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Medizin studieren

Indoor-Klettern

In Münster, einer der regenreicheren Städte Deutschlands, hatte es noch vor einigen Wochen, soweit ich mich erinnern konnte, mehr als einen Monat lang nicht mehr geregnet. Ganz im Gegenteil: So wie auch im Rest Deutschlands strahlte die Sonne die meiste Zeit und bewog Freibadbetreiber dazu, den Öffnungszeitraum um zwei Wochen zu verlängern. In der Hoffnung, das Wetter möge auch in Nürnberg so lange stabil bleiben, hatte ich mir überlegt, für das lange Wochenende rund um den Tag der deutschen Einheit in die Heimat zu fahren und im Frankenjura ein wenig klettern zu gehen. Während die Wetterfee Münster und auch Nürnberg in der Woche vor dem Wochenende noch mit fantastischen Temperaturen segnete, zeichnete sich in den Wettermodellen jedoch schon ein Umschwung ab. Das Bangen, ob der Regen denn zumindest bis Sonntag auf sich warten ließe, begann.
Also ab nach Nürnberg mit gefühlt zehn Kilo Ausrüstung im Schlepptau und der Hoffnung auf Sonnentage. Die erfüllte sich leider nicht. Immer wieder nieselte es, doch immerhin war es anfangs noch einigermaßen warm. Aber dann regnete es sich so richtig ein, sodass wir davon ausgehen mussten, dass der Fels und der Wald auch durchnässt sein werden.
Glücklicherweise freue ich mich auch so immer, mal wieder in die Heimat zurückzukehren. Und schließlich gibt es ja auch etliche Indoor-Ausweichmöglichkeiten, die von unzähligen ebenfalls enttäuschten Outdoor-Kletterern als kleines Trostpflaster genutzt wurden. Eine schöne Auszeit vom Labor war es allemal.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  16.11.2016

Medizin studieren

Selbst Patient sein

Urlaub. Ein Zeitraum, den man lange vorher plant und in dem man das Leben außerhalb des manchmal grauen Alltages genießen will. Genauso sah mein Plan aus: mit meiner Mitbewohnerin und zwei Freunden nach Polen fahren. Das tat ich auch – und brach mir am dritten Tag beim Sport das Wadenbein. So unangenehm das auch war, dieses Missgeschick ist für mich, weil ich Medizin studiere und als Arzt später selbstverständlich ständig mit kranken und hilfsbedürftigen Menschen zu tun haben werde, unglaublich interessant und eine wichtige Erfahrung. Es war sehr spannend, auch mal die andere Seite kennenzulernen – und die Einschnitte in der Lebensqualität.
In Polen wurde ich in einem Krankenhaus in Lebork versorgt. Man röntgte mein Bein, zeigte mir die Bilder und erklärte mir, dass es sich um zwei einfache Brüche des Wadenbeins handle, die problemlos innerhalb von vier bis sechs Wochen abheilen würden. Man gipste mein Bein ein, versorgte mich mit Anti-Thrombose-Spritzen und gab mir Krücken. Von nun an war ich stillgelegt. Aber ich errechnete im Kopf, dass bis zu meinem nächsten Urlaub noch genug Zeit für die Heilung ist, wenn die Aussagen des Arztes stimmten. Von wegen.
Zurück in Münster ging ich zur Kontrolle in die Notaufnahme. Nachdem man dort meinen als mittelalterlich bezeichneten Gips gelöst hatte, sagte man mir, dass man den Bruch unbedingt operieren müsste, da ich sonst nie wieder richtig Sport machen könnte. Man erklärte mir, dass es sich um eine Weber-C-Fraktur handle, zwei spiralförmige Risse sind in der Fibula, wie das Wadenbein genannt wird. Dazu bestehe die Möglichkeit, dass die Bänder zwischen der Fibula und der Tibia, dem Schienbein, gerissen sind, die für Stabilität sorgen. Das würde man dann aber erst während der Operation feststellen. Die Hoffnung, noch in den Urlaub fahren zu können, platzte augenblicklich.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  11.11.2016

Medizin studieren

Das Rad dreht sich wieder

Nach zuletzt eher entmutigenden Ergebnissen, zeichnete sich bei meiner Arbeit diese Woche eher ein Aufwärtstrend ab. Die meisten Experimente klappten, was an sich schon ein Erfolgserlebnis war. Dass dann die Ergebnisse aber, grob über den Daumen gepeilt, auch dem entsprachen, was erwartet wurde, toppte die Sache noch.
Das klingt jetzt vermutlich so, als wäre die ganze Sache eine ziemliche Mauschelei. Das ist sie aber nicht. Allein mit einem Ergebnis, das in die richtige Richtung weist, ist es ja bei Weitem noch nicht getan. Bei diesem Experiment ging es nämlich darum, „das n zu erhöhen“, also das gleiche Experiment ein paar Mal zu wiederholen, auf ähnliche Ergebnisse zu hoffen und so ein statistisch signifikantes Ergebnis zu erhalten.
Auch im Laboralltag schleicht sich jedoch schnell Routine ein, nämlich immer dann, wenn es um eben jenes „n“ geht, man also dasselbe Experiment immer wieder wiederholt.
Aber gut, ehrlich gesagt freue ich mich auch auf ein bisschen Redundanz. Das gibt mir Zeit, auch mal tiefer in der Materie zu stöbern, Paper zu lesen und das Projekt weiter zu planen. Langsam, aber sicher, habe ich nämlich nicht mehr das Gefühl, einfach nur stur das zu tun, was meine Betreuerin mir aufträgt, sondern immer mehr davon tatsächlich zu verstehen, selbst Ideen einbringen zu können und damit das Projekt zu meinem Projekt werden zu lassen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  09.11.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
09.11.2016