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Master live

Auf Erfolgskurs

Oft hat man während seines Bachelorstudiums zwar schon eine grobe Idee, doch wohin genau es beruflich einmal gehen soll, da ist man sich noch nicht so sicher. Wenn man wie ich eine Geisteswissenschaft studiert, kann man zugleich irgendwie alles und doch nichts. Das macht die Sache nicht leichter.
Für mich stand schon während der Schulzeit fest, dass ich später einmal etwas mit Medien machen will. Aber das will ja gefühlt fast jeder. Das Einzige, was mir in meiner Berufsorientierung wirklich weitergeholfen hat, sind meine beiden Praktika, die ich zwischen Bachelor und Master zum einen in einem Verlag und zum anderen bei einem Magazin absolviert habe. Seitdem weiß ich: Journalismus soll es werden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Nach dem Abi habe ich zunächst damit begonnen, für die eine oder andere Website Blogbeiträge über meine Erfahrungen im Studium zu verfassen. Vor kurzem kamen dann noch zwei Jobs bei einem Göttinger Magazin sowie bei einem Lokalblatt meiner Heimatstadt hinzu. Jetzt bin ich beim Finanzamt offiziell als Freie Redakteurin gemeldet und ich muss sagen: Das fühlt sich schon ziemlich gut an. Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich denn mit meinem Studium einmal anfangen und ob ich Lehrerin werden wolle, kann ich voller Überzeugung sagen: „Nein, will ich nicht! Ich werde Journalistin!“
Was mir ganz besonders an dieser Arbeit gefällt, ist die enorm große Bandbreite an Themen, mit denen ich zu tun habe. Bisher durfte ich zum Beispiel bei einem Infoabend meiner Stadt zur aktuellen Flüchtlingssituation dabei sein. Für das Göttinger Magazin kann ich mir sogar regelmäßig Themen ausdenken und aktiv an deren Umsetzung mitarbeiten. Noch vor einem Jahr hätte ich mit so viel praktischen Erfahrungen niemals gerechnet.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  18.10.2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
18.10.2016

Master live

Nieder mit den Vorsätzen

Es ist doch immer dasselbe: Zum Beginn eines neuen Semesters nimmt man sich jedes Mal vor, in den Seminaren fleißig mitzuschreiben und alles ordentlich nachzuarbeiten. Das neue Semester ist gerade einmal ein paar Wochen alt, doch ich merke schon jetzt, wie ich meinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden kann. Ich habe das Gefühl, einige Professoren denken ernsthaft, ihr Kurs wäre der Einzige, den ich besuchen muss. Dabei sieht es vielmehr so aus: Anwesenheitspflicht hier, Essay abgeben da, irgendwo dazwischen noch hundert Seiten Theorie in den Kopf hämmern – und ach ja, ein Privatleben hat man ja eigentlich auch noch. Ohne die Wochenpläne, die ich mir seit dem Besuch eines Zeitmanagementvortrags beinahe wöchentlich neu anlege, wäre ich komplett aufgeschmissen. Oder wer soll mir sonst sagen, wann es mal wieder Zeit ist, bei all dem Unistress das Bad zu putzen oder den Wocheneinkauf zu erledigen? Ich habe sowieso viel zu wenig Zeit, da will ich schließlich nichts verplempern!

Aber manchmal hilft die beste Planung nichts. Obwohl ich weiß, dass noch ein Text auf mich wartete, hat sich mein Gehirn in eine Pause verabschiedet. Gerade geht gar nichts mehr. Für heute ist mein Limit einfach erreicht.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  02.05.2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
02.05.2016

Master live

Geld oder Nähe

Für jemanden wie mich, der es als normal empfindet, wenn abends um zehn die Straßenlaternen ausgehen, kann eine Großstadt wie München ein ziemlicher Kulturschock sein. Trotzdem habe ich mich ganz bewusst dazu entschieden, ein Praktikum in der Landeshauptstadt von Bayern zu absolvieren.

Warum ich mich ausgerechnet für diese Stadt entschieden habe? Das ist eigentlich ganz einfach: Natürlich geht es bei einem Praktikum immer darum, die Praxis eines Berufsbereichs kennenzulernen, aber am Ende ist es auch immer eine Frage des Geldes. Da mein Redaktionspraktikum nur acht Wochen dauert, stand für mich von Anfang an fest, dass ich mein WG-Zimmer in Göttingen behalten würde. Eine zweite teure Unterkunft kam da natürlich nicht infrage. Glücklicherweise wohnt meine Tante in München, sodass ich in der Zeit meines Praktikums bei ihr unterkommen konnte. Da München zudem als Medienhochburg gilt, hat sich das natürlich auch angeboten. Und es ist bestimmt nicht verkehrt, sich schon mal an das Leben in einer Großstadt zu gewöhnen.

Schließlich werde ich nach meinem Abschluss in Deutscher und Englischer Philologie am ehesten in einer großen Stadt wie München einen Job finden. Ich muss nämlich zugeben, dass es mir schwerfällt, mich in diesem hektischen Alltag zurechtzufinden. Morgens zur Bahn zu hetzen, nur um sich stehend zwischen unzählige Menschen zu quetschen: Ich kann mir wirklich Schöneres vorstellen. Meine Mutter sieht das alles immer ganz pragmatisch: Noch bist du jung, also raus in die Welt und Erfahrungen sammeln – am besten in Australien, England oder den USA. Und ich finde es auch schön, fremde Sprachen und Kulturen kennenzulernen. Aber das Schönste am Herumreisen ist doch am Ende immer wieder das Nachhausekommen. Mein Papa hingegen sagt immer: Geld ist nur bedrucktes Papier. Und irgendwie hat er damit auch Recht. Klar sollte es zum Leben reichen, aber es schenkt einem weder einen tollen Freundeskreis noch Spaß an der Arbeit. Ich sehe es vermutlich eher wie mein Papa und stelle die Nähe zu meiner Heimat über das hohe Gehalt.

Autor: Noelle  |  Rubrik: orientieren  |  08.04.2016
Autor: Noelle
Rubrik: orientieren
08.04.2016