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Medizin studieren

Ab nach Frankreich

Nachdem der Urlaub im vergangenen Jahr etwas kurz kam, habe ich mit meinem Mitbewohner geplant, für zwei Wochen zum Surfen nach Frankreich zu fahren. Da ich in diesem Sommer wohl nicht noch einmal an den Atlantik kommen werde, habe ich beschlossen, diesmal nicht im Surfcamp zu arbeiten, um möglichst viel selbst ins Wasser zu kommen.
Zuerst hieß es, nach Nürnberg zu fahren, um meinen Bus abzuholen. Glücklicherweise ist er durch den TÜV gekommen, sodass unserer Reise nicht mehr im Wege stand. Von dort aus brachen mein Mitbewohner und ich dann früh am Morgen nach Frankreich auf. Wir planten, möglichst durchzufahren, um in der Nacht in Frankreich anzukommen und das gelang uns auch.
Schon Tage vorher war ich aufgeregt und voller Vorfreude. Die Wetter- und vor allem die Wellenvorhersagen sahen einigermaßen gut aus, das machte mir Hoffnung.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  23.06.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
23.06.2016

Medizin studieren

Eine Reise in den Körper des Menschen

Akribisch achte ich darauf, die Lederhaut vom Fett zu trennen, nach und nach arbeite ich mich mithilfe von Skalpell und Pinzette durch das Gewebe und versuche dabei, möglichst keine Venen zu verletzen. Mein Ziel ist es, den hinteren Oberschenkel freizulegen. Richtig: Der Präparationskurs hat begonnen! Seit dem ersten Semester haben meine Kommilitonen und ich uns diese Veranstaltung herbeigesehnt, weil wir uns davon einen großen medizinischen Bezug erhoffen. Uns ist klar, dass das ein wirklich herausforderndes Semester wird, weil wir viel Stoff bewältigen müssen, aber vor allem, weil wir hier am Körper eines toten Menschen arbeiten, der sich zu Lebenszeit dazu bereit erklärt hat, seinen Körper nach dem Tod für medizinische Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Es ist wirklich interessant, alles, was man bisher nur in Lehrbüchern gelesen hat, tatsächlich zu sehen. Doch es bleibt auch ein mulmiges Gefühl dabei: Manchen fällt es ganz leicht, einen toten menschlichen Körper aufzuschneiden und sich intensiv damit zu beschäftigen. Andere hingegen haben Hemmungen und machen sich Gedanken darüber, ob das, was sie da gerade machen, moralisch wirklich in Ordnung ist. Viele Fragen kursieren auch in meinem Kopf, wenn ich vor den toten Körpern stehe: Was war das für ein Mensch? Wie hat er gelebt, woran ist er gestorben, was hat ihn bewegt?

Natürlich haben wir einige Informationen erhalten, wie mit all dem umzugehen ist. Dennoch bin ich jedes Mal ziemlich angespannt und nervös.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  17.06.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
17.06.2016

Medizin studieren

Sonografie-Kurs

Schon im vergangenen Semester habe ich mich im Echo-Kurs mit dem Ultraschall des Herzens befasst. Dieses Semester steht die Allgemeine Sonografie (Ultraschall) auf dem Stundenplan. Um zu üben, geht der gesamte Kurs in eine von der Uni ausgestattete „Schauspiel-Praxis“, in der die Räume wie Untersuchungszimmer beim Facharzt eingerichtet sind. Dort nehmen wir gegenseitig voneinander Ultraschallbilder auf. Jeden Tag widmen wir uns einem speziellen Thema. Auf dem Plan stehen etwa die Leber, die Gallenblase, der Darm, die Nieren, die Milz, die Bauchspeicheldrüse und auch große Gefäße, wie die Hauptschlagader.

Besonders interessant finde ich, dass mein eigener Körper dabei sorgfältig untersucht wird. Wir sind zwar nicht erfahren genug, um alles zu entdecken, aber große Sachen würden schon auffallen, zumal das Ganze ja von höheren Semestern sowie einem Arzt begleitet wird.

Bei dem einen oder anderen wurden daher schon Gallensteine, Nierenzysten oder eine Nebenmilz entdeckt. Diese Auffälligkeiten kommen jedoch relativ häufig vor und sind erst mal nicht besonders schlimm. Bei mir wurde beispielsweise entdeckt, dass die untere Hohlvene, die normalerweise einen Durchmesser von maximal zweieinhalb Zentimeter hat, ganze dreieinhalb Zentimeter dick ist.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  10.06.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
10.06.2016