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Medizin studieren

Freizeitstress

Nach den Klausuren ist es bei mir eigentlich selten so, dass ich schlagartig nichts zu tun habe und absolut tiefenentspannt bin. Genauso war es auch dieses Mal wieder, denn mit Ende der Klausurenphase hieß es für mich, den Spontanurlaub nach Schweden vorzubereiten. Es geht mit meinem Bus zunächst nach Travemünde, um von dort per Fähre nach Trelleborg zu fahren. Ab da sind es dann nur noch ein paar Kilometer zu einem Kanucenter, von wo aus ich mit einem Kumpel zu einer einwöchigen Kanutour aufbrechen werde.
Da unsere Kanu-Erfahrungen nicht allzu groß sind, muss jetzt erst mal ein Grundstock an Hintergrundwissen her, damit wir Pack- und Einkaufslisten schreiben können. Dazu kommen dann Vorbereitungen für das Blockpraktikum, welches mich direkt im Anschluss an den Urlaub in die Herz-Thorax-Chirurgie bringen wird. Auch darauf bin ich schon ziemlich gespannt, allerdings lassen sich die Verantwortlichen dort recht viel Zeit, mich mit Infos zu füttern, sodass ich befürchte, am Sonntag aus dem Urlaub zurückzukehren, um am Montag dann komplett ratlos vor der Eingangstür zu stehen. Aber normalerweise erweisen sich solche Sorgen ja dann doch immer als unbegründet. Egal, jetzt heißt die nächste Station erst mal Schweden. In vier Tagen geht es los!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  29.08.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
29.08.2016

Medizin studieren

Das vergessene Fach

Wenn man sich das gesamte Semester über von Anatomie-Testat zu Anatomie-Testat hangelt, stundenlang an seiner Körperspende im Präpariersaal arbeitet und sich jeden Tag Seminare und Referate über die verschiedensten Themen, kann es vorkommen, dass man ein weiteres Fach im zweiten Semester vergisst: Biochemie. Ich zumindest habe das Fach in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt.
Es gab zwar alle zwei Wochen Praktika und Seminare für Biochemie – jedoch waren diese nicht besonders spannend. So fühlte ich mich in den Seminaren oft, als säße ich in einer Altgriechisch-Vorlesung. Das führte dazu, dass ich mich mehr mit meinem Tablet oder Handy beschäftigte als mit dem Stoff. Auf die Praktika musste man sich zwar vorbereiten, aber das Auswendiglernen von ein paar Floskeln hat gereicht, um durch das mündliche Antestat und die Abschlussbesprechung zu kommen.
Nun aber habe ich mir ein Herz gefasst und kämpfe mich durch den Abbau von Glucose, die Beta-Oxidation von Triacylglyceriden (Fette) und die Proteinbiosynthese, lerne, wie in unseren Zellen Energie gewonnen wird, was Insulin bewirkt und wie Stoffwechselprozesse gesteuert werden. Die Kenntnis darüber, wie Prozesse in unserem Körper ablaufen, ist schließlich ein absolut relevanter Bestandteil einer guten medizinischen Arbeit. Ich möchte nicht nur einfach durch diese Klausur kommen, ich will es auch wirklich verstehen, um später ein guter Arzt zu werden.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  23.08.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
23.08.2016

Medizin studieren

Klausur-Endspurt

Die letzten zwei Wochen vor der Klausur vergingen wie im Flug: aufstehen, lernen, Vorlesung, Sport, lernen und schlafen. Die finale Klausurenpanik packte mich dann eine Woche vor Prüfungsstart und führte dazu, dass ich mich entschloss, eine der zehn Klausuren zu schieben. Ein Neuheit für mich und auch gar nicht so einfach durchzuführen, da ein Schieben eigentlich nicht mehr möglich war. Einzige Option war also, absichtlich durchzufallen, um die Klausur dann im nächsten Semester nachzuholen. Da lege ich ja sowieso ein Freisemester ein, um für meine Doktorarbeit im Labor zu arbeiten. Die Arbeit dort werde ich Mitte August antreten und ich bin schon enorm gespannt. Ein geregelter Alltag für die nächsten neun Monate – irgendwie reizt mich das gerade ziemlich, denn es ist doch mal was ganz anderes als das eher unregelmäßige Studentenleben. Wirklich regelmäßig ist da nämlich immer nur die Klausurenphase, in der der Alltag hauptsächlich aus Lernen besteht.
Naja, aber am Ende klappt es dann doch immer ganz gut! So auch dieses Mal: Alle Klausuren liefen besser als erwartet und man wundert sich kurz über den Stress, den man sich vorher gemacht hat.
Jetzt heißt es erstmal, den spontan beschlossenen Urlaub in fünf Tagen auch tatsächlich zu planen. Wir gehen zu zweit in den Süden Schwedens, um für eine Woche eine Kanutour zu machen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  18.08.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
18.08.2016