Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Mut

Respekt. Ja, Respekt möchte ich aussprechen und zwar den Menschen, die sich ein Herz fassen und sich mitsamt ihrer Krankheitsgeschichte in unseren Biochemie-Vorlesungen vorstellen. Sie erzählen, wie es ihnen mit schweren Krankheiten geht und stellen sich unseren Fragen, auch zu unangenehmen Themen wie dem Sterben.
Kürzlich war ein Junge bei uns, der Anfang 2016 die Diagnose Leukämie bekommen hatte. Das Krankheitsbild war zunächst unspezifisch: Er konnte beim Fußball nicht mehr so lange durchhalten und fühlte sich müde, hielt es selbst aber für eine verschleppte Erkältung, vielleicht eine Grippe. Aber Krebs? Sowas haben doch nur andere. Doch dann ging seine Mutter mit ihm zum Arzt. Dieser nahm Blut ab und untersuchte den Jungen. Nach ein paar Tagen kam die schockierende Diagnose: Blutkrebs. Sofort leitete die Mutter alles in die Wege, sodass ihr Sohn behandelt werden konnte. Die Bestrahlungen begannen.
In unserer Vorlesung fragten wir ihn, wie es ihm ging – mit der Diagnose, aber auch mit der Therapie. Er antwortete: „Ich habe nicht richtig verstanden, wie ernst es war. Ich wusste, dass ich eine schwere Krankheit habe, dachte aber nicht im Entferntesten daran, auch sterben zu können – das tun doch nur alte Menschen.“ Die Therapie schlauchte ihn, aber er wusste, dass sie notwendig war. Nach einigen Monaten erholte er sich bereits gut, verlor zwar seine Haare, aber die waren bei der Vorstellung bei uns an der Uni bereits prächtig nachgewachsen. Seine Prognose für die Zukunft ist gut, Angst habe er keine.
Menschen wie ihm bin ich sehr dankbar. Denn sie erinnern mich daran, wofür ich Medizin studiere. Und ich begreife, dass zu einer Krankheit immer ein Mensch gehört, der denkt und fühlt, der Sorgen und Ängste hat – und Hoffnung.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  27.01.2017
Autor: Thilo
Rubrik: studium
27.01.2017

Medizin studieren

Autokauf?!

Da im August 2016 mein geliebter Bus den Geist aufgegeben hatte, war meine Planung für diesen Sommer lange wackelig. Die vergangenen fünf Jahre ging quasi nichts ohne meinen Volkswagen T3, in dem ich in dieser Zeit zusammengenommen fast ein halbes Jahr lang gelebt habe. Entsprechend schockiert war ich, als mir klar wurde, dass es gar nicht so einfach sein würde, ohne Auto in Europa rumzureisen. Klar, man kann überall hinfliegen, ist dort aber nicht so mobil und ein Leihauto ist ziemlich teuer. Außerdem kommen ohne Schlafmöglichkeit Kosten für Campingplätze oder Jugendherbergen oben drauf.
Nach kurzer Trauerphase war mir also klar, dass mittelfristig ein neuer Bus her muss. Doch woher das Geld dafür nehmen? Ich bin zwar einigermaßen sparsam, habe aber auch nicht mal eben 8.000 Euro für ein Auto zur Verfügung. Nach Verhandlungen mit meinem Vater gewährte dieser mir einen gehörigen Vertrauensvorschuss, nämlich ein zinsloses Darlehen, mit dem ich mir jetzt einen Bus kaufen möchte.
Doch so ein Autokauf hat mehr Tücken, als man denken mag: Für mich als absoluter Autolaie stellt die Probefahrt das erste ernstzunehmende Hindernis dar. Denn woher weiß ich, ob das Auto gut ist? Auf was muss ich achten? Zum Glück gibt es Checklisten und auch Werkstätten, bei denen man um Rat fragen kann, denn sonst wäre ich total aufgeschmissen.
Jedenfalls wartet jetzt erstmal eine neue Herausforderung auf mich, aus der ich hoffentlich mit neuen, wertvollen Erfahrungen herausgehen werde!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  24.01.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
24.01.2017

Medizin studieren

Progress Report

Da wir ziemlich viele Leute im Labor sind, die alle zwar am gleichen Thema forschen, aber an unterschiedlichen Projekten beteiligt sind, weiß man selten, was die Nebenfrau oder der Nebenmann da eigentlich pipettiert. Daher ist es Usus, wöchentliche Progress Reports abzuhalten, in denen immer ein Laborant erzählt, an was er momentan arbeitet.
Bis jetzt war ich bei dem einen oder anderen Report dabei und finde es spannend, worüber man sich alles den Kopf zerbrechen kann und was für Theorien zur Krankheitsbekämpfung es gibt. Womit ich als kleiner Medizin-Doktorand neben all den Biologie-Schwergewichten, die tatsächlich viel Ahnung von Laborarbeit und Naturwissenschaften haben, nicht gerechnet hatte, war, dass ich auch mal so einen Progress Report würde halten müssen.
Und so wurde ich vor drei Wochen darauf aufmerksam gemacht, dass es Anfang Dezember auch für mich so weit sein würde, ich also selbst ein Kurzreferat über mein Thema halten müsse. Auf Englisch. Eigentlich kein Problem, aber in Kombination mit dem Gefühl, mein Thema bei Weitem noch nicht durchdrungen zu haben, schnürt es mir doch ein bisschen die Kehle zu.
Wenigstens hat sich in den vergangenen zwei Wochen viel getan, was meine Resultate angeht. Auch das letzte Gespräch mit meinem Doktorvater war sehr ermutigend und so mangelt es mir nicht an Motivation. Nächste Woche arbeite ich mich in die Literatur ein, um mein Thema bis ins Letzte zu durchdringen – mein Wunschziel.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  19.01.2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
19.01.2017