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Medizin studieren

Magen und Herz: die Anatomie des Menschen

In den vergangenen Wochen habe ich an den Muskeln einer Körperspende gearbeitet. Als nächstes soll das Innere des Bauches näher untersucht werden.
Ich habe also den Bauch und den Brustkorb geöffnet, sodass oben die Lungen und unter der Dünndarm freilagen. Die beiden Lungenflügel nahm ich heraus, um an das darunter liegende Herz zu gelangen. Die Lungen werden so bearbeitet, dass alle Bronchien, Arterien und Venen gut auszumachen sind, ohne dabei die Lappen der Lunge allzu sehr zu beschädigen. Auch beim Darm lege ich die versorgenden Gefäße frei.
Ich schaute mir die anderen Körperspenden an und entdeckte Herzschrittmacher, künstliche Darmausgänge und sogar transplantierte Nieren. Es ist faszinierend, dass alle Menschen den gleichen anatomischen Aufbau besitzen, aber sich die Organe derart in Größe und Form unterscheiden. Man kann an ihnen ablesen, wie ein Mensch gelebt hat: Ich habe verhärtete Arterien ertastet, in denen sich Kalk gesammelt hatte, verdunkelte Lungen von Rauchern und feinstaubbelasteten Arbeitern gesehen, ebenso aber auch komplett gesunde Organe begutachtet.
Es ist für uns Medizinstudierende sehr hilfreich, auf diese Art und Weise lernen zu können. Ohne die Körperspenden wäre es nur halb so anschaulich, die Anatomie des Menschen zu begreifen, um dieses Wissen später dafür nutzen zu können, kranke Menschen gesund zu machen. Danke an alle, die sich zur Körperspende bereiterklärt haben!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  12.08.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
12.08.2016

Medizin studieren

In der Pfütze

Froh, von der Lernerei eine kleine Auszeit zu nehmen, machte ich mich mit drei Kommilitonen auf zum Hurricane-Festival in Scheeßel (Niedersachen). Uns lockten die guten Bands und dazu die Aussicht, ein paar andere Freunde dort zu treffen und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Leider wurde das Wetter extrem schlecht.
So schlecht, dass sich die Veranstalter bereits am ersten Festivaltag veranlasst sahen, das Programm zu unterbrechen und alle Leute in ihre Autos zu schicken. Bei rund 70.000 Menschen ist das natürlich nicht so leicht durchzusetzen. So harrten die meisten Leute auf dem Campingplatz aus, wie auch wir. Am Tag darauf erholte sich das Wetter dann soweit, dass zunächst wieder Bands spielen konnten, unser Campingplatz stand jedoch unter Wasser und so zelteten wir in einer Pfütze, die etwas zehn Zentimeter tief war. Wir nahmen es jedoch mit Humor.
Was die Laune dann aber fast zerstört hätte, war die Absage des kompletten Festival-Samstags. Bei Regen und ohne Musik versuchten wir, in unserer Pfütze die gute Laune zu bewahren. Irgendwie gelang uns das auch, sodass wir bis Sonntag durchhielten und durch wirklich gute Bands und absolut perfektes Wetter entlohnt wurden.
Nach dem letzten Act ging es schon wieder zurück nach Münster, wo wir morgens um sechs Uhr eintrudelten. Ein letztes Mal ausschlafen, tief Luft holen – dann ging es zum Klausuren-Endspurt!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  08.08.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
08.08.2016

Medizin studieren

Testat Numero zwei

Beim zweiten Testat musste ich an einer Körperspende zeigen, was ich in den vergangenen Wochen gelernt habe. Ich habe sämtliche Muskeln des menschlichen Körpers freigelegt, die versorgenden Gefäße dargestellt und die Nerven sichtbar gemacht. Mit größter Sorgfalt und enormem Respekt stand ich Tag für Tag im Unterrichtssaal, um die Körperspende möglichst gut zu bearbeiten. Die Prüfung lief trotzdem schlecht.
Zuerst fragte mich die Prüferin, was in den vergangenen Wochen mein Gebiet gewesen sei. Ich antwortete ihr, dass ich an der Rückseite des rechten Oberschenkels gearbeitet hatte. Die Muskeln an der Körperspende waren in der Prüfung ziemlich schlecht ausgeprägt und ich erkannte deshalb kaum, um welche Muskeln es sich handelte. Ich sah meiner Prüferin an, dass sie unzufrieden mit meinen Antworten war.
Sie deutete auf den Arm der Körperspende und bat mich, doch ein paar Nerven zu zeigen und zu benennen. Anschließend sollte ich die Muskulatur des Daumens aufsagen. Dann stellte sie mir eine letzte Frage zur Rückenmuskulatur, die darüber entscheiden sollte, ob ich das Testat bestehe oder durchfalle. Ich konnte die Frage richtig beantworten und bestand haarscharf.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  05.08.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
05.08.2016