und Leute davon überzeugst, wirst du damit auch Geld verdienen. Das erzählen Sportler, Musiker, Künstler und Selbstständige. Was durchschallt ist, dass man seinen aktuellen Job kündigen und keine Zeit verlieren sollte, sich selbst zu verwirklichen.

Mein erster Gedanke dabei war, dass es mir Spaß macht, Mentor zu sein und andere bei ihrem Werdegang durch Rat, Tat und Motivation zu begleiten. Im Wochenrhythmus Leuten zu helfen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, motivierende Reden zu halten und durch Taten zu inspirieren, würde mich bestimmt glücklich machen. Das wäre dann vielleicht meine Berufung und mein Lebenslauf.

Soll ich mich also selbstständig machen? Ich finde es aber immer noch ein bisschen komisch, sich selbst so in den Mittelpunkt zu stellen und einfach sein Ding zu machen – was mich auch definitiv noch davon abhält. Aber das kann ich vielleicht auch lernen. Andererseits gibt es mittlerweile viele Stellen im Bereich Personalmanagement, bei Bildungseinrichtungen oder anderen großen Organisationen, die Berater und Workshopleiter suchen. In Großbritannien gibt es meines Wissens sogar private Bildungsunternehmen, die in Schulen gehen und Schüler dort mit Tipps und Tricks für den Abschluss motivieren. Also soll ich nun zurück zu meiner Berufung, erst einmal einen Beruf ausüben oder doch Lehrer werden?

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  11.02.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
11.02.2016

Zwischen Studium & Beruf

Jobsuche, dann mal los!

Die erste Frage: Wo suche ich nach Stellenanzeigen? Da viele meiner Kommilitonen schon länger in der Bewerbungsphase sind, fragte ich sie zunächst nach ihren „Lieblingsportalen“. Die Liste dieser Portale ist bei mir mittlerweile auf fünf Seiten gewachsen, da ich viele gute Tipps bekam. Einige Portale sind allgemeiner, einige nur für bestimmte Jobs oder Regionen. Es lohnt sich auf jeden Fall, Personen mit ähnlichen Suchpräferenzen zu fragen, was sie empfehlen können. Ich habe mir nun einige Portale rausgepickt, die viele Stellen für meinen Bereich ausweisen.

Doch schon taucht die zweite Frage auf: Was suche ich eigentlich? Eine Referentinnentätigkeit? Eine Assistentenstelle? Oder vielleicht doch eher eine wissenschaftliche Mitarbeit? Nein, Promotion eher nicht. Was ist mit Sachbearbeitung? Entspricht das noch meiner Qualifikation? Projektmitarbeit klingt nett. Soll ich mutig sein und es auch als Projektleiterin oder Geschäftsführerin versuchen oder erst einmal Beraterin werden? Sind Volontariate und Traineestellen sinnvolle Einstiegsmöglichkeiten? Ich muss mir überlegen, wo die Reise hingehen könnte. Die Palette, die mich interessiert, reicht von der wissenschaftlichen und inhaltlichen Themenbearbeitung über Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, bis zur Durchführung von Projekten, Monitoring, Gremienarbeit und Koordination.

Ich bin froh, in vielen Bereichen Erfahrungen vorweisen zu können, doch es ist trotzdem nochmal eine Kunst für sich, mit einem einfachen Anschreiben zu überzeugen. Es gibt so viele Spielregeln, die sich teils widersprechen. Spannend fand ich den Tipp, aufzuzählen, was man nicht kann, oder durch das Design der Bewerbung aufzufallen. Vor allem amerikanische Webseiten geben da ein paar interessante Tipps, um sich von der „grauen Masse“ abzuheben. Meine eigene Erfahrung ist, dass anrufen sehr hilfreich sein kann. Denn so weiß man schon vorher, wo die Herausforderungen der Stelle liegen und was die Hauptanforderungen sind.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  10.02.2016
Autor: Anni
Rubrik: studium
10.02.2016

Zwischen Studium & Beruf

Künstler in Berlin

Auf meiner Heimfahrt vor Weihnachten hörte ich auf der Fähre zwei Deutsche, die sich darüber unterhielten, wie toll es sei, in Berlin zu leben. Durch Erasmus-Austausch, Studienprojekte oder Beziehungen ziehe es uns Deutsche ja überall hin, aber dass auch Berlin eine inspirierende Metropole sei, vergäßen viele. Das leuchtete mir damals ein und ich war schon in den Startlöchern, um im Februar nach Berlin zu ziehen. Aber dann kam doch wieder alles anders. Doch mehr dazu im nächsten Text.

Dank meines Bruders kam ich im Januar dann aber doch noch nach Berlin, um ihn dort beim Filmen eines Interviews zu unterstützen. Diesmal ließen wir den Bundestag, die Museen und Kneipen außen vor und schlenderten nach getaner Arbeit über das Tempelhofer Feld, entdeckten urbane Gärten und suchten alternative Unterhaltungsmöglichkeiten. Das ließ sich in Berlin alles ziemlich leicht finden. Vor allem was das kulturelle Angebot betrifft.

Dem konnte ein Bekannter, den wir am Tag unserer Abreise zum Frühstück trafen, nur beipflichten. Er umschrieb es so: Wenn er mit dem Zug durch Deutschland reise, wären die Gespräche in Berlin sehr auf Kultur und Intellektuellem bedacht, wohingegen je weiter er in den Süden komme, die Inhalte sich eher um Produktivität und Pragmatisches drehen würden. Er meinte, Berlin böte eine große Vielfalt und würde es auch Künstlern erlauben, über die Runden zu kommen. Was er sich in München hingegen nicht vorstellen könne.

Es gibt sie also doch die Menschen mit alternativem Lebensstil, die Unabhängigen und die Freigeister, die sich in der Masse einer Hauptstadt gut integreren können. Um ein ungewisses Arbeitsverhältnis einzugehen, braucht man wohl doch nicht so viel Mut, wie ich dachte. Und wer sich selbst versorgen und dabei noch Gutes für die Gesellschaft tut, sollte doch auch als jemand angesehen werden, der was „Gscheits“ macht, oder? Ich jedenfalls genoss unser Gespräch und fuhr voller Euphorie und mit vielen neuen Ideen für mögliche Projekte Richtung Heimat gen Süden.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  05.02.2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
05.02.2016