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Medizin studieren

Silvester – ein heilloses Chaos

Wie jedes Jahr zwischen den Jahren bestanden auch diese „Weihnachtsferien“ hauptsächlich aus „Kilometer-Sammeln“. Von Münster nach Nürnberg nach Dresden nach Münster in einer Woche sodass ich am 31.12. wieder zum Silvester-Feiern in Münster war. Mit Freunden war geplant, entspannt Raclette zu machen – also etwas ganz Ausgefallenes – und dann zu sehen, was passiert. Da ich erst spät ankommen würde, sollten meine Kumpels für mich mit einkaufen. Soweit der Plan, aber es sollte anders kommen.

Ein paar Leute hatten verplant, dass die Läden am 31. Dezember keine Standard-Öffnungszeiten haben. So standen wir also – ich war mittlerweile auch da – um 17.30 Uhr vor verschlossenen Supermarkt-Türen. Ohne Essen, Trinken oder sonst irgendwas, einigermaßen ärgerlich. Doch ein Supermarkt hatte darauf gesetzt, mit Leuten wie uns Geld zu verdienen und seinen Laden bis 18 Uhr geöffnet. Um viertel vor sechs schafften wir es dort hin und warfen vollkommen unkoordiniert die kläglichen Reste aus den Regalen in unseren Einkaufswagen! Irgendwie wurde der Abend dann doch sehr lecker-sättigend, obwohl die Vorzeichen erst anderes vermuten ließen.

Gegen Mitternacht machten wir uns zum Hafen auf, wo wir hofften, ein schönes Feuerwerk betrachten zu können. Aber es kam anders. Am Hafen herrschte Chaos und es fiel vielen von uns schwer, nicht die Beherrschung zu verlieren. Raketen, die in die Menge flogen und Prügeleien gehörten zum teils wirklich schockierenden Bild. Der Spaß kam ein bisschen zu kurz dabei. Glücklicherweise ist keinem von uns irgendwas passiert – etwas mehr Glück als die Patienten der im Minutentakt vorfahrenden Rettungswägen hatten wir dann doch. Auf jeden Fall war das bisher eine meiner unschöneren Silvester-Erfahrungen, aber wenigstens wurde die Feier danach noch richtig toll, sodass Neujahr doch in guter Erinnerung bleiben wird.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  05.01.2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
05.01.2016

Medizin studieren

Studienstiftung des Deutschen Volkes – Teil 2

Der zweite Teil des Auswahlseminares in Bielefeld setzte sich aus zwei Einzelgesprächen mit Kommissionsmitgliedern zusammen. Das erste führte ich mit einem Professor der Mathematik. Er wollte wenig zu meinem Lebenslauf wissen und wenig dazu, was ich momentan gerade mache. Er sprach kurz mein Referatsthema an, und ich erklärte ihm, worum es dabei ging. Anschließend warf er noch einige ethische Fragen auf, die es zu klären galt. Insgesamt hatten wir eine überaus interessante Diskussion, die mich am Ende mit sehr vielen Fragen gehen ließ. Auch fand ich sehr undurchsichtig, inwiefern das Gespräch nun gut war – oder nicht.

Mit einem Deutsch- und Sportlehrer durfte ich das zweite Gespräch führen. Hierbei ging es deutlich mehr darum, was ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Besonderes Augenmerk legte der Herr auf meine Zeit als Schülersprecher. Hier wollte er wissen, mit welchem Wahlkampfthema ich gestartet sei, wobei ich zugeben musste, dass es kein richtiges gab. Die Schüler waren froh, jemanden gefunden zu haben, der bereit dazu war, dieses Amt zu übernehmen. Völlig perplex nahm er das zur Kenntnis.

Gut fand er, dass mein Lebenslauf selbstironisch gehalten ist, ein paar Mal musste er sogar schmunzeln. Schade fand er, dass ich nicht noch weiter darauf eingegangen bin, dass ich zwölf Jahre Fußball gespielt habe. Ich aber hielt das für weniger relevant, schließlich handelt es sich hier schlicht um etwas, das mir Spaß gemacht hat und das ich nicht auf Leistung betrieben habe. Auch das nahm er perplex zur Kenntnis. Fokussiert hat er, dass ich mich um Menschen „am Rande der Gesellschaft“ kümmere, sodass wir schnell auch auf soziales Engagement zu sprechen kamen

Mit einem etwas mulmigen Gefühl blicke ich auf die einzelnen Diskussionen und Gespräche zurück. Es war in Ordnung, aber das wird wohl keineswegs reichen. Abgefunden habe ich mich damit bereits während des Wochenendes, was mir eine resignierte Stimmung bescherte. Gespannt bin ich dennoch auf die Ergebnisse. Ein bisschen Hoffnung ist schließlich da. Sollte es nichts werden, so kann ich jedenfalls behaupten, ein grandioses Wochenende gehabt zu haben, an dem ich eine Menge intelligenter und kompetenter Menschen kennenlernen konnte.

Insgesamt eine wirklich wunderbare Erfahrung, an diesem Auswahlwochenende teilgenommen zu haben. Ich konnte meinen Horizont erweitern, bekam aber gleichzeitig auch Grenzen aufgezeigt, wenn ich mit Menschen in Kontakt kam, die weitaus klüger sind als ich selbst. Eine bereichernde und anspornende Lehre. Nun heißt es: Daumen drücken.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  04.01.2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
04.01.2016

Medizin studieren

Studienstiftung des Deutschen Volkes

300 Euro Studienkostenpauschale. Dazu einen Zuschuss, der an das BAföG angelehnt ist. Ideelle Förderung durch Seminare wie die Sommerakademie, bei der wissenschaftliche Themen anderer Forschungsgebiete erarbeitet werden. Dabei den Titel "Stipendiat" tragen. Das hört sich nicht schlecht an. Ist es auch nicht. Aber verdammt schwer zu erreichen.

Nun hatte ich vor kurzem mein Auswahlverfahren in Bielefeld, zu dem ich aufgrund meiner Empfehlung, die meine Schule mir vor eineinhalb Jahren ausgestellt hatte, eingeladen wurde. Gefordert waren in der Bewerbung nur ein zwei- bis dreiseitiger Lebenslauf und das Ausfüllen eines Formulars. Auch fand keine Vorauswahl statt, es wurden alle Bewerber ungefiltert eingeladen, was durchaus jedem die gleiche Chance bietet, das Auswahlverfahren aber nicht einfacher macht.

Im Vorfeld erhielt ich die Information, dass ich einen siebenminütigen Vortrag vorzubereiten habe, an den eine Diskussion anzuknüpfen ist, die ich selbst moderiere. Wichtig ist, dass ein Thema aus dem persönlichen Interessensgebiet gewählt wird, das auch wirklich eine gute Grundlage für eine Diskussion bietet. Der Vortrag sollte ohne Hilfsmittel gehalten werden.

Zu Beginn des Auswahlseminars wurden wir in 6er-Gruppen eingeteilt, in deren Konstellation wir dann die Vorträge einander vorstellten und miteinander diskutierten. Dabei gab es Themen wie den Vegetarismus und seine ökologische, ethische und gesundheitliche Bedeutung, die Verantwortung in der Gesellschaft, das umstrittene Gesetz zur Sterbehilfe und die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft in der heutigen Zeit.

Für jede Gruppendiskussion standen insgesamt 25 Minuten zur Verfügung, wobei fünf Minuten der Vorstellung dienten, sieben dem Referat und 13 der Diskussion. Dies alles geschah unter strenger Beobachtung eines Kommissionsmitgliedes, das zusammen mit anderen darüber entscheidet, ob wir die Zusage für das Stipendium bekommen oder nicht. Es ist eine sehr belebende Erfahrung, ernsthaft mit anderen Menschen über Themen zu diskutieren, über die man sich bisher wenig Gedanken machte. Besonders spannend ist es, wenn alle sehr darauf aus sind, möglichst viel beizutragen. Das war auch für die Referenten sehr von Vorteil, weil sie sich dadurch nicht so alleingelassen fühlten.

Mit den Gruppendiskussionen war der erste Teil des Auswahlverfahrens geschafft.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  28.12.2015
Autor: Thilo
Rubrik: studium
28.12.2015