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Medizin studieren

Sonografie-Kurs

Schon im vergangenen Semester habe ich mich im Echo-Kurs mit dem Ultraschall des Herzens befasst. Dieses Semester steht die Allgemeine Sonografie (Ultraschall) auf dem Stundenplan. Um zu üben, geht der gesamte Kurs in eine von der Uni ausgestattete „Schauspiel-Praxis“, in der die Räume wie Untersuchungszimmer beim Facharzt eingerichtet sind. Dort nehmen wir gegenseitig voneinander Ultraschallbilder auf. Jeden Tag widmen wir uns einem speziellen Thema. Auf dem Plan stehen etwa die Leber, die Gallenblase, der Darm, die Nieren, die Milz, die Bauchspeicheldrüse und auch große Gefäße, wie die Hauptschlagader.

Besonders interessant finde ich, dass mein eigener Körper dabei sorgfältig untersucht wird. Wir sind zwar nicht erfahren genug, um alles zu entdecken, aber große Sachen würden schon auffallen, zumal das Ganze ja von höheren Semestern sowie einem Arzt begleitet wird.

Bei dem einen oder anderen wurden daher schon Gallensteine, Nierenzysten oder eine Nebenmilz entdeckt. Diese Auffälligkeiten kommen jedoch relativ häufig vor und sind erst mal nicht besonders schlimm. Bei mir wurde beispielsweise entdeckt, dass die untere Hohlvene, die normalerweise einen Durchmesser von maximal zweieinhalb Zentimeter hat, ganze dreieinhalb Zentimeter dick ist.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  10.06.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
10.06.2016

Medizin studieren

Knochen, Bänder und Sehnen

Der Prüfer deutet auf die Wirbelsäule und bittet mich, ihm die Wirbelkörper zu erklären und alles Wissen, das ich in den letzten Tagen in mich aufgenommen habe, sprudelt nur so aus mir heraus, Begriffe wie Corpus vertebrae, Arcus vertebrae mit Pediculus und Lamina fallen.

Dann wird mir das Modell eines Knies gereicht. Ich drehe es in meinen Händen und erkläre dem Prüfer die Besonderheiten der Außenbänder. Auf das Verwachsen des Innenbandes mit der Gelenkkapsel deutend erkläre ich ihm, dass der mediale Meniskus anfälliger für Verletzungen und unbeweglicher sei, als es der äußere Meniskus ist. Er nickt zustimmend, doch wirklich zufrieden wirkt er nicht. Stattdessen bittet er mich bereits, ihm die Löcher der inneren Schädelgrube zu erläutern. Ich rufe mein Wissen dazu ab, dann ist es bereits vorbei. Ich sehe, wie er auf meiner Karte unterschreibt und schließe daraus, dass ich bestanden habe, ohne dass er es jedoch deutlich zur Geltung bringt. Etwas ungläubig und mehr als erleichtert stolpere ich aus dem Prüfungssaal.

Intensiv. Dieses Adjektiv beschreibt sehr gut, wie die fünf Tage vor dem ersten Testat verliefen. Drei Vorbereitungstage wurden uns gewährt, dazu musste das Wochenende genutzt werden, um den anstehenden Stoff zu bewältigen. Der Zweck war dieses wirklich kurze Testat, das vielleicht 90 Sekunden dauerte. Eigentlich ein Witz, sich so sehr anzustrengen, um dann, mit etwas Glück in der Themenauswahl, zu bestehen – denn mein gesamtes Wissen wurde in den 90 Sekunden wohl kaum beleuchtet.

Der erste wichtige Schritt des zweiten Semesters ist geschafft. Jetzt heißt es, sich auf Biochemie, den Präparier-Kurs und die medizinische Psychologie zu konzentrieren, die im Laufe der nächsten Monate Thema sein werden.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  03.06.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
03.06.2016

Medizin studieren

Beachvolleyball im Schnee

Um uns auf ein Beachvolleyballturnier vorzubereiten, trainierten mein Beach-Partner und ich fleißig. Doch dann bescherte uns das Wetter einen kleinen Wintereinbruch, sodass wir das Training erstmal vergessen konnten.

Während es draußen windete, regnete, blitzte und donnerte, beobachteten wir bangend die Wettervorhersage für das kommende Wochenende.

Wirklich hoffnungsvoll stimmte uns das allerdings nicht: Beachen bei sieben Grad und Regen – echter Spaß sieht anders aus.

Dann war es so weit und am Morgen zeigte uns das Thermometer gerade mal vier Grad an. Dick eingepackt in Mütze, vier Lagen Sportklamotten, Skiunterwäsche sowie Handschuhe machten wir uns also auf den Weg.

Wir waren nicht die einzigen in dieser Montur: Auch unsere Gegner hatten sich warm angezogen.

Dann ging es los und siehe da: Während des Spielens machten die winterlichen Temperaturen kaum jemandem etwas aus. Zwischendrin zeigte sich das Wetter dann von seiner launigsten Seite: Angefangen mit Bewölkung und Kälte, über Hagel, kurzzeitigen Schneefall bis hin zu einer kräftig scheinenden Sonne, die einem den Schweiß auf die Stirn trieb und dazu verlocke, die Kleiderschicht abzulegen. Im nächsten Augenblick jedoch versteckte sie sich wieder hinter einer dicken, schwarzen Wolke und quittierte diesen Abgang theatralisch mit kräftigen Sturmböen quittierte.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  30.05.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
30.05.2016