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Medizin studieren

Zurück nach Münster

Nach vier Wochen Heimat freute ich mich schon sehr darauf, wieder in meinen aktuellen Wohnort Münster zurückzukehren!

Endlich konnte ich wieder Volleyball spielen und meine Kommilitonen sehen. Nach sechs gemeinsamen Semestern verbindet mich dann doch eine enge Freundschaft mit einigen von ihnen. Das Wetter war toll und die ersten fünf Tage waren geprägt von viel Sport, langen Abenden mit Freunden und dementsprechend kurzen Nächten.

Zudem haben natürlich auch wieder die Vorlesungen begonnen. Da die Klausuren jedoch noch in weiter Ferne liegen, gehe ich entsprechend locker an das Ganze heran und unvoreingenommen in die Seminare. Für mich bedeutet das immer, mich nur auf die Veranstaltungen vorzubereiten, die mich besonders interessieren, und den Rest für die Klausurenphase im Hinterkopf zu behalten. Zunächst gilt es also, wieder in der Stadt Fuß zu fassen! Kochen, einkaufen, geregelte Tagesabläufe – an das alles muss ich mich nach vier Wochen „Hotel-Mama“ erst wieder gewöhnen.

Gleichzeitig plane ich natürlich Freizeitaktivitäten für das Semester. Mit einem guten Freund fahre ich demnächst nach Frankreich zum Surfen, in zwei Wochen gilt es, ein Beachvolleyball-Turnier zu gewinnen, außerdem stehen ein Festival und diverse andere Dinge an, die den Freizeitstress-Pegel in die Höhe treiben! Langweilig, so viel steht schon mal fest, wird mir in nächster Zeit garantiert nicht!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  23.05.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
23.05.2016

Medizin studieren

Alltägliche Wehwehchen

In den vier Wochen, in denen ich in einer Allgmeinarztpraxis hospitiert habe, konnte ich wirklich viel lernen und habe von traurigen über lustige Geschichten jede Menge mitbekommen. Am meisten profitiert habe ich von der allseits bekannten Schweigepflicht, auf die jeder Patient vertrauen können muss und definitiv auch darf. Dadurch, dass ich das Praktikum in meiner Heimatstadt absolviert habe, sind doch immer wieder Bekannte in die Praxis gekommen. War es anfangs noch schwer, der Familie abends nicht zu erzählen, wieso XY zum Arzt musste, schaffte ich es zunehmend, meine Arbeit und Privates zu trennen. Klar spricht man über Patientenleiden – alles in sich hineinzufressen ist ja auch ein Ding der Unmöglichkeit. Wichtig ist allerdings, dass man darauf achtet, die Anonymität zu wahren und keine Details preiszugeben.

Es kamen beispielsweise Patienten, die einfach mal wieder mit dem Arzt quatschen wollten, einer, der sich über übelriechenden Stuhlgang beschwerte, und solche, die mit Listen vergleichbar einer Einkaufsliste anmarschiert kamen und ein großes Blutbild oder andere Untersuchungen forderten.

Aber es gab auch nicht so schöne Erlebnisse. Was ich zum Beispiel nicht so toll fand, war oftmals die Selbstverständlichkeit, mit der Krankschreibungen eingefordert wurden. Mir ist bewusst, dass jeder Mensch einmal krank ist und nicht zur Arbeit kann. Aber bei dem einen oder anderen könnte man schon fast ein System dahinter vermuten. Aber zum Glück sind das nur Einzelfälle.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  13.05.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
13.05.2016

Medizin studieren

Der Wahnsinn geht weiter

Semesterstart. Das stellt man sich eigentlich ziemlich entspannt vor. Man hat die ersten Vorlesungen, lernt die neuen Dozenten kennen, bekommt erzählt, trifft seine Kommilitonen wieder und genießt noch ein wenig Freizeit, bevor der Stress wieder losgeht. Doch von wegen Entspannung! Es geht direkt los!

Im Präparierkurs muss ich zum Beispiel direkt jede Struktur des menschlichen Körpers lernen, um für das Testat vorbereitet zu sein, eine mündliche Prüfung, die es wirklich in sich hat. Es geht dabei um den passiven Bewegungsapparat, was alle Knochen, Bänder und Gelenke einschließt – und das ist ganz schön viel Stoff. In den Ferien habe ich mich vor allem entspannt, jetzt denke ich mir, ich hätte wirklich früher anfangen müssen, das alles zu lernen.

Was wirklich hilft ist, dass unsere Fakultät eine Reihe von Veranstaltungen organisiert hat, in der Studierende der höheren Semester versuchen, meinen Kommilitonen und mir die wichtigsten Dinge beizubringen, indem sie beispielsweise Knochen, Gelenkflächen und Bänder des Fußes auf verständliche Weise in 30 Minuten zusammenfassen. Außerdem werden uns jeden Tag Feuchtpräparate demonstriert, die von echten menschlichen Körpern stammen, zum Beispiel eine komplette Wirbelsäule, ein vollständiges Bein oder ein ganzer Arm. Dadurch bekommen wir einen Eindruck davon, wie alles, was wir in der Theorie lernen, in echt aussieht.

Die Vorstellung, ab nächster Woche selbst in dieser Form am menschlichen Körper arbeiten zu dürfen, ist für mich die größte Motivation, dem immensen Lernstoff zu pauken. So schlimm ist es deshalb eigentlich gar nicht.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  12.05.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
12.05.2016