Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Klausur-Endspurt

Die letzten zwei Wochen vor der Klausur vergingen wie im Flug: aufstehen, lernen, Vorlesung, Sport, lernen und schlafen. Die finale Klausurenpanik packte mich dann eine Woche vor Prüfungsstart und führte dazu, dass ich mich entschloss, eine der zehn Klausuren zu schieben. Ein Neuheit für mich und auch gar nicht so einfach durchzuführen, da ein Schieben eigentlich nicht mehr möglich war. Einzige Option war also, absichtlich durchzufallen, um die Klausur dann im nächsten Semester nachzuholen. Da lege ich ja sowieso ein Freisemester ein, um für meine Doktorarbeit im Labor zu arbeiten. Die Arbeit dort werde ich Mitte August antreten und ich bin schon enorm gespannt. Ein geregelter Alltag für die nächsten neun Monate – irgendwie reizt mich das gerade ziemlich, denn es ist doch mal was ganz anderes als das eher unregelmäßige Studentenleben. Wirklich regelmäßig ist da nämlich immer nur die Klausurenphase, in der der Alltag hauptsächlich aus Lernen besteht.
Naja, aber am Ende klappt es dann doch immer ganz gut! So auch dieses Mal: Alle Klausuren liefen besser als erwartet und man wundert sich kurz über den Stress, den man sich vorher gemacht hat.
Jetzt heißt es erstmal, den spontan beschlossenen Urlaub in fünf Tagen auch tatsächlich zu planen. Wir gehen zu zweit in den Süden Schwedens, um für eine Woche eine Kanutour zu machen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  18.08.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
18.08.2016

Medizin studieren

Magen und Herz: die Anatomie des Menschen

In den vergangenen Wochen habe ich an den Muskeln einer Körperspende gearbeitet. Als nächstes soll das Innere des Bauches näher untersucht werden.
Ich habe also den Bauch und den Brustkorb geöffnet, sodass oben die Lungen und unter der Dünndarm freilagen. Die beiden Lungenflügel nahm ich heraus, um an das darunter liegende Herz zu gelangen. Die Lungen werden so bearbeitet, dass alle Bronchien, Arterien und Venen gut auszumachen sind, ohne dabei die Lappen der Lunge allzu sehr zu beschädigen. Auch beim Darm lege ich die versorgenden Gefäße frei.
Ich schaute mir die anderen Körperspenden an und entdeckte Herzschrittmacher, künstliche Darmausgänge und sogar transplantierte Nieren. Es ist faszinierend, dass alle Menschen den gleichen anatomischen Aufbau besitzen, aber sich die Organe derart in Größe und Form unterscheiden. Man kann an ihnen ablesen, wie ein Mensch gelebt hat: Ich habe verhärtete Arterien ertastet, in denen sich Kalk gesammelt hatte, verdunkelte Lungen von Rauchern und feinstaubbelasteten Arbeitern gesehen, ebenso aber auch komplett gesunde Organe begutachtet.
Es ist für uns Medizinstudierende sehr hilfreich, auf diese Art und Weise lernen zu können. Ohne die Körperspenden wäre es nur halb so anschaulich, die Anatomie des Menschen zu begreifen, um dieses Wissen später dafür nutzen zu können, kranke Menschen gesund zu machen. Danke an alle, die sich zur Körperspende bereiterklärt haben!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  12.08.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
12.08.2016

Medizin studieren

In der Pfütze

Froh, von der Lernerei eine kleine Auszeit zu nehmen, machte ich mich mit drei Kommilitonen auf zum Hurricane-Festival in Scheeßel (Niedersachen). Uns lockten die guten Bands und dazu die Aussicht, ein paar andere Freunde dort zu treffen und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Leider wurde das Wetter extrem schlecht.
So schlecht, dass sich die Veranstalter bereits am ersten Festivaltag veranlasst sahen, das Programm zu unterbrechen und alle Leute in ihre Autos zu schicken. Bei rund 70.000 Menschen ist das natürlich nicht so leicht durchzusetzen. So harrten die meisten Leute auf dem Campingplatz aus, wie auch wir. Am Tag darauf erholte sich das Wetter dann soweit, dass zunächst wieder Bands spielen konnten, unser Campingplatz stand jedoch unter Wasser und so zelteten wir in einer Pfütze, die etwas zehn Zentimeter tief war. Wir nahmen es jedoch mit Humor.
Was die Laune dann aber fast zerstört hätte, war die Absage des kompletten Festival-Samstags. Bei Regen und ohne Musik versuchten wir, in unserer Pfütze die gute Laune zu bewahren. Irgendwie gelang uns das auch, sodass wir bis Sonntag durchhielten und durch wirklich gute Bands und absolut perfektes Wetter entlohnt wurden.
Nach dem letzten Act ging es schon wieder zurück nach Münster, wo wir morgens um sechs Uhr eintrudelten. Ein letztes Mal ausschlafen, tief Luft holen – dann ging es zum Klausuren-Endspurt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  08.08.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
08.08.2016