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Medizin studieren

Frankreich - Teil 2

Ein regnerisches Wochenende auf einem Parkplatz, noch dazu mit schlechten Wellen, kann ganz schön die Stimmung drücken. Keine normalen Toiletten, Duschen, eigentlich nichts, was auch nur den geringsten Komfort verspricht, waren in Reichweite. Daher entschieden wir uns, nach San Sebastian zu fahren und die Stadt zu besichtigen.
Zum Glück passte das schlechte Wetter am Wochenende zu der Abwesenheit von Wellen. Pünktlich zum Wiedereinsetzen des Sonnenscheins tauchten am Horizont aber auch wieder die ersehnten, langgezogenen Linien, die schöne große Wellen ankündigen, auf. Nicht mehr ganz so gut wie in der Woche zuvor, aber für uns gut genug! Letzten Endes muss man sich, egal wie die Wellen sind, immer vor Augen halten, dass es auf dem Münsteraner Aasee oder wo auch immer in Deutschland, eben gar keine Wellen gibt. Daher nehmen wir mit, was geht! Solange man sich das in Erinnerung ruft, genießt man jede Sekunde auf dem Wasser umso mehr. Letzten Endes wird der Abschied vom Ozean wie immer ziemlich schmerzhaft. Vor allem da ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht mehr ans Meer kommen werde. Zwar habe ich im Sommer nochmal drei Wochen Urlaub, aber eher in bergigeren und teils deutlich kälteren Gefilden. Danach stehen Praktika, Doktorarbeit und zum Abschluss das zweite Staatsexamen an. Viel Urlaub, Surfen und Sonne wird also in nächster Zeit nicht auf mich zukommen.

Medizin studieren

Frankreich - Teil 1

Mit dem Mietbus ging es dann doch ein bisschen schneller als gewohnt nach Südfrankreich. Aber kaum waren wir dort angekommen, begannen die Probleme: Zwar war alles neu, das Auto hatte erst 1.000 Kilometer auf dem Buckel und war frisch ausgebaut, aber leider hatte entsprechend auch noch niemand etwaige Mängel bemerkt. Das blieb dann uns überlassen. Voller Freude über den Kühlschrank, den wir im letzten Sommer doch ziemlich vermisst hatten, kauften wir lauter schöne Dinge ein, die man besser kühl lagert. Da wussten wir noch nicht, dass die Elektronik des Busses und somit auch der Kühlschrank nicht funktionierten. Die böse Überraschung erwartete uns am nächsten Tag, als die Milch für das Müsli nicht wie erwartet kalt und lecker, sondern warm und sauer war. Aber gut, davon lässt man sich keinen Urlaub vermiesen, nachdem wir das schon zwei Monate geschafft hatten, würden diese zwei Wochen auch zu machen sein.
Was die Wellen anging hatte ich mal wieder ziemliches Glück: Ich kam voll auf meine Kosten. Leider waren deshalb auch sehr viele Ortsansässige im Wasser, aber aufgrund der guten Wellen waren selbst diese notorisch coolen und schlechtgelaunten, manchmal leicht aggressiven Zeitgenossen ziemlich gut drauf. Besser hätte es nicht sein können! Pünktlich zum Wochenende und Schlechtwetterbeginn wurden dann auch die Wellen schlechter, sodass wir ohne weiteres in schönere Gegenden weiterfahren konnten.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  14.08.2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
14.08.2018

Medizin studieren

Wenn das Lernen schwerfällt

Diese Klausurenphase ist besonders schwer und unübersichtlich. Es ist die erste Prüfungsphase seit dem Physikum vor einem Jahr. Nun ist es so, dass meine Mitbewohnerin Clara ein Semester weiter ist und mir Tipps geben kann. Die sind nur leider nicht immer eins zu eins auf mich übertragbar, da sie andere Voraussetzungen als ich mitbringt. Dennoch habe ich mich beeinflussen lassen und auf ihren Rat hin zu wenig Zeit zum Lernen eingeplant. Der Einstieg fiel mir auch schwer. Ich habe kaum Vorlesungen besucht, also hatte ich gar keinen Überblick über den Umfang der einzelnen Fächer und musste wild drauf los lernen.
Während der paar Tage, die ich in der Bibliothek verbracht habe, habe ich mich immer gefragt, wie ich für das Physikum konsequent über mehrere Wochen lernen konnte. Meine Lernkondition war damals wesentlich besser. Nun bin ich nach vier Stunden bereits so müde, dass ich kaum weiter machen kann und einfach nur schlafen will. Bereits ein paar Tage vor den Prüfungen konnte ich mich kaum mehr mit neuem Wissen beschäftigen, sondern habe auf die Altfragen der vorherigen Semester gesetzt.
Sparflamme. Dieses Wort beschreibt sehr gut, wie ich mein Studium in den letzten Monaten geführt habe. Und das sollte man sich nicht zum Vorbild machen. Ich frage mich, wo mein Ehrgeiz geblieben ist. Oft denke ich an die Zeit in Asien zurück, die so unbeschwert war. All die Entspannung ist bereits nach wenigen Monaten wieder verflogen. Nun freue ich mich auf die Semesterferien, von denen ich einen ganzen Monat in Leipzig verbringen werde.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  13.08.2018