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Medizin studieren

Stipendien

Vor einem Jahr habe ich von meiner Schule eine Empfehlung für ein Stipendium bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes bekommen. Es gibt dabei nicht nur eine Förderung von bis zu 597 Euro, sondern auch eine Studienkostenpauschale von 300 Euro obendrauf. Doch dafür muss man auch einiges leisten.

Besonders gefragt sind soziales oder politisches Engagement sowie die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, für die man eigene Projekte realisieren soll. Nicht die gute Abiturnote entscheidet darüber, ob man den Zuschlag bekommt, sondern der Einsatz, den man nebenbei zeigt. Dieser wird auch während des Studiums gefordert. Natürlich muss man auch gute Leistungen erbringen, aber man soll sich eben auch sozial und politisch innerhalb und außerhalb der Stiftung engagieren.

Nun musste ich also einen Bewerbungsbogen ausfüllen, in dem abgefragt wurde, was ich denn bisher so gemacht habe. Ich konnte glücklicherweise mein Ehrenamt erwähnen, dass ich über eineinhalb Jahre lang ausgeübt habe, dazu kommen das Amt des Schülersprechers, eine Schülerfirma, in der ich jahrelang gearbeitet habe, und einige Tätigkeiten für meinen Abiturjahrgang. So richtig habe ich aber nicht das Gefühl, dass ich mit diesem Engagement zu den Leuten mit dem meisten Engagement gehöre. Die meisten haben wirklich viel gemacht, nahmen an etlichen Wettbewerben teil, halfen bei Projekten der diakonischen Werke und Kirchen mit, organisierten selbst soziale Projekte und waren bestenfalls noch Mitglied einer Jugendpartei. Ich empfinde einen tiefen Respekt vor diesen Leuten.

Zuletzt wird lediglich eine unbeglaubigte Kopie des Zeugnisses verlangt. Bei einem Auswahlverfahren muss ich dann zeigen, wie motiviert ich bin, mich einzubringen. Ich hoffe, dass mir das eine bessere Chance gibt, ein Stipendium zu bekommen. Einen Versuch ist es definitiv wert. Ich bin gespannt auf mein Ergebnis!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  19.10.2015
Autor: Thilo
Rubrik: studium
19.10.2015

Medizin studieren

Abbau

Vergangenes Jahr hatte ich aufgrund grandioser Wellenvorhersagen beschlossen, beim Abbau des Surfcamps nicht mehr mitzuarbeiten, sondern stattdessen auf eigene Faust ins Wasser zu hüpfen, um möglichst viel zum Surfen zu kommen. Da dieses Jahr jedoch die Wellen-Vorhersage eher mau aussah und ich ein neues Surfbrett finanzieren muss, beschloss ich kurzerhand, dieses Mal mit abzubauen.

Ganz neu war das ja nicht für mich, schließlich habe ich das Ganze 2013 bereits einmal erlebt. Damals war das Wetter glücklicherweise eine Woche lang perfekt –Regen und Zelte abbauen wären eine miserable Kombination gewesen. Zwar versprach die Wettervorhersage auch dieses Jahr eine Woche voller Sonne, aber naja, die Wellen werden wohl nicht so toll.

Die ersten zwei Tage verliefen jedenfalls gelinde gesagt, schleppend. Anfangs gilt es nämlich immer, einen Haufen Kleinkram zu erledigen, der alles andere als Spaß macht, aber dafür lange dauert. Beispielsweise Kühlschränke putzen, Bodenplanen kärchern und dergleichen mehr. Das Ermüdende daran ist, dass man kaum Fortschritte sieht, aber extrem viel Zeit investiert. Für die Motivation ist es schon besser, ein 200-Quadratmeter-Zelt zusammenzupacken, denn man sieht dem Camp sofort an, dass es nun kleiner wird. Damit fingen wir dann ab Tag drei an: Zelte abbauen, Tische und Stühle demontieren, Ausrüstung in Anhänger verladen und so weiter.

So langsam leerten sich das Camp und auch der Campingplatz. Offiziell hatte der Platz bis Ende September geöffnet. Da wir so jedoch nur drei Tage für den Abbau eines Camps für gut 90 Leute gehabt hätten, hatten wir eine zusätzliche Woche vom Campingplatz eingeräumt bekommen.

An sich ist das sehr nett. Ärgerlich war nur, dass ab dem 1. Oktober nur noch kaltes Wasser und kein Licht mehr in den Waschhäusern zu Verfügung stand. Frierend, aber motiviert, packten wir also die letzten Sachen ein, verstauten sie, warfen einen letzten sehnsüchtigen Blick auf den Pinienwald und verabschiedeten uns voneinander. Bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  15.10.2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
15.10.2015

Medizin studieren

Umzug

Der Abschied von meinen Eltern war durchaus ein wenig kitschig, beinahe wie in einem Spielfilm und sehr emotional. Nun habe ich ich das Haus meiner Eltern verlassen, um alleine zu wohnen. Vorausgegangen war dem Umzug eine Abschiedsfeier mit meinen Freunden.

Es ist nicht einfach, seinem alten Leben den Rücken zu kehren. Nachdem ich ein Jahr lang gearbeitet und mein eigenes Geld verdient habe, mache ich jetzt den nächsten Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Erwachsenwerden. Es warten nun Aufgaben auf mich, die mir bisher von den Eltern abgenommen wurden. Sei es nun der Haushalt, die Versorgung, das Kochen oder ganz besonders die Verwaltung der Finanzen. Nun bin ich selbst für alles verantwortlich. Wenn ich kein Geld mehr habe, habe ich kein Geld mehr. Ich selbst muss dafür sorgen, dass ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Ich hatte aber viel Zeit, mich darauf einzustellen. Nicht auszudenken, wie es den Leuten gehen muss, die jetzt erst ihre Zulassung für das Studium bekommen haben, sehr kurzfristig umziehen müssen und nun plötzlich mit dieser neuen Lebensweise konfrontiert werden.

Um finanziell über die Runden zu kommen, bin ich momentan auf der Suche nach einem Nebenjob. Diesmal gehe ich das energischer und vor allem selbstbewusster an als im vergangenen Jahr. Da sah ich alles sehr gelassen und kümmerte mich nicht ernsthaft darum. Seit ein paar Wochen ist mein Freiwilliges Soziales Jahr vorbei, die Arbeitslosigkeit wurmt mich besonders, weil der Umzug erledigt ist und ich kein richtiges Projekt mehr habe.

Das Medizinstudium beginnt erst Mitte Oktober, daher habe ich noch etwas Zeit, um mich einzuleben und die Stadt kennenzulernen kann. Wenn es dann losgeht, kenne ich mich schon etwas aus und kann mich voll auf die Lehrinhalte konzentrieren. Nun muss ich mir aber erst eine Möglichkeit sichern, um Geld zu verdienen, mich zum Unisport anmelden, Hobbys insgesamt zusammensuchen, mich mit meinen Mitbewohnern einleben und diesen Ort zu einem Zuhause machen.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  12.10.2015
Autor: Thilo
Rubrik: studium
12.10.2015