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Medizin studieren

Erste Hilfe

Es regnet in Strömen. Die Sicht ist schlecht, die Autos rutschen zunehmend über die nasse Fahrbahn. Dann gerät der Wagen vor uns außer Kontrolle und wir hören ein lautes Krachen. Wir stellen die Warnblinkanlage an und vergewissern uns, dass wir sicher neben dem verunglückten Wagen halten können. Nachdem wir ausgestiegen sind, stellen wir ein Warndreieck auf, um die Unfallstelle abzusichern. Einer von uns begibt sich zu dem Wagen und schaut nach den Insassen. Der Fahrer ist bei Bewusstsein, der Beifahrer nicht. Einer wählt den Notruf, nennt unseren Standort und beschreibt, was passiert ist. Dann beginnen wir, den Beifahrer aus dem Auto zu befreien. Wir stellen fest, dass der Mann nicht atmet, also beginnen wir, ihn zu reanimieren. Ich öffne die Jacke des Verunglückten, reiße sein T-Shirt auf und beginne mit der Herz-Druck-Massage. In den nächsten Minuten, die sich wie Stunden anfühlen, warten wir auf den Rettungswagen.
Für das Physikum musste ich an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Genauso echt wie ich euch das eben beschrieben habe, wurde auch im Kurs die Notsituation nachgestellt. Die „Opfer“ waren aber Schauspieler. Wir lernten an den zwei Tagen, wie wir im Ernstfall reagieren müssen, wenn wir beispielsweise einen Menschen vorfinden, der unterkühlt ist, nicht mehr atmet oder einen Krampfanfall erleidet.
Sollte der Ernstfall wirklich eintreten, ist zwar nicht garantiert, dass alle Teilnehmer des Kurses angemessen und sofort reagieren, aber immerhin haben wir es geübt und wurden geschult, wie wir im Notfall helfen können.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  01.07.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
01.07.2016

Medizin studieren

Ab nach Frankreich

Nachdem der Urlaub im vergangenen Jahr etwas kurz kam, habe ich mit meinem Mitbewohner geplant, für zwei Wochen zum Surfen nach Frankreich zu fahren. Da ich in diesem Sommer wohl nicht noch einmal an den Atlantik kommen werde, habe ich beschlossen, diesmal nicht im Surfcamp zu arbeiten, um möglichst viel selbst ins Wasser zu kommen.
Zuerst hieß es, nach Nürnberg zu fahren, um meinen Bus abzuholen. Glücklicherweise ist er durch den TÜV gekommen, sodass unserer Reise nicht mehr im Wege stand. Von dort aus brachen mein Mitbewohner und ich dann früh am Morgen nach Frankreich auf. Wir planten, möglichst durchzufahren, um in der Nacht in Frankreich anzukommen und das gelang uns auch.
Schon Tage vorher war ich aufgeregt und voller Vorfreude. Die Wetter- und vor allem die Wellenvorhersagen sahen einigermaßen gut aus, das machte mir Hoffnung.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  23.06.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
23.06.2016

Medizin studieren

Eine Reise in den Körper des Menschen

Akribisch achte ich darauf, die Lederhaut vom Fett zu trennen, nach und nach arbeite ich mich mithilfe von Skalpell und Pinzette durch das Gewebe und versuche dabei, möglichst keine Venen zu verletzen. Mein Ziel ist es, den hinteren Oberschenkel freizulegen. Richtig: Der Präparationskurs hat begonnen! Seit dem ersten Semester haben meine Kommilitonen und ich uns diese Veranstaltung herbeigesehnt, weil wir uns davon einen großen medizinischen Bezug erhoffen. Uns ist klar, dass das ein wirklich herausforderndes Semester wird, weil wir viel Stoff bewältigen müssen, aber vor allem, weil wir hier am Körper eines toten Menschen arbeiten, der sich zu Lebenszeit dazu bereit erklärt hat, seinen Körper nach dem Tod für medizinische Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Es ist wirklich interessant, alles, was man bisher nur in Lehrbüchern gelesen hat, tatsächlich zu sehen. Doch es bleibt auch ein mulmiges Gefühl dabei: Manchen fällt es ganz leicht, einen toten menschlichen Körper aufzuschneiden und sich intensiv damit zu beschäftigen. Andere hingegen haben Hemmungen und machen sich Gedanken darüber, ob das, was sie da gerade machen, moralisch wirklich in Ordnung ist. Viele Fragen kursieren auch in meinem Kopf, wenn ich vor den toten Körpern stehe: Was war das für ein Mensch? Wie hat er gelebt, woran ist er gestorben, was hat ihn bewegt?

Natürlich haben wir einige Informationen erhalten, wie mit all dem umzugehen ist. Dennoch bin ich jedes Mal ziemlich angespannt und nervös.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  17.06.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
17.06.2016