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Medizin studieren

Alles neu?!

Irgendwann ist alles vorbei, auch die drei Monate Semesterferien. Aber sechs Tage Erholung pur bei meiner Familie rundeten meinen Sommer perfekt ab. Trotzdem holte mich die Realität schneller wieder ein als ich dachte.

Kaum war ich in Münster angekommen, galt es, die Post von drei Monaten abzuarbeiten und das kommende Semester vorzubereiten, schließlich sollte es erneut mit einer Klausur beginnen, in der der Stoff aus dem vorangegangenen Semester geprüft wird. Vor allem aber musste ich mich um mein Auto kümmern. Das muss schließlich im Winter irgendwo untergestellt werden und da ich bis dahin keinen Stellplatz hatte, musste ich einen aufzutreiben, der nicht gerade 100 Euro pro Monat kostet.

Zwar hatte ich viel zu tun, genoss es aber gleichzeitig auch, wieder zu Hause zu sein, obwohl ich mich ganz schön umgewöhnen musste. Auf einmal musste ich den Kühlschrank wieder selbst füllen. Das kostete mich am ersten Sonntag leider einen ziemlich leeren Magen. In Südamerika und Frankreich wird nicht so viel auf Ladenöffnungszeiten gegeben. Zumindest nicht in den Touristenregionen.

In meiner Abwesenheit hat meine Mitbewohnerin die WG außerdem etwas verändert und es gab mindestens ein Hochwasser, sodass ein paar Cafés komplett neu renoviert wurden, etliche Bäume dem Stadtbild abhandengekommen sind und Straßen teils aufgerissen wurden. Einerseits war mir alles also sehr vertraut, andererseits musste ich aber auch Vieles neu kennenlernen. Aber das machte mir nichts aus. Wäre ja auch langweilig, wenn alles immer beim Alten bliebe.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  27.11.2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
27.11.2014

Medizin studieren

Entspannung

Die 1.400 Kilometer lange Fahrt nach Hause war wie immer eher mittelmäßig spannend. Dieses Mal hatte ich keinen Mitfahrer, es war also noch langweiliger und leider auch teurer als sonst. Aber mit der Aussicht auf ein paar Tage mit meiner Familie, überwand ich die Distanz beinahe von selbst. Endlich hatte ich wieder ein eigenes Bett, regulierbare Duschen, vier Wände und eine Waschmaschine, Dinge die mir nach zweieinhalb Monaten wirklich gefehlt haben.

In den ersten Tagen in Nürnberg habe ich mich erst mal erholt (Surfen kostet einen ab und zu an der einen oder anderen Stelle doch mal etwas Haut), mich dann aber auf das kommende Wintersemester vorbereitet. Ich habe Termine in den Kalender eingetragen, To-do-Listen geschrieben, mich bei Kommilitonen gemeldet und so weiter. Lauter so Sachen, die beim Backpacken in Südamerika definitiv zu kurz gekommen sind. Besonders schön war, dass ich meine Großeltern getroffen habe. Ich habe ihnen Bilder gezeigt und fränkische Spezialitäten in mich hinein geschaufelt. So lange war ich schon seit fast zwei Jahren nicht mehr zu Hause und ich muss zugeben, dass ich es wirklich genossen habe.

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  21.11.2014
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
21.11.2014

Medizin studieren

Mit Weltmeistern im Wasser

Meine zwei Wochen als Surflehrer gingen leider erstaunlich schnell vorüber. Als ich das Gefühl hatte, so richtig angekommen zu sein, verließen die letzten Kursteilnehmer gerade das Camp. Kurzerhand tat ich das auch, denn die Wellenvorhersage war gut und ich wollte mir die letzten vier Tage lieber frei nehmen und die Wellen genießen können. Also ging es in den Süden nach Soorts-Hossegor, das Surf-Mekka Frankreichs. Dort fand nämlich ein Teil der Weltmeisterschaft im Surfen statt. Die 36 besten Surfer der Welt kämpften um Punkte, um am Ende des Jahres als Weltmeister dazustehen. Kaum am Ort des Geschehens angekommen, begegneten mir zwei der Top-ten-Surfer auf der Straße. Echt lustig zu sehen, wie die in Wirklichkeit aussehen. Werden sie von ihren Sponsoren immer als große Sonnyboys in Boardshorts vermarktet, wirken die Profis neben durchschnittlich großen Europäern wie mir tatsächlich ziemlich winzig. Die meisten sind nämllich nur zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß.

Im Wasser aber gehen die Kerle dann so richtig ab. Um Soorts-Hossegor ist das Surfniveau in den Wellen sowieso ziemlich hoch, aber wenn man diesen Jungs dabei zusieht, wie sie die Wellen mit ihren Brettern in Stücke schneiden, wird man doch ziemlich neidisch.

Schließlich entschied ich mich dafür, noch ein Stück weiter in den Süden zu fahren und so den Massen im Wasser zu entgehen. Der Plan war eine gute Idee und ich konnte noch zwei Tage wunderbare Wellen genießen. Am Abreisetag traf ich sogar Mick Fanning im Wasser, den amtierenden Weltmeister. Offenbar hatten er und sein dreiköpfiges Kamerateam, das ihn vom Strand aus filmte, die gleiche Idee wie ich. Und so durfte ich die letzte Surfsession der Saison mit einem der besten Surfer der Welt verbringen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  11.11.2014