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Master live

Drei Wochen Psychatrie

Im diesem Semester musste ich ein nichtpsychologisches Zusatzfach wählen. Ich habe mich für das Modul „Neurologie und Psychiatrie“ entschieden, das von der medizinischen Fakultät angeboten wurde. Es bestand aus einer Neurologie-Vorlesung, über die ich in einem späteren Blogbeitrag noch erzählen werde, und einer Blockvorlesung zu Psychiatrie. Die Blockvorlesung fand am Ende des Semesters für drei Wochen statt.
Die psychiatrischen Störungsbilder, die ich bisher nur aus psychologischer Sicht kannte, wurden dort aus der medizinischen Perspektive erklärt. Zum Beispiel haben wir über affektive Störungen (also Depressionen und manische Depressionen), Angst- und Zwangsstörungen, Schizophrenie und Suchterkrankungen gesprochen. Für uns Psychologiestudierende war vor allem die pharmakologische Behandlungspraxis sehr interessant, da dies im Psychologiestudium kaum vorkommt. Als Psychologin darf ich keine Psychopharmaka verschreiben. Dafür sind Psychiater zuständig, die Medizin studiert haben. Ich denke aber, dass es trotzdem wichtig ist, zumindest ungefähr Bescheid zu wissen, was wie wirkt, wenn man später mit Patientinnen und Patienten zu tun hat, die teilweise schon eine lange pharmakologische Behandlungsgeschichte hinter sich haben.
Das Spannendste zum Schluss: Zu jedem Thema wurde ein Patient oder eine Patientin aus einer psychiatrischen Station der Uni-Klinik eingeladen, um zum jeweiligen Störungsbild aus eigener Erfahrung zu erzählen. So konnte ich mir die alltäglichen, gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der verschiedenen Störungen viel besser vorstellen. Zum Beispiel kam eine Patientin, die seit einer Operation am Gehirn an Zwangsstörungen leidet. Eine andere war sich sicher, durch Handystrahlungen verfolgt zu werden und verspürte Schmerzen, wann immer sie in die Nähe eines Handys kam. Im nächsten Beitrag möchte ich euch von einem ganz besonderen Patienten aus dieser Vorlesung berichten.

Autor: Franca  |  Rubrik: orientieren  |  14.02.2017
Autor: Franca
Rubrik: orientieren
14.02.2017

Master live

Von Inseln, Stränden und Lagunen

Für mich steht dieses Jahr unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“. Grund dafür ist die steigende Zahl an Ausflügen, Exkursionen und Reisen, die ich (für mich neu) auf Inseln und zu Küsten und Gewässern plane.
Angefangen hat es mit der großen botanischen Exkursion auf Teneriffa, für die ich einen Platz unter den Inselerkundern bekommen habe. Ich bin gespannt, was uns dort erwarten wird. Diese Reise ist für mich eine Belohnung, die mich hoffentlich das Semester hindurch motivieren kann. Und da es die letzte Exkursion eines klasse Dozenten ist, bei dem ich auch noch meine Bachelorarbeit schreiben werde, habe ich das Gefühl, es wird etwas ganz Besonderes.
Dennoch ist der Aufenthalt auf Teneriffa eine Uniexkursion und wird daher auch mit viel Schweiß und Arbeit verbunden sein. Also fehlt mir noch ein richtiger Urlaub. Da ich diesen Sommer hoffentlich mit der Datenerhebung für meine Masterarbeit eingespannt sein werde, fällt der Sommer für einen Strandurlaub flach. Übrig blieb nach dem Ausschlussverfahren nur noch der März und mein Mann und ich entschieden uns für Italien. Wir nutzten die Weihnachtsferien um unsere Reise nach Bella Italia zusammenzustellen. Wir freuen uns jetzt auf eine Woche Wanderurlaub an der Küste von Ligurien, gefolgt von drei Tagen in der Lagunenstadt Venedig, wo uns Wassertaxis zu weiteren neuen und schönen Ufern bringen werden.
Und weil ich wohl bald nicht mehr die Vorzüge des Studentendaseins nutzen kann, hab ich mich auch noch auf eine Exkursion zum Vogelparadies des Neusiedlersees beworben. Die ist im Mai, also in meiner Masterarbeitshochphase. Ich habe mich aber entschieden, mir diese Chance nicht entgehen zu lassen. Wer weiß, wann ich wieder eine Woche hauptsächlich dem Beobachten von Vögeln widmen kann und das auch noch für ein wenig Geld.
So eine Exkursion soll mich auch vorbereiten für Umweltgutachterarbeiten. Denn wenn alles so läuft, wie ich das gerade plane, werde ich den sicheren Hafen der Uni bald verlassen. Aber ehrlich gesagt, kann ich es oft kaum erwarten, endlich meine Segel zu hissen, um neue Ufer im Berufsleben anzusteuern.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  08.02.2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
08.02.2017

Master live

Supermond

Vor einigen Monaten gab es einen sogenannten Supermond. Ich saß bis Einbruch der Dunkelheit in einer Vorlesung – glücklicherweise, denn drei Freundinnen von mir, die neben mir saßen, wollten im Anschluss auf einen Berg außerhalb von Magdeburg fahren, um den Mond anzuschauen. Ich dachte mir, dass das eine schöne Abendbeschäftigung sein könnte. Also ging ich spontan mit. Ein Freund holte uns mit seinem Auto ab und wir fuhren in der einbrechenden Dunkelheit raus aus Magdeburg. In meiner Generation ist Autofahren ja irgendwie out – zumindest in meinem Umfeld – und ich habe mich wie in einem amerikanischen Teenie-Film aus den Neunzigern gefühlt, so in dieses alte Auto gequetscht mit den Smashing Pumpkins als musikalische Untermalung – natürlich auf Kassette.
Wir fuhren auf der Landstraße, als wir links auf einem Feld an die fünfzig Schemen in der Dunkelheit stehen sahen. Einige hatten Stative vor sich aufgebaut oder guckten einfach nur in den Himmel. Warteten sie etwa auf die Ankunft der Außerirdischen? Wir machten einige Scherze in diese Richtung, doch dann holte der Freund seine eigene Kamera auf einem Stativ heraus und machte Bilder mit Langzeitbelichtung. Und der Mond war tatsächlich unglaublich! Zum einen orangerot, zum anderen wirklich bombastisch groß. Dass der Mond so groß wirkt, ist die Folge einer Wahrnehmungstäuschung, die damit zusammenhängt, dass wir Dinge in der Höhe in ihrer Größe nicht einschätzen können. Dann wurde es sehr schnell sehr kalt und der Mond verschwand hinter den Wolken. Dennoch war die Atmosphäre ganz besonders!

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  06.02.2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
06.02.2017