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Medizin studieren

Praxisalltag

Nach einem entspannten Wochenende startete ich ausgeruht in den ersten Tag der Praxis-Famulatur. Passend zum Thema „Herz und Lunge“ des sechsten Semesters, hatte ich mir einen Kardiologen ausgesucht, um das Gelernte direkt am Patienten üben zu können. Wie immer liegen Vorstellung und Realität aber sehr weit auseinander, wie die kommenden zwei Wochen zeigen sollten. Ich hatte gehofft, tatsächlich alle Krankheiten zu sehen, mit denen ich mich im Vorfeld in der Theorie beschäftigt hatte. Zugegeben, das war etwas blauäugig, schließlich bekommt man in zwei Wochen Famulatur eben oft nur die Krankheiten zu Gesicht, die häufig auftreten. Meine zweite Hoffnung, möglichst viel selbst ausprobieren zu können, sollte sich auch schnell in Luft auflösen. Der betreuende Arzt möchte und muss ja irgendwie seine Termine einhalten. Wenn er mich an jedem Patienten eine Diagnose stellen lässt und ich bei jedem versuche herauszufinden, was auf dem schrecklich verrauschten Ultraschallbild abgebildet ist, dauert jede Sprechstunde eben anstatt einer halbe Stunde plötzlich eine Stunde. Dass das weder im Sinne des Arztes noch der Patienten ist, liegt wohl auf der Hand. In einer Praxis ist die Zeit dafür einfach nicht gegeben. Da zeigt sich der Vorteil des Krankenhauses schon deutlich, da man dort verschiedene Ärzte begleiten kann. Aber naja, alles in allem waren die zwei Wochen doch lehrreich, denn gerade auf der zwischenmenschlichen und kommunikativen Ebene habe ich schon enorm viel gelernt und fühle mich im Umgang mit den Patienten jetzt sicherer.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  08.03.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
08.03.2016

Medizin studieren

Freundschaft

Es ist mir wirklich sehr unangenehm, aber ich habe ein paar Geburtstage von Schulfreunden vergessen. Zum Glück kann ich sagen, in Münster bereits einige gute Freunde gefunden zu haben. Dennoch bemerke ich, wie langsam die Fäden zu meinen Freunden aus der Schulzeit reißen. Einige habe ich bereits seit dem Abitur, das nun beinahe zwei Jahre her ist, nicht mehr gesehen. Aber das ist schon in Ordnung; mir geht es vor allem um die guten alten Freundschaften, die ich unbedingt pflegen möchte. Leider schaffe ich es momentan kaum, nach Hause zu meinen Eltern zu fahre. Aber leider leidet dabei auch der Kontakt zu meinen damaligen besten Freunden. Wir sehen uns nur alle paar Wochen und schreiben kaum miteinander. Wenn wir uns aber sehen, ist es wie immer, als würden wir einfach da ansetzen, wo wir beim letzten Mal stehen geblieben sind. Ein wirklich gutes Gefühl. Ich denke, dass es der Lauf der Dinge ist, dass man manche Beziehungen ein wenig einschlafen lässt. Ich nehme mir dennoch vor, mich künftig häufiger bei meinen Freunden zu melden. Statistisch gesehen behält man drei von zehn Freunden aus seiner Schulzeit. So will ich mich bemühen, mich wenigstens bei diesen zu melden und die Freundschaft nicht vom Lauf der Dinge zerreißen zu lassen.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  07.03.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
07.03.2016

Medizin studieren

Was in, auf und an uns lebt

Kurz vor Ende des ersten Semesters steht noch ein weiteres Praktikum an: Mikrobiologie. Dort lerne ich beispielsweise die Gram-Färbung, bei der man Bakterien unterschiedlicher Zellwandart andersfarbig darstellen kann, um sie unter dem Mikroskop zu untersuchen. Außerdem untersuche ich Parasiten, Bakterien Würmer und Pilze. Ich schaue mir große Kolonien an, die per Dreiösenaufstrich auf Agra-Agrar-Platten aufgetragen werden. Unter dem Mikroskop kann ich mir anschauen, wie diese Zellen genau aussehen, was sie unterscheidet, ob sie Sporen ausbilden. Ich nehme das als gute Vorbereitung auf Histologie. In diesem Fach werde ich ab dem zweiten Semester die verschiedenen Zellarten auswendig lernen müssen.

Besonders spannend finde ich es, die Bakterien zu untersuchen, die in unserem Nasen-Rachen-Raum und auf unserer Haut leben. Hierfür wird ein Abstrich mithilfe eines sterilen Tupfers von der Schleimhaut aus dem Rachenbereich genommen. Nach etwa einem Tag kann man dann bei einzelnen Bakterien Veränderungen feststellen.

Es ist echt Wahnsinn, wenn man sich ausmalt, wie viele Bakterien unser Leben begleiten. Und sie vollbringen echt unglaubliche Arbeit: Zum Beispiel bieten sie uns Schutz vor krankheitserregenden Zellen und unterstützen unseren Verdauungstrakt dabei, die Nahrung gut zu verkleinern und schädliche Bakterien abzutöten.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  26.02.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
26.02.2016