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Medizin studieren

Das erste Semester

Das erste Semester ist vorbei und wenn ich zurückblicke, war es vor allem eines: eine Umstellung meines gesamten Lebens. Ich bin von zu Hause aus- und in eine neue Stadt gezogen, lebe mit Leuten zusammen, die ich zu Beginn gar nicht kannte und die jetzt fast meine zweite Familie geworden sind, und lernte, was es bedeutet, ein Student zu sein. Am Anfang war es schon etwas schwierig, strukturiert zu lernen. Ich musste erst einmal herausfinden, inwieweit ich Lehrinhalte vor- und nachbereiten muss und wie ich am besten Zusammenfassungen schreibe. Auch war ich plötzlich für mich selbst verantwortlich. Da gab es keinen, der mir einen Ruck gab, wenn ich mit dem Lernen nicht hinterherkam.

Daneben hatte ich im ersten Semester aber auch eine ganze Menge Spaß. Ich habe viele interessante, freundliche, intelligente, motivierte und inspirierende Menschen kennengelernt. Selbstverständlich waren auch einige dabei, mit denen ich mich nicht so gut verstehe, weil unsere Ansichten einfach zu weit auseinander liegen. Außerdem habe ich viel gefeiert, das Studentenleben genossen und in der Freizeit viel mit meinen neuen Freunden unternommen. Am Ende des Semesters habe ich dann erfahren, was Lernstress bedeutet.

Ich freue mich auch, dass dieses Semester vorbei ist, weil ich nun kein Chemie- und Physikpraktikum mehr habe und keine Chemievorlesungen mehr besuchen muss. In den kommenden Semestern lerne ich hoffentlich mehr über die Medizin an sich und komme damit meinem Ziel, Arzt zu werden, einen kleinen Schritt näher.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  05.04.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
05.04.2016

Medizin studieren

Glück im Unglück

Das Bewerbungsverfahren für ein Medizinstudium ist gar nicht so leicht zu durchschauen. Wie ihr vielleicht wisst, bewirbt man sich zentral über die Plattform hochschulstart.de. Die Studienplätze werden dann nach drei Quoten verteilt: 20 Prozent gehen an die besten Abiturienten, 20 Prozent gehen nach Wartezeit und 60 Prozent werden durch hochschulinterne Auswahlverfahren vergeben. Für jede der Quoten gibt man seine drei Wunschuniversitäten an. Zu erwähnen ist dabei, dass die Studienplatzvergabe auch genau in dieser Reihenfolge verläuft. Das bedeutet, wenn man zum Beispiel in der ersten Quote an einer der drei Wunschhochschulen angenommen wird, fliegt man automatisch aus dem weiteren Bewerbungsverfahren – selbst, wenn diese Universität eigentlich nur die zweite oder dritte Wahl war. Genau in diese Situation kam ich schließlich selbst.

Da ich die letzten zwei Jahre vor meiner Bewerbung studiert hatte und somit mein Wartesemesterkonto auf null stand, fiel die zweite Quote bereits im Vorfeld für mich weg. Für die erste Quote hegte ich keine Hoffnung. Schließlich hatte ich mich direkt nach dem Abitur schon einmal für ein Medizinstudium in Köln beworben und damals eine Absage erhalten. Blieb also noch eine Möglichkeit übrig, die Vergabe der Studienplätze nach hochschulinternen Auswahlverfahren. Da ich eigentlich in Köln bleiben wollte, schrieb ich die Universität zu Köln als Wunschuniversität in mein Ranking. Das tat ich auch für die erste Quote. Um sicherzugehen, dass ich am Ende auf jeden Fall einen Studienplatz kriege, entschied ich mich dazu, dort Leipzig als Alternative anzugeben. Die Stadt hatte mir sehr gut gefallen, als ich dort mal eine Freundin besuchte, und wie erwähnt, rechnete ich nicht damit über die „Besten-Regel“ einen Platz zu ergattern.

Entgegen meiner Erwartung geschah dann aber genau das: Ich erhielt einen Brief aus Leipzig, meiner Zweitwahl, die mich beglückwünschte, in diesem Jahr aufgenommen worden zu sein. Somit flog ich automatisch aus dem weiteren Bewerbungsverfahren. Zuerst ärgerte ich mich etwas, da ich lieber in Köln studiert hätte, doch mittlerweile bin ich glücklich darüber, in dieser bezaubernden grünen Stadt leben zu dürfen.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  04.04.2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
04.04.2016

Medizin studieren

Eine Woche Totalausfall

Eigentlich hätte ich nach zwei Wochen Famulatur in der Kardiologie und zwei Wochen in der Neurologie noch eine Woche Blockpraktikum an der Uniklinik gehabt.

Aber ein fieser Virus erwischte mich am Sonntag, bevor es losgehen sollte und am Montag lag ich mit 39 Grad Fieber und Schüttelfrost im Bett und konnte nur eines denken: „Wie soll ich so bloß auf Patienten losgelassen werden?“

Zur Besprechung schleppte ich mich noch, aber die Ärztin machte ihrem Berufsstand alle Ehre, entdeckte meine Gebrechlichkeit und schickte mich direkt wieder nach Hause. Das überraschte mich nicht und ich war froh, als ich wieder zuhause in meinem Bett lag. Erst 22 Stunden später wachte ich wieder auf. Man könnte meinen, damit sei mein Schlafbedarf erstmal gedeckt gewesen, aber nach dreißig Minuten im Wachzustand, in denen ich verzweifelt versuchte, ein Brötchen zu vernichten, fiel ich zurück ins Bett. Die nächsten Tage versprachen zunächst keinerlei Besserung. Im Gegenteil: Husten, eine zugeschwollene Nase und, aufgrund der ganzen Liegerei Rückenschmerzen, kamen hinzu.

Erst gegen Ende der Woche ging das Fieber allmählich zurück, der Husten löste sich etwas und die Kopfschmerzen ließen nach. Für jemanden wie mich, der eigentlich nie wirklich krank ist, war das tatsächlich eine Grenzerfahrung. Noch nie im Leben habe ich mich so aufgeschmissen und hilflos gefühlt. Jetzt merke ich aber langsam, dass es wieder bergauf geht. Hoffentlich dauerhaft!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  29.03.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
29.03.2016