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Medizin studieren

Ein Bett für den Bus

Vor Kurzem habe ich mir eine schöne handwerkliche Abwechslung vom vielen Lesen und Pipettieren in meinem Münsteraner Alltag gegönnt: Ich baute mir ein Bett für meinen „neuen“ T4. So wird der kommende Sommer nicht nur abwechslungsreich und spannend, sondern auch erholsam. Denn wenn man den ganzen Tag am Klettern oder sechs Stunden im Wasser war und sich bis an die Krampfschwelle gesurft hat, sollte das Bett schon was drauf haben. Einerseits möchte ich es auch wieder aus dem Bus ausbauen, andererseits unter der Liegefläche all die Surfbretter, Neoprenanzüge, Kochutensilien und Klamotten verstauen können.
Also fuhr ich höchst motiviert in den Baumarkt, in der Annahme, „das bisschen Holz und die paar Schrauben“ seien schnell zusammengekauft und auch nicht allzu teuer - da habe ich mich wohl getäuscht!
Punkt 1: „Das bisschen Holz“ waren am Ende knappe zwanzig Meter Kantholz. Aber immerhin wird einem das ja nach Bedarf fachmännisch zusammengesägt, sodass sowohl der Transport, als auch die weitere Arbeit ganz entspannt vonstattengingen.
Punkt 2: „Das bisschen Holz und die paar Schrauben“ kosteten mich 90 Euro. Da hat es mir dann doch etwas die Schuhe ausgezogen!
Aber gut, nach getaner Arbeit war ich mit dem Ergebnis doch so zufrieden, dass ich mich über den Preis gar nicht mehr beschweren möchte. Nun fehlt nur noch eine bequeme Matratze und der Sommer kann kommen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  24.02.2017

Medizin studieren

Rund ums Blut

Woraus setzt sich unser Blut zusammen? Wie schafft es der menschliche Körper, sich auf veränderte Umgebungsbedingungen einzustellen und leistungsfähig zu sein? Wann ist er übersäuert? Und wie verhindert man, dass Blut zu schnell gerinnt?
All diese Fragen und noch viele weitere sind Thema des zweiten Physiologie-Testates, das in Kürze bevorsteht. Mit der Gewissheit, dass dieses Fach nicht anstrengend ist, sondern einfach nur Spaß macht, gehe ich noch gelassen an diese Prüfung: Zwei Wochen vorher anfangen zu lernen, sollte reichen – oder eine, oder ein paar Tage. Mal sehen.
Interessant sind besonders die Praktika. Unter anderem dürfen wir untereinander Blut abnehmen, um dieses später noch für weitere Versuche zur Bestimmung der Hämatokrit-Werte (das bezeichnet den zellulären Anteil des Blutes) und Gerinnungsdauer zu nutzen. Dafür wählt man bei der Person den favorisierten Arm, tastet und schaut, welche Vene am besten für eine Blutabnahme geeignet ist. Nachdem man am Oberarm einen Stauschlauch angelegt hat, der den Rückfluss des Blutes verhindern soll, damit die Venen auch prall sind, desinfiziert man den Bereich, zückt die Butterfly-Nadel und versucht es einfach mal. Oft klappt es nicht auf Anhieb, sodass eine Kommilitonin am Ende des Tages mit fünf Pflastern auf ihren Armen herumlief. Das Blut gibt wirklich viel Aufschluss darüber, welche Krankheit ein Patient haben könnte. Entzündungswerte lassen sich messen, indem man Leukozyten (weiße Blutkörperchen) ermittelt, aber auch, wie schnell das Blut gerinnt. Gerinnt das Blut zu schnell, kann es bei Betroffenen zur Bildung von Thromben kommen, eine Zusammenlagerung von kleinen Blutteilen, die zu einer lebensgefährlichen Embolie der Lunge führen können. Gerinnt das Blut hingegen zu langsam, heilen Wunden nicht schnell genug. Dies kann dazu führen, dass man kleinere innere Blutungen erleidet.
Beim Thema Leistung überprüfen wir, wie der Körper reagiert, wenn er Belastung ausgesetzt ist, zum Beispiel wie sich Blutdruck und Puls verändern oder wie lange der Körper zur Regeneration braucht.
Begleitend zum Praktikum steht das Seminar an, in dem wir weitere Krankheitsbilder behandeln. So beispielsweise die Veränderungen der Blutgefäße durch eine übermäßige Zufuhr von Salz oder die Auswirkungen auf den Körper, wenn sein Säure-Base-Haushalt durcheinandergerät.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  23.02.2017
Autor: Thilo
Rubrik: studium
23.02.2017

Medizin studieren

Hurra, ein neuer Bus!

Nach meiner zweiwöchigen Suche nach dem perfekten neuen Bus war ich zunächst schon kurz vor dem Aufgeben: Entweder zu teuer, in schlechtem Zustand, zum Anschauen zu weit weg oder ich hatte einfach ein mulmiges Gefühl, wenn ich mit den Händlern telefoniert habe. Schließlich fand ich dann noch einen ziemlich gut erhaltenen VW T4. Klar, auch bei dem muss noch das ein oder andere gemacht werden, doch im Vergleich steht das Auto immer noch ziemlich gut auf der Straße.
Währende der Probefahrt fuhr ich damit in eine Werkstatt, deren Mitarbeiter mir mein gutes Gefühl bestätigten: Ein alles in allem guter Bus. Mit der Information konnte ich gut in die Preisverhandlung gehen und siehe da: genau eine Woche später sitze ich im Zug, um den bereits bezahlten Bus abzuholen. Danach heißt es noch Reifen holen, ummelde und soweiter, also der ganze Kram der zum Autokauf dazugehört, über den ich mir allerdings noch nicht so oft Gedanken machen musste.
Besonders dankbar bin ich meinem Vater, der mir durch sein zinsloses Darlehen einen riesigen Vertrauensvorschuss gewährt.
Denn ganz ohne Risiko geht das natürlich nicht: mein Plan ist, den Bus im nächsten Sommer ausgiebig zu nutzen, um ihn schließlich in einem Jahr wieder zu verkaufen! Wenn ich zu viel gezahlt habe, wird der Verlust recht hoch sein, daher bin ich auch noch ein bisschen nervös: Ist wirklich alles gut mit dem Auto? Setze ich nicht zu viel Geld in den Sand?
Letztlich beruhige ich mich immer wieder mit diesem Gedanken: Für den gleichen Zeitraum einen Bus zu mieten überstiege die Summe bei weitem. Solange ich also beim Wiederverkauf kein großes Minus mache, lohnt es sich auf jeden Fall. Außerdem teile ich mir das finanzielle Risiko, denn alleine werde ich die zwei Monate nicht im Bus umherreisen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  16.02.2017