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Medizin studieren

Dumm gelaufen

Manchmal ist Medizin einfach nur eklig. Das ist für die meisten Nicht-Mediziner wahrscheinlich keine herausragende Neuigkeit. Aber mich hat es neulich doch ziemlich überrascht, dass es noch so manches gibt, was mich nicht kalt lässt. Schließlich habe ich in den vergangenen Jahren vieles gesehen, was alles andere als schön war – ob nun eklig, einfach nur schrecklich oder auch mal lustig. Wenn man in der Notaufnahme ist oder ein Praktikum in der Unfallchirurgie macht, bekommt man so einiges mit.
In die Kategorie „dumm gelaufen“ passte nun im Rahmen unseres Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde-Praktikums der Fall einer Frau, die sich gerade mit einem Wattestäbchen das Ohr säuberte, als das Telefon klingelte. Im Eifer des Gefechts griff sie nach dem Hörer und vergaß dabei das Wattestäbchen im Ohr. Trommelfelle reißen auf viele Arten, in diesem Fall dürfte es aber ganz besonders schmerzhaft gewesen sein. Die Bilder, die uns davon gezeigt wurden, ließen selbst die Abgebrühtesten schwer schlucken. Da hinter dem Trommelfell eine Reihenschaltung an Gehörknöchelchen liegt, ist so eine Verletzung leider recht heikel und es gilt, einen Verlust des Hörvermögens zu verhindern. Ob das bei dieser Patientin geklappt hat, wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  13.02.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
13.02.2018

Medizin studieren

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Es gibt ja viele Bereiche in der Medizin, mit denen man als Laie keinen Kontakt hat, wenn man nicht unmittelbar betroffen ist. Wer weiß beispielsweise, dass es Fachärzte für Phoniatrie gibt, wenn man zum Beispiel als Kind eine Hörschwäche entwickelte und nun mit einem Cochlea-Implantat ausgestattet ist. Selbst ich als Medizinstudent wusste das bis vor wenigen Wochen nicht.
Oder aber man hat einfach keinen Kontakt zu bestimmten Disziplinen, obwohl man weiß, dass es diese gibt. So ging es mir bis vor Kurzem mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wir hatten nun ein Praktikum in dieser Fachabteilung und waren auf einmal mit einem zweijährigen Jungen konfrontiert, der außer Schokolade absolut nichts anderes essen wollte. Therapiemöglichkeiten wie Hungerversuche, die zunächst ziemlich martialisch klingen, aber tatsächlich etwas bringen können, waren schon gescheitert. Selbst nach 24 Stunden ohne Essen weigerte sich der Kleine, etwas anderes als Schokolade zu sich zu nehmen. Jetzt könnte man anbringen, dass es Schlimmeres gäbe und ein Krankenhausaufenthalt hier übertrieben sei. Aber schon im Hinblick auf gesunde Ernährung ist dieser Einwurf schnell entkräftet. Abgesehen davon kann man sich sicherlich vorstellen, wie belastend es für eine Familie werden kann, wenn sich ein Kind nicht nur gegen grünes Gemüse wehrt, sondern einfach grundsätzlich alles boykottiert, was nicht braun und zuckersüß ist.
Wie es im Fall dieses Kindes weitergeht, wird sich zeigen. Die Hoffnung, das ist das Schöne in der Kinderpsychiatrie, ist, dass sich das „auswächst“.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  08.02.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
08.02.2018

Medizin studieren

Einfach mal anfangen!

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, fällt es mir manchmal schwer, mit etwas anzufangen. Deshalb beschloss ich dieses Mal, einfach loszulegen – ohne großen Plan von Formatierungen, Vorgaben oder sonstigen Formalia. Ich startete mit dem einfachsten Teil meiner Dissertation: Material und Methoden.
An sich ist das eine ziemlich stumpfsinnige Angelegenheit, weil man die meiste Zeit damit verbringt, im Labor unzählige Reagenzien zu suchen, die Produktnummern aufzuschreiben und den Firmen-Hauptsitz zu googeln. Das Ganze wiederholt man gefühlt tausend weitere Reagenzien, Kits, Gerätschaften sowie Software. Dann schreibt man nieder, wie, warum und in welchen Mengen man diese Zutaten zusammengeschüttet hat und ergänzt damit den Material- um seinen Methoden-Part.
Sobald ich damit fertig war, fühlte ich mich unbeschreiblich toll und produktiv, schließlich waren damit schon 25 Seiten fix. Da ich die Abbildungen für meine Ergebnisse bereits zusammengefasst hatte, war auch der Ergebnis-Teil nicht mehr das große Hexenwerk, sodass ich nach einer weiteren Woche bei knappen 40 Seiten meiner Dissertation stehe. Auch was Formatierungen und ähnliches angeht, bin ich ein paar Schritte weiter, wenn auch noch bei weitem nicht fertig.
Trotzdem liegen noch rund 95 Prozent der Arbeit vor mir. Aber sicher wird mir vieles leichter fallen, jetzt, wo das Rad zu drehen begonnen hat. Ein bisschen freue ich mich sogar darauf, Einleitung und Diskussion in Angriff zu nehmen – mal sehen, wie lange noch!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  02.02.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
02.02.2018