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Medizin studieren

Semesterferien

Keine Termine mehr, keine Klausuren und auch keine Praktika: Ja, ich habe Semesterferien. Nun muss ich mich jedoch fragen, was ich mit so viel freier Zeit überhaupt anfange.

Denn leider geht mit freier Zeit nicht gleichzeitig ein großes Vermögen einher, sodass ich mir eine Urlaubsreise nicht leisten kann. Ich könnte mir einen Nebenjob suchen, um das zu ändern. Aber ich habe ja schon einen und aufgrund der Nachtbereitschaft in der Wohngemeinschaft für Demenzkranke, die ich während des Semesters häufig übernehme, bin ich nicht besonders motiviert, auch meine Semesterferien mit Arbeiten zu verbringen. Stattdessen habe ich mir vorgenommen, mal wieder die Sachen anzugehen, die während des ersten Semesters zu kurz kamen: Musik hören, Sport treiben, aber auch Lesen, Schreiben und endlich mal wieder ausschlafen. Trotzdem ertappe ich mich ständig bei dem Gedanken, dass ich unproduktiv bin und andere gerade viel tüchtiger sind. Dabei kann ich mich doch wirklich glücklich schätzen, im Gegensatz zu manchen Kommilitonen kein Pflegepraktikum leisten zu müssen, da ich dies durch meinen Freiwilligendienst abgearbeitet habe.

Nun habe ich die ersten freien Tage damit verbracht, alte Freunde zu treffen. Sie studieren Sonderpädagogik, Jura oder Elektrotechnik, haben ihr Studium gegen eine Ausbildung getauscht oder sind ins Ausland gegangen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Geschichten!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  12.04.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
12.04.2016

Medizin studieren

Mäuse töten (Teil 2)

Den praktischen Teil des Tierversuchskurses hatte ich noch vor mir. Anfangs war ich skeptisch, ob ich dabei Spaß haben werde, aber das legte sich schnell. Anders als erwartet mussten wir sie zunächst nicht töten, sondern vor allem den Umgang mit Mäusen, Ratten und Kaninchen üben, also das „Aus-dem-Käfig-Nehmen“ und sicheres Greifen, sodass die Tiere nicht abhauen können. Weil Medikamente auch oft an Ratten und Mäusen erprobt werden, lange bevor auch nur ein Mensch in die Nähe des Wirkstoffs gelassen wird, reichte es jedoch nicht aus, die Tiere nur festzuhalten.

Aber wie gibt man einer Ratte ein Medikament? Man kann ihr ja schlecht eine Pille in die Pfote drücken und sagen: „Mit nem ordentlichen Schluck Wasser kriegst du die schon runter!“ Entsprechend mussten wir lernen, wie man den Tieren Medikamente direkt in den Magen verabreicht, in den Bauch injiziert oder auch ganz klassisch in die Haut oder ein Blutgefäß spritzt. Selbstverständlich finden die Tiere das nicht besonders angenehm, sodass man schon aufpassen muss, das Tier nicht aus dem Griff zu verlieren, nicht gebissen, oder – im Fall von Kaninchen – getreten zu werden.

Das Töten stand dann aber doch auf dem Plan. Jedoch musste keiner von uns Teilnehmern diesen unschönen Part aktiv übernehmen, lediglich eine Ratte wurde exemplarisch mit Kohlenstoffdioxid vergast. Laut Tierschutzverordnung müssen Labortiere ohnehin umgebracht werden und der Tod dieser Ratte hatte letztlich noch einen Sinn: Ein Tierarzt brachte uns die Anatomie von Nagern näher und ich konnte Unterschiede zu der des Menschen sehen. Aber ehrlich gesagt, so groß sind diese auf den ersten Blick gar nicht. Jedenfalls nicht, wenn man bedenkt, wie grundlegend anders Mäuse oder Ratten rein äußerlich im Vergleich zu Menschen aussehen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  06.04.2016

Medizin studieren

Das erste Semester

Das erste Semester ist vorbei und wenn ich zurückblicke, war es vor allem eines: eine Umstellung meines gesamten Lebens. Ich bin von zu Hause aus- und in eine neue Stadt gezogen, lebe mit Leuten zusammen, die ich zu Beginn gar nicht kannte und die jetzt fast meine zweite Familie geworden sind, und lernte, was es bedeutet, ein Student zu sein. Am Anfang war es schon etwas schwierig, strukturiert zu lernen. Ich musste erst einmal herausfinden, inwieweit ich Lehrinhalte vor- und nachbereiten muss und wie ich am besten Zusammenfassungen schreibe. Auch war ich plötzlich für mich selbst verantwortlich. Da gab es keinen, der mir einen Ruck gab, wenn ich mit dem Lernen nicht hinterherkam.

Daneben hatte ich im ersten Semester aber auch eine ganze Menge Spaß. Ich habe viele interessante, freundliche, intelligente, motivierte und inspirierende Menschen kennengelernt. Selbstverständlich waren auch einige dabei, mit denen ich mich nicht so gut verstehe, weil unsere Ansichten einfach zu weit auseinander liegen. Außerdem habe ich viel gefeiert, das Studentenleben genossen und in der Freizeit viel mit meinen neuen Freunden unternommen. Am Ende des Semesters habe ich dann erfahren, was Lernstress bedeutet.

Ich freue mich auch, dass dieses Semester vorbei ist, weil ich nun kein Chemie- und Physikpraktikum mehr habe und keine Chemievorlesungen mehr besuchen muss. In den kommenden Semestern lerne ich hoffentlich mehr über die Medizin an sich und komme damit meinem Ziel, Arzt zu werden, einen kleinen Schritt näher.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  05.04.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
05.04.2016