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Medizin studieren

Das Ende des Sommers

Wie eigentlich fast jedes Jahr fuhr ich die Strecke zurück nach Deutschland am Stück durch. Ich machte lediglich zwei Stunden Pause, nachdem meine Augenlider bedrohlich schwer geworden waren. Nach zunächst sintflutartigen Regenfällen hatte ich außerdem richtig gutes Reisewetter, sodass die ganze Fahrt nicht zu anstrengend war.

Daheim angekommen dachte ich zunächst: Wow, so viel kälter als in Südfrankreich ist es ja gar nicht, warum haben hier die Leute denn schon Jacken an? Irgendwie bin ich es einfach gewöhnt, nur mit Shorts und T-Shirt herumzulaufen. Deutschland hingegen hat offenbar schon einen Kälteeinbruch hinter sich und ich werde die kurzen Sachen wohl über den Winter verstauen müssen.

Dann aber merkte auch ich sehr schnell, dass der Sommer tatsächlich vorbei ist: Einen Tag nach meiner Ankunft fielen die angenehmen Temperaturen um zehn Grad und hässlicher Regen setzte ein. Wie ich es hasse, bei zehn Grad Außentemperatur morgens um sieben zur Arbeit fahren zu müssen! Aber gut, daran werde ich mich mindestens für die nächsten fünf Monate gewöhnen müssen.

Wenigstens macht die Famulatur, die ich jetzt wieder aufgenommen habe, immer noch Spaß. Ich darf immer mehr selbst machen und profitiere davon, bereits im August die Mitarbeiter kennengelernt zu haben, weil sie mich jetzt schon etwas besser einschätzen können. Die Ärzte kennen mich noch und lassen mir viel Freiraum. Eigentlich sind das ideale Voraussetzungen, um viel zu lernen. Unter Umständen nimmt mich einer der Anästhesisten nächste Woche sogar auf eine 24-Stunden-Notarzt-Schicht mit, sodass ich auch die Akut-Medizin aus nächster Nähe erleben darf. Ganz sicher ist das aber noch nicht, zunächst muss nämlich mit der Uni abgeklärt werden, ob das versicherungstechnisch funktioniert.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  27.10.2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
27.10.2015

Medizin studieren

Stipendien

Vor einem Jahr habe ich von meiner Schule eine Empfehlung für ein Stipendium bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes bekommen. Es gibt dabei nicht nur eine Förderung von bis zu 597 Euro, sondern auch eine Studienkostenpauschale von 300 Euro obendrauf. Doch dafür muss man auch einiges leisten.

Besonders gefragt sind soziales oder politisches Engagement sowie die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, für die man eigene Projekte realisieren soll. Nicht die gute Abiturnote entscheidet darüber, ob man den Zuschlag bekommt, sondern der Einsatz, den man nebenbei zeigt. Dieser wird auch während des Studiums gefordert. Natürlich muss man auch gute Leistungen erbringen, aber man soll sich eben auch sozial und politisch innerhalb und außerhalb der Stiftung engagieren.

Nun musste ich also einen Bewerbungsbogen ausfüllen, in dem abgefragt wurde, was ich denn bisher so gemacht habe. Ich konnte glücklicherweise mein Ehrenamt erwähnen, dass ich über eineinhalb Jahre lang ausgeübt habe, dazu kommen das Amt des Schülersprechers, eine Schülerfirma, in der ich jahrelang gearbeitet habe, und einige Tätigkeiten für meinen Abiturjahrgang. So richtig habe ich aber nicht das Gefühl, dass ich mit diesem Engagement zu den Leuten mit dem meisten Engagement gehöre. Die meisten haben wirklich viel gemacht, nahmen an etlichen Wettbewerben teil, halfen bei Projekten der diakonischen Werke und Kirchen mit, organisierten selbst soziale Projekte und waren bestenfalls noch Mitglied einer Jugendpartei. Ich empfinde einen tiefen Respekt vor diesen Leuten.

Zuletzt wird lediglich eine unbeglaubigte Kopie des Zeugnisses verlangt. Bei einem Auswahlverfahren muss ich dann zeigen, wie motiviert ich bin, mich einzubringen. Ich hoffe, dass mir das eine bessere Chance gibt, ein Stipendium zu bekommen. Einen Versuch ist es definitiv wert. Ich bin gespannt auf mein Ergebnis!

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  19.10.2015
Autor: Thilo
Rubrik: studium
19.10.2015

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Abbau

Vergangenes Jahr hatte ich aufgrund grandioser Wellenvorhersagen beschlossen, beim Abbau des Surfcamps nicht mehr mitzuarbeiten, sondern stattdessen auf eigene Faust ins Wasser zu hüpfen, um möglichst viel zum Surfen zu kommen. Da dieses Jahr jedoch die Wellen-Vorhersage eher mau aussah und ich ein neues Surfbrett finanzieren muss, beschloss ich kurzerhand, dieses Mal mit abzubauen.

Ganz neu war das ja nicht für mich, schließlich habe ich das Ganze 2013 bereits einmal erlebt. Damals war das Wetter glücklicherweise eine Woche lang perfekt –Regen und Zelte abbauen wären eine miserable Kombination gewesen. Zwar versprach die Wettervorhersage auch dieses Jahr eine Woche voller Sonne, aber naja, die Wellen werden wohl nicht so toll.

Die ersten zwei Tage verliefen jedenfalls gelinde gesagt, schleppend. Anfangs gilt es nämlich immer, einen Haufen Kleinkram zu erledigen, der alles andere als Spaß macht, aber dafür lange dauert. Beispielsweise Kühlschränke putzen, Bodenplanen kärchern und dergleichen mehr. Das Ermüdende daran ist, dass man kaum Fortschritte sieht, aber extrem viel Zeit investiert. Für die Motivation ist es schon besser, ein 200-Quadratmeter-Zelt zusammenzupacken, denn man sieht dem Camp sofort an, dass es nun kleiner wird. Damit fingen wir dann ab Tag drei an: Zelte abbauen, Tische und Stühle demontieren, Ausrüstung in Anhänger verladen und so weiter.

So langsam leerten sich das Camp und auch der Campingplatz. Offiziell hatte der Platz bis Ende September geöffnet. Da wir so jedoch nur drei Tage für den Abbau eines Camps für gut 90 Leute gehabt hätten, hatten wir eine zusätzliche Woche vom Campingplatz eingeräumt bekommen.

An sich ist das sehr nett. Ärgerlich war nur, dass ab dem 1. Oktober nur noch kaltes Wasser und kein Licht mehr in den Waschhäusern zu Verfügung stand. Frierend, aber motiviert, packten wir also die letzten Sachen ein, verstauten sie, warfen einen letzten sehnsüchtigen Blick auf den Pinienwald und verabschiedeten uns voneinander. Bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  15.10.2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
15.10.2015