Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Umweltschweine?

Im Prinzip habe ich diesen Sommer alle Strände und noch ein paar mehr besucht, die ich auch 2012 angefahren habe. Ich war auf den Spuren meiner damaligen Reise und muss letztendlich sagen: Viel verändert hat sich nicht. Meine Angst, einst schöne Strände könnten nun zubetoniert, „geheime“ Strände touristisch erschlossen und schöne kleine Wälder abgeholzt sein, bestätigte sich glücklicherweise nicht.
Allerdings sind deutlich mehr Leute unterwegs als noch vor fünf Jahren. Standen wir 2012 teilweise zu zweit an einem schönen Strand, waren es dieses Jahr schon eher 30 Autos. Einher geht damit, dass es dreckiger wurde – fast kein Platz, an dem nicht leere Bierdosen, versiffte Klopapiere, Kippenreste oder dergleichen mehr von anderen Urlaubern zeugten. Dabei ist es doch nicht schwer, seinen Müll mitzunehmen. Mülltonnen gibt es wahrlich genug.
Ich versuche, nicht allzu belehrend zu sein, aber das ist mir doch ein Anliegen. Also, an alle da draußen: achtet bitte darauf, einen Ort nicht vollkommen verdreckt zu hinterlassen. Alle nach euch freuen sich über wunderschöne Miniparkplätze mit Meerblick, Seeblick, Bergpanorama oder einfach einen einigermaßen sauberen Rastplatz auf dem langen Weg zurück in die Heimat!
Für mich geht die Reise, nach vielen Kilometern von Strand zu Strand, von Kletterwand zu Kletterwand, schließlich zu Ende. Noch nicht ganz zwar, denn ich arbeite noch eine bis zwei Wochen in dem Surfcamp, aber der Trip an sich ist vorbei! Jetzt freue ich mich darauf, nach zwei Jahren das erste Mal wieder Surfunterricht zu geben!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  17.11.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
17.11.2017

Medizin studieren

Hilfsbereitschaft

Manchmal tut die eigene Dummheit echt weh: An einem sehr schönen Strand angekommen, hatte ich mir vorgenommen, ein bisschen abseits zu parken. Denn der Großteil der „Parkplätze“ war entweder steinig, erdig oder grasbewachsen. Also fuhr ich mit dem Gedanken, viel besser als die anderen zu stehen an allen Autos vorbei. Ein wunderschöner Fleck – absolut autoleer, mit Meerblick, unter Pinien – bot sich ideal zum Autoabstellen, Hängematte aufhängen und Slackline spannen an. Allerdings trennten mich nur ein etwa zehn Meter breiter Sandstreifen vom Meer. Ich dachte noch: „O weh, aber wird schon gut gehen ...“, da drehten die Räder auch schon durch.
Ohne Chance, da wieder rauszukommen, stieg ich aus dem Auto aus. Es kamen schon die Ersten angetrabt, um zu schauen, was der Depp in seinem blauen Bus jetzt wohl macht. Glücklicherweise hielt sich die Schadenfreude in Grenzen und schnell fanden sich vier Jungs, die mich anschoben. Doch es half nicht im Geringsten.
Dann drängte sich ein älterer Spanier durch meine Helfergruppe nach vorne und redete auf Spanisch auf uns ein. Leider verstand ihn keiner und als er das begriff, bedeutete er mir, mitzukommen. Er fuhr mich 500 Meter weit zum ersten Haus, klingelte dort und erklärte dem öffnenden Mann wohl meine missliche Lage. Der wiederum schwang sich direkt auf seinen Traktor und langsam begriff ich.
Im Nu stand mein Bus auf sicherem Grund. Der Spanier hatte, wie sich herausstellte, am Morgen denselben Fehler begangen und war von ebendiesem Bauer selbst wieder auf festen Boden befördert worden. Ich war beiden zutiefst dankbar.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  15.11.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
15.11.2017

Medizin studieren

Hubschraubereinsatz

Viele Leute machen sich vor einer Reise schon Gedanken, ob sie die Sprache, die in dem Urlaubsziel gesprochen wird, gut genug beherrschen, um zurechtzukommen.

Beispielsweise kenne ich einige, die nicht gerne nach Frankreich fahren, da sie den Franzosen gegenüber Vorbehalte haben, diese könnten ausschließlich Französisch und kein Wort Englisch sprechen. Das habe ich so zwar noch nicht erlebt – bisher bin ich ohne großartige Französischkenntnisse immer sehr weit gekommen – das kann allerdings auch daran liegen, dass die Ecke Frankreichs, in die es mich eigentlich fast immer verschlägt, durch die Surferei schon recht englischsprachig geprägt ist.

Ganz im Gegensatz dazu Spanien, wie ich diesen Sommer immer häufiger feststelle: Selbst junge, studentisch wirkende Spanier bringt schon die Frage nach dem Weg, der Uhrzeit oder Vergleichbarem vollkommen in Verlegenheit. Zugegeben – meine   Spanischkenntnisse sind auch eher rudimentär. Aber dass Kommunikation in einem europäischen, touristisch stark erschlossenen Land wie Spanien, so schwer werden würde, überraschte mich dann doch.

Das hat ein älteres Ehepaar jedoch nicht im Geringsten daran gehindert, einen fast zehnminütigen Plausch mit mir zu halten: Nach einem anstrengenden Klettertag saß ich vor meinem Bus, als ein Bauer und eine Bäuerin mit ihrem Esel (in Asturien ist es in den Bergen mitunter noch sehr, sehr ländlich) an mir vorbeiliefen. Auf meiner Höhe hielten die beiden an und fingen an, sich mit mir zu unterhalten. Das lustige war, dass von meiner Seite nichts als „Hallo!“ und „ich verstehe nicht!“ kam. Letzteres wiederholten die beiden Alten auch gut gelaunt, erzählten aber munter weiter drauf los. Immer wieder mit einem „du verstehst nichts, oder?“ (so viel verstehe ich nämlich!) eingestreut. Nachdem ich das konsequent bejahte, ging der Mann dazu über, ein bisschen pantomimisch aktiv zu werden. Er machte einen Hubschrauber nach, der mitten auf der Straße landete. Seine Frau lachte ihn aus, ich wurde nicht schlauer. Erst als er so tat, als würde er klettern und dann schreiend nach hinten sprang und dann den Hubschraubereinsatz wiederholte, wurde mir klar, worum es ging.

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  10.11.2017