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Medizin studieren

Testate

Im zweiten Semester müssen wir fünf Testate ablegen müssen, jeweils in einem Abstand von vier Wochen. Das bedeutet, dass wir während des Semesters viel lernen müssen. Dafür schreiben wir am Ende des Semesters aber nur eine Prüfung in Biochemie.

Das Thema des ersten Testats ist der passive Bewegungsapparat – also alles, was bewegt wird, sich aber nicht aktiv bewegt: zum Beispiel Knochen, Bänder, Gelenke und Sehnen. Ich habe einen zweiseitigen Gegenstandskatalog bekommen, in dem aufgelistet ist, was ich für das erste Testat lernen muss. Es geht in erster Linie um alle Knochen des menschlichen Körpers, also die Wirbel unserer Wirbelsäule, den Brustkorb, den Schultergürtel, das Becken, den Kopf mit all seinen Knochen und so weiter.

All diese Knochen sind ja wiederrum miteinander verbunden, ansonsten wären wir zu keiner Bewegung fähig. Deshalb muss ich auch jegliche Art der Verbindung zwischen den Knochen lernen. Dazu gehören zum Beispiel die Kopfgelenke, die Bandscheiben, die Rippenbrustbeinverbindungen, die Schambeinfuge und die Bänder des Beckens. Zu allen Gelenken gehören dann wiederrum jegliche Bänder und Sehnen, die Funktionen, die ebenso im Testat abgefragt werden. Ihr seht, ich werde schon ganz schön viel lernen müssen, damit ich dann bei meiner mündlichen Präsentation nicht alles durcheinanderbringe.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  03.05.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
03.05.2016

Medizin studieren

Aufbruch – Umbruch

Zwischenmieten sind oft die letzte Rettung, wenn man keine Wohnung findet, in der man unbegrenzt bleiben darf. Als Zwischenmieter bewohnt man für eine begrenzte Zeit das Zimmer von jemandem, der zum Beispiel gerade ein Auslandspraktikum absolviert. Dadurch begibt man sich in eine Abhängigkeit gegenüber dem Besitzer des Zimmers und gegenüber dessen Vermieter. Ein Freund von mir muss nun kurzfristig das Zimmer räumen, das er eigentlich viel länger angemietet hat, da wieder Eigenbedarf besteht. Und das mitten in den Semesterferien. Er hat sich gerade erst vom Klausurenstress erholt, als ihn die Schrecknachricht erreichte. Drei Wochen hat er Zeit, eine neue Bleibe zu finden. Meine Mitbewohner und ich haben ihm sofort das Sofa im Gemeinschaftszimmer angeboten, aber das ist natürlich keine Langzeitlösung.

Viel besser läuft es hingegen bei einer Freundin, die sich momentan einige tausend Kilometer entfernt in Australien befindet. Dort jobbte sie in den vergangenen sechs Monaten als Au-pair bei einer australischen Familie und möchte nun zusammen mit einer Freundin aufbrechen, um drei Monate lang in einem alten Geländewagen das Land zu erkunden. Was nach viel Abenteuer und Freiheit klingt, bedeutet in Wahrheit jedoch auch viele Kompromisse und Absprachen, wenn man sich absichern möchte. Dazu gehört zum Beispiel eine gemeinsame Reisekasse und ein Vertrag, der regelt, was passiert, wenn man sich auf der Reise trennt, wenn das Auto kaputt geht oder schließlich wieder verkauft werden soll.

So unterschiedlich es bei meinen Freunden aktuell auch läuft, ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen passiert.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  28.04.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
28.04.2016

Medizin studieren

Keine Angst vorm Medizinstudium

Mein Eindruck nach einem Semester Medizinstudium: Es ist kein Hexenwerk. Bisher ist alles, was ich leisten musste, die Reproduktion von Informationen. Wer das Abitur geschafft hat, wird damit vermutlich gut fertig. Auch Leute, die nicht so gut in Chemie, Biologie und Physik sind, werden merken, dass es dennoch möglich ist, diese Klausuren zu bestehen.

Was man jedoch unbedingt benötigt, ist Fleiß. Um etliche Vorlesungsfolien zusammenzufassen und zu pauken, ist ein gutes Maß an Disziplin erforderlich. Wer es schafft, die Vorlesungen noch am selben Tag zusammenzufassen und sich auf die Praktika vorzubereiten – also bereit ist, nach der Uni noch zwei Stunden zu investieren – der kommt meines Erachtens gut durch das Semester.

Was ich außerdem noch wichtig finde, ist, dass man seine Scheu vor Kontakt mit Menschen ablegt. Deshalb kann ich jedem nur ans Herz legen, das Pflegepraktikum komplett oder zumindest in Teilen schon vor dem Studium zu absolvieren oder ein freiwilliges Jahr in einem Krankenhaus zu machen. Die Einführung in die klinische Medizin und die Berufsfelderkundung erfordern nämlich je nach Fach auch, dass man Hospitationen absolviert, mindestens aber das Blutabnehmen lernt.

Für das Medizinstudium braucht man Zeit, für jedes andere Studium aber auch. Es bestimmt nicht das gesamte Leben, wie oft der Eindruck vermittelt wird. Mir bleibt schon auch Zeit für andere Aktivitäten. Solltest du also überlegen, Medizin zu studieren, brauchst du zumindest vor dem ersten Semester keine Angst zu haben. Ich vermute, das Schwerste wird später die Arbeit selbst sein, auf die man nach dem Studium aber mit Sicherheit gut vorbereitet ist.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  26.04.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
26.04.2016