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Medizin studieren

Französisch pauken

Da ich in meiner Schulzeit außer Englisch leider keine brauchbare Sprache gelernt habe, beschloss ich vor einem Jahr, die Gelegenheit auf das Erlernen einer Fremdsprache – nämlich durch einen Sprachkurs an der Uni – beim Schopf zu packen. Für mich als versierten Frankreich-Reisenden war Französisch die naheliegende Wahl. Dummerweise sind Uni-Kurse, vor allem die Einsteigerkurse, in der Regel innerhalb kürzester Zeit belegt. Ich bekam daher leider keinen Platz im Anfängerkurs.
Obwohl frustriert, nahm ich mir dennoch vor, die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen. Deshalb besorgte ich mir die alten Französisch-Bücher eines Kommilitonen, paukte an fünf Tagen in der Woche je eine bis eineinhalb Stunden, löste die Aufgaben und pflegte eine Vokabelsammlung. Als ich im folgenden Semester auch nicht in den A2-Kurs kam, war ich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Doch am Ende schaffte ich es, mich dazu zu motivieren, ein weiteres Semester täglich alleine zu lernen. Und siehe da: Dieses Semester gelang mir der Coup, direkt in den B1-Kurs aufgenommen zu werden, ohne je auch nur ein Wort Französisch gesprochen zu haben. Nicht, dass ich das sonderlich erstrebenswert fände, vielmehr möchte ich das Problem dabei betonen: All die anderen Kursteilnehmer haben in der Schule Französisch und entsprechend schon ausreichend Gelegenheit gehabt, die Sprache zu hören und selbst zu sprechen. Ich hingegen habe kaum Probleme mit den Texten, auch grammatikalisch bin ich einigermaßen fit – aber ich bekomme kein Wort heraus.
Das nächste Problem ist, dass ich seit Kursbeginn kaum noch selbst lerne. Irgendwie ist die Motivation, alleine daheim zu lernen, nicht sonderlich hoch. Schade, denn ich merke, wie mein Wissen langsam wieder schwindet. Ich muss mir wohl für die Semesterferien einen Lernplan erstellen und ein paar Vokabeln pauken!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  26.02.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
26.02.2018

Medizin studieren

Disziplin

Ohne Disziplin würde wohl kaum ein Mensch jemals einen Abschluss erlangen, Deadlines einhalten, sein Gewicht halten – oder eine Doktorarbeit schreiben. Ich bin eigentlich kein undisziplinierter Mensch, das würde mir sonst vermutlich auch schnell um die Ohren fliegen. Als Abiturient hätte ich jedenfalls jeden Medizinstudierenden, der für sich Faulheit oder Disziplinlosigkeit beansprucht, freiheraus ausgelacht. Doch ich gehöre zu denen, die hart an ihrer Disziplin arbeiten müssen: Ich mache mir schon Wochen im Voraus Lernpläne, denn sonst passiert es schnell, dass ich selbst kurz vor einer Prüfung einen ganzen Tag im Bett liege und Serien schaue. Die Menge an zu lernendem Stoff lähmt mich, sodass ich am Ende gar nichts erledige.
Deswegen habe ich mir schon früh angewöhnt jeden Tag durchzuplanen und genau festzulegen, was ich zu lernen habe. Oft variiere ich das, aber solange ich weiß, dass ich mich in zwei Tagen mit Psychopharmaka auseinandersetzen muss, mache ich das meist auch.
Die Kehrseite der Medaille ist dabei, dass ich in den Klausurphasen nicht sonderlich flexibel bin. Spontane Planänderungen haben nämlich gleich fundamentale Auswirkungen auf meinen bis zum letzten Tag vor der Klausur durchorganisierten Lernplan. Da ist wenig Raum für einen kurzen mittäglichen Abstecher in die Stadt oder auf den Markt.
Aber da das nur ungefähr zwei Monate im Jahr betrifft, kann ich ganz gut damit leben – auch wenn die Sehnsucht nach einem klausurenfreien Leben immer größer wird. Sind ja nur noch drei Jahre ...

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  19.02.2018

Medizin studieren

Dumm gelaufen

Manchmal ist Medizin einfach nur eklig. Das ist für die meisten Nicht-Mediziner wahrscheinlich keine herausragende Neuigkeit. Aber mich hat es neulich doch ziemlich überrascht, dass es noch so manches gibt, was mich nicht kalt lässt. Schließlich habe ich in den vergangenen Jahren vieles gesehen, was alles andere als schön war – ob nun eklig, einfach nur schrecklich oder auch mal lustig. Wenn man in der Notaufnahme ist oder ein Praktikum in der Unfallchirurgie macht, bekommt man so einiges mit.
In die Kategorie „dumm gelaufen“ passte nun im Rahmen unseres Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde-Praktikums der Fall einer Frau, die sich gerade mit einem Wattestäbchen das Ohr säuberte, als das Telefon klingelte. Im Eifer des Gefechts griff sie nach dem Hörer und vergaß dabei das Wattestäbchen im Ohr. Trommelfelle reißen auf viele Arten, in diesem Fall dürfte es aber ganz besonders schmerzhaft gewesen sein. Die Bilder, die uns davon gezeigt wurden, ließen selbst die Abgebrühtesten schwer schlucken. Da hinter dem Trommelfell eine Reihenschaltung an Gehörknöchelchen liegt, ist so eine Verletzung leider recht heikel und es gilt, einen Verlust des Hörvermögens zu verhindern. Ob das bei dieser Patientin geklappt hat, wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  13.02.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
13.02.2018