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Master live

Kami-was?!

Nachdem alle Klarheiten zum Semesterstart beseitigt waren – die Uni hier ist manchmal ein wenig chaotisch – wollte ich mich auch gleich aktiv ins Studentenleben einbringen. Als Erstes fiel mir dabei der Hochschulsport ein. Optimistisch rief ich die dazugehörige Website der Universität auf: Die Möglichkeiten überforderten mich anfangs ein wenig. Inzwischen weiß ich das Angebot sehr zu schätzen, allerdings hat mich die reine Masse doch erst einmal unvorbereitet getroffen. Von Rudern über Fechten bis hin zu irischem Tanz und Aikido ist alles vertreten. In unterschiedlichen Preisklassen versteht sich.
Da die Benotung meiner Bachelorarbeit noch aussteht, habe ich mein Bachelorzeugnis noch nicht. Ich gehe zwar fest davon aus, bestanden zu haben, wollte aber trotzdem nicht gleich die teuersten Angebote wählen. Vieles war sowieso schon ausgebucht, ich war ziemlich spät dran, um noch Sportkurse zu belegen. Schnell hatte ich mich für Aikido entschieden. Ein Kurs einmal die Woche erschien mir jedoch nicht genug. Irgendwann blieb ich dann bei Kamibo hängen und musste stutzen. Kami-was?! Noch nie gehört. Trotzdem mal angemeldet. Aufgrund der Tatsache, dass ich erst wenige Stunden hinter mir habe, werde ich euch zu beiden Kursen bald mehr berichten. Eins vorweg: Kamibo ist eine Choreografie aus Kampfsport, Boxen und Martial-Arts-Elementen. Untermalt wird das durch passende Musik. Es handelt sich dabei nicht um Selbstverteidigung, weil man keine Technik lernt und auch nicht mit einem Partner trainiert. Nichtsdestotrotz ist es wahnsinnig anstrengend und sehr gut fürs Selbstbewusstsein.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  13.11.2017

Master live

Monday Blues

Nachdem mir vergangene Woche die Weisheitszähne gezogen wurden und ich am Wochenende Besuch hatte, wollte ich mit dem Beginn der neuen Woche so richtig in mein letztes Semester durchstarten. Getreu meiner Organisationsliebe bastelte ich mir also schon am Sonntagabend einen Plan für die Woche, schrieb mir einen Einkaufszettel und stellte meinen Wecker extra früh, um noch vor der Uni möglichst viel zu schaffen. Aber dann kam natürlich alles ganz anders.
Anstatt mich um 7 Uhr zu wecken, klingelte mein Wecker einfach gar nicht. Deshalb wachte ich erst um 9 Uhr auf, sprang völlig gehetzt unter die Dusche und musste meine frühmorgendlichen Einkaufspläne an den Nagel hängen, um es noch rechtzeitig zur Uni zu schaffen – essen wird ohnehin überbewertet. An der Bushaltestelle dann der nächste Schock: Nachdem wir am Samstagabend noch unterwegs waren, hatte ich vergessen, meinen Studentenausweis wieder in mein Portemonnaie zu packen – ohne den bin ich in der Uni leider so gut wie aufgeschmissen! Also zurück in die Wohnung, Ausweis einstecken, nächsten Bus nehmen – jetzt war eh alles egal, denn zu spät war ich sowieso schon längst. Zu allem Überfluss hatte ich dann auch noch Pech mit einem Uni-PC, auf dem natürlich genau das Schreibprogramm nicht installiert war, mit dem ich sonst immer arbeitete. Kommt es mir nur so vor oder passieren solche dummen Sachen tatsächlich immer ausgerechnet am Montag? Und ist es nicht schlimm genug, dass das Wochenende vorüber ist und die Arbeit wieder ruft?
Na ja, an anderen Tagen wäre meine Laune sicher im Eimer gewesen, heute bin ich einfach nur etwas genervt, denke aber, dass es dann diese Woche ja nur noch bergauf gehen kann. In den vergangenen Jahren meines Studiums habe ich viel in Sachen Gelassenheit dazugelernt. Während ich in der Schule regelmäßig eskalierte, wenn mal etwas nicht wie gedacht lief, ist mir dies nun eher schnuppe – passiert halt. Um nicht den Überblick zu verlieren, mache ich mir meine Pläne und Listen, doch über den Rest im Leben hat man ohnehin keine Kontrolle. Dann darf auch ruhig mal etwas schiefgehen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  09.11.2017

Master live

Nochmal ins Ausland

Wie oft habe ich schon den Ratschlag gehört, dass man ins Ausland gehen sollte, solange man jung ist. Inzwischen bin ich diesem Rat schon zweimal gefolgt und frage mich gerade, ob es Sinn macht, noch ein drittes Mal ins Ausland zu gehen – diesmal im Rahmen des Studiums.
Das erste Mal ging ich in der 9. Klasse für ein Trimester in ein englisches Internat. Dieser Aufenthalt war zwar nicht ausnahmslos schön, aber für mich trotzdem eine wunderbare Erfahrung, weil ich zu dieser Zeit unbedingt mal alleine weiter weggehen wollte. Praktischerweise habe ich dabei natürlich auch Englisch gelernt und an Selbstbewusstsein gewonnen. Das zweite Mal war ich für ein fünfmonatiges Praktikum in Mexiko-Stadt und reiste danach durch Mittel- und Nordamerika. Ich habe mich zwar teilweise alleine gefühlt, aber im Großen und Ganzen bin ich mit einem wahren Erinnerungsschatz zurückgekehrt.
Und nun noch ein Auslandssemester? Im Bachelor habe ich diese Möglichkeit nicht genutzt. Ich hatte keine Lust, in die Ferne zu fahren und dafür die neu gewonnenen Freundschaften aufs Spiel zu setzten. Außerdem wollte ich den Bachelor in Psychologie schnell durchziehen, da das ja schon mein zweites Studium war.
Nun im Master habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mich zu beeilen, zumal es in letzter Zeit recht stressig war. Deshalb würde sich ein Auslandssemester anbieten. Aber nur, wenn es mir im akademischen Sinne etwas bringt. Denkbar wäre zum Beispiel ein Forschungspraktikum in den USA oder ein Praktikum in einem englisch- oder spanischsprachigen Land, um herauszufinden, ob klinisches Arbeiten für mich auch in einer Fremdsprache möglich wäre. Wenn ich eine Universität mit spannenden Veranstaltungen in den USA oder Italien finde, die ein Partnerschaftsabkommen mit der Uni Leipzig hat, könnte ich mir auch das vorstellen. So könnte ich andere Inhalte lernen, eine Sprache vertiefen und Ruhe in mein Studium bekommen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  08.11.2017