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Medizin studieren

Ab in den Urlaub

Zwar war ich dieses Jahr viel unterwegs, zum Beispiel auf einer Konferenz im Iran (siehe „Iran = Gastfreundschaft“), aber so richtig meine Semesterferien genießen konnte ich seit zwei Jahren nicht mehr. Für jeden Berufstätigen muss sich das lesen wie purer Zynismus, aber wenn nicht als Student, wann sonst soll man viel herumreisen und die Welt kennenlernen? Wenn das für mich so weitergeht, bin ich mit 26 Jahren Arzt und darf Dienste schieben bis ich 70 bin. Da finde ich es schon okay, jetzt ein bisschen auf die Bremse zu drücken und die Zeit, die ich noch habe, zu genießen. Zumal ich ja die vergangenen zwei Semesterferien komplett im Labor, die davor im Praktikum verbracht hatte.
Wohin geht es also dieses Mal? Heute Nacht starte ich in Richtung Paris. Ab dort werden wir zu zweit sein und zunächst Richtung Pyrenäen düsen, wo eine mehrtägige Hüttentour wartet. Ab dann steht der Sommer im Zeichen der Wellen: Die nordspanische Küste wird – in Erinnerung an meine Reise nach dem Abi 2012 – auf schöne Strände und gute Wellen abgeklappert. Ziel ist zunächst Galizien. Allerdings sollte genügend Zeit für die Fahrt bis hinunter nach Portugal, idealerweise Porto, drin sein. Gute sechs Wochen haben wir dafür Zeit, also mehr als genug.
Erst demnächst muss ich wieder in dem Surfcamp sein, in dem ich seit Jahren jobbe, um dort in der letzten Kurswoche und am Abbau mitzuarbeiten. Da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass das Wetter, vor allem aber die Wellen mitspielen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  10.10.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
10.10.2017

Medizin studieren

Mal wieder alles gut gegangen

Mit deutlich mehr Stress als gehofft, deutlich weniger Zeit als geplant und mehr Angst als befürchtet brach die letzte Woche vor den Klausuren an. Zwar schrieb ich nur vier Fächer mit – Psychosomatik, Mikrobiologie (MiBi), Augenheilkunde und HNO – doch es ist ja egal, wie entspannt etwas theoretisch sein könnte, ein bisschen Panik schiebe ich am Ende immer. Dieses Mal war ich mir gänzlich unsicher, ob ich alle Fächer bestehen würde. Und nach dem ersten Klausurtag (wir schreiben immer alle Fächer in einer großen, zwei Tage dauernden Klausur) war ich überzeugt, eine Ehrenrunde in MiBi drehen zu dürfen. Ärgerlich, da ich hier anfangs ein ziemlich gutes Gefühl gehabt hatte.
Aber egal, ran an Tag zwei: Innerhalb von 30 Minuten hakte ich die HNO-Fragen ab (dank Multiple-Choice wortwörtlich) und verabschiedete mich in meine Sommerferien. Lediglich die Ergebnisse blieb es noch zu erwarten. Aber da wir unsere Klausuren am Computer schreiben, lassen die meist nur wenige Stunden auf sich warten.
Sechs Stunden später dann die Gewissheit: keine Ehrenrunde. Die Steine, die mir vom Herzen fielen, hätte man theoretisch bis an die Atlantikküste, an die ich morgen aufbrechen werde, hören müssen. Ich hatte das achte Semester so gesplittet, dass ich nur noch ein paar Klausuren würde schreiben müssen, um mehr Zeit für die Doktorarbeit zu haben. Eine Wiederholung von MiBi wäre da sehr schlecht gekommen.
Aber so ist mal wieder alles gut ausgegangen und ich freue mich, seit sehr langer Zeit einen richtig langen Sommerurlaub genießen zu können!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  05.10.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
05.10.2017

Medizin studieren

Physikumslogbuch - Eintrag 4

Nun ist er da. Der Moment, in dem sich zeigt, was ich in den vergangenen Wochen gelernt habe, ob ich genug investiert habe, mich für die richtige unter fünf Antworten entscheiden kann und mit dem ständigen Wechsel verschiedener Themen zurechtkomme. Das schriftliche Physikum wurde an zwei Tagen geschrieben. Der erste umfasste die Fächer Chemie, Physik, Physiologie und Biochemie. Meine Nackenhaare stellen sich auch jetzt noch bei dem Gedanken an diese Fächer auf. Als ich in der Prüfung saß, habe ich mir den zweiten Tag herbeigesehnt, der aus Anatomie, Histologie, Biologie, Psychologie und Soziologie besteht. Beide Teile umfassten 160 Fragen. Wichtig war es, insbesondere die großen Themen wie Biochemie und Anatomie weitestgehend richtig zu beantworten.
Vier Stunden Zeit haben wir an jedem Tag bekommen, ungefähr 90 Sekunden standen also für jede Aufgabe zur Verfügung. Ich habe größtenteils mit dem „Thieme Examen Online“ vom Thieme-Verlag alte Aufgaben gelernt. Meine Durchschnittszeit dort betrug 28 Sekunden, ein Drittel der Zeit. Ich machte mir in der Prüfung also keine Sorgen darum, alle Aufgaben bearbeiten zu können. Nur entschied ich mich oftmals vorschnell, weshalb meine Trefferquote nicht immer die beste war.
Was sicherlich auch der eine oder andere kennt, ist, dass die Nervosität ein Brett vor dem Kopf hervorruft. Die Aufgaben aus der Physik, bei denen man rechnen musste, habe ich alle beim ersten Versuch falsch gemacht – außer ich hatte sie wirklich oft geübt. Ich schob sie aufs Ende der Prüfung hinaus und konnte mir so noch drei oder vier Punkte sichern. Also mein Credo: Nervosität akzeptieren und die schweren Aufgaben zum Schluss bearbeiten, als Bonus.
In der Anatomie und Histologie erhielt man ein Heft voller Bilder, zu denen im Aufgabenheft Fragen gestellt wurden. So wurden mikroskopische Aufnahmen in der Histologie, präparierte Körperteile oder einfach Körperoberflächen gezeigt. Teilweise zeigten die Aufnahmen nur kleine Ausschnitte und besonders in der Mikroskopie muss man das eine Detail finden, das einem den Weg weist. Der zweite Tag ließ sich aber um einiges schneller bearbeiten als der erste und fiel auch bei den meisten besser aus.
Die offiziellen Ergebnisse gibt es erst einige Wochen nach der Prüfung. Auf der Internetseite von Medi-Learn kann man seine Antworten aber bereits eintragen und sie mit anderen Prüflingen vergleichen. Außerdem bearbeitet ein Team von Medi-Learn selbst alle Fragen, sodass man abschätzen kann, wie gut man gewesen ist. Ungläubig glitt ich in den Stuhl, als ich das geschätzte Ergebnis sah – es könnte eine zwei werden.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  04.10.2017
Autor: Thilo
Rubrik: studium
04.10.2017