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Master live

Pläne für den Jahreswechsel

Anfang Dezember hatte ich die Idee, Silvester am Meer zu verbringen. Dabei gab es allerdings ein kleines Problem: In Bonn gibt es zwar den Rhein, das Meer ist jedoch weit entfernt. Nachdem ich ein wenig recherchiert hatte, kam ich zu dem Schluss, dass ein Trip ans Meer zu teuer werden würde. Man muss sowas wohl eher planen. Also entschied ich mich dagegen.
Daher sind meine Pläne für Silvester relativ unspektakulär: Ein nettes Abendessen mit Freunden und Familie, wahrscheinlich ein paar altmodische Brett- beziehungsweise Kartenspiele und anschließend werden wir uns bei guter Sicht einen Platz suchen, um das Feuerwerk im Ort zu bewundern. Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung bin ich jetzt voller Vorfreude. Weihnachten und Silvester in einer beschaulichen Atmosphäre zu verbringen, stelle ich mir sehr schön vor. Vor allem, weil ich seit längerem keine klassischen Brettspiele mehr gespielt habe. Die Regeln für „Mensch ärgere Dich nicht“ habe ich aber nicht vergessen.
Nach dieser Zeit der Besinnlichkeit erwartet mich im neuen Jahr viel Arbeit: Bewerbungen auf Doktorandenstellen und beim Auswärtigen Amt, die Konzeption und Ausführung meiner Forschung auf Mittelaltermärkten für meine Masterarbeit und dazwischen ein Praktikum im Museum, auf das ich mich bereits sehr freue. Dazu kommen noch ausstehende Prüfungen an der Uni und selbstverständlich möchte ich auch noch ein Sozialleben haben und meinen Hobbies nachgehen. Mir wird also nicht langweilig werden.

 

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  19.12.2018

Master live

Zukunftsmusik

In etwa einem Jahr werde ich mit meiner Masterarbeit fertig sein und muss mir nun langsam überlegen, wie es danach für mich weitergehen soll. Aktuell setze ich mich mit der Frage auseinander, ob ich im klinischen Bereich als Therapeutin arbeiten möchte. Natürlich kann ich mir das einerseits gut vorstellen, da ich gerne Menschen begleiten und sie unterstützen möchte. Andererseits habe ich auch Vorbehalte. Gegen eine Ausbildung als Therapeutin sprechen für mich einige Erfahrungen, die ich während meiner Praktika in Kliniken gemacht habe. Damals hatte ich den Eindruck, dass man sowohl zeitlich als auch methodisch sehr enge Vorgaben zu erfüllen hat und wenig Spielraum für Individualität bleibt. Außerdem kann es auf Dauer sehr anstrengend und überfordernd sein, immer mit psychisch erkrankten Menschen zu arbeiten. Frustrierend fand ich es vor allem auf der Jugendstation. Hier müsste man wesentlich mehr mit den Eltern und eventuell Geschwistern arbeiten. Das ist aber im Rahmen der meisten Behandlungen finanziell und zeitlich nicht möglich.
Deswegen schaue ich mich aktuell nach Alternativen um. Zurzeit beschäftige ich mich mit einer Therapierichtung, die sich „systemische Familientherapie“ nennt. Hier wird davon ausgegangen, dass alle Menschen bestimmten Systemen angehören, zum Beispiel der Familie. Daher kommt der Ansatz, dass man die Angehörigen zur Therapie mit einladen sollte, um bessere Ergebnisse erzielen zu können.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  18.12.2018

Master live

Schnaps und Orangensaft

In Leipzig findet jedes Jahr ein großes Dokumentar- und Animationsfilmfestival statt. Vor einigen Jahren habe ich dort schon einmal ehrenamtlich gearbeitet und auch dieses Jahr habe ich mich wieder dafür beworben. Ich hatte Glück und durfte für eine Woche das Festival als Kinohelferin begleiten. Das bedeutet, dass ich ungefähr die Hälfte der Festivalzeit in einem Kino am Eingang stand und Gäste begrüßt, Fragen geklärt und Tickets eingescannt habe. Die andere Hälfte der Zeit durfte ich mir kostenlos alle Filme anschauen. Das habe ich natürlich ausgenutzt und so in einer Woche 15 Lang- und ebenso viele Kurzfilme gesehen. Aufgrund der Themen der Dokus schwankten meine Emotionen dabei von einem Extrem ins andere.
Am Anfang der Woche habe ich mir eher schwere Kost zugemutet und Filme über Traumatisierung, Krieg und sexuelle Übergriffe angesehen. Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass die Filme teilweise so intensiv sind, dass ich sie emotional schwer verkraften konnte. Ein Film war so tragisch und grausam, dass am Ende, als das Licht anging, niemand aufstand, sondern alle Menschen im Kinosaal wie gelähmt auf ihren Sitzen saßen – so etwas hatte ich vorher noch nie erlebt. Daraufhin beschloss ich, mir auch bewusst Filme mit leichteren Themen auszusuchen. Und ich wurde positiv überrascht! Ich muss zugeben, dass ich oft dachte, dass nur ernste Themen in einer Doku tiefgründig dargestellt werden können, aber ich habe mich getäuscht. Ich habe viele herzerwärmende, intensive und schöne Filme gesehen, die mich wirklich begeistert haben. Ein Freund meinte zu mir: „Das ist wie mit Alkohol – man kann mal ein kleines Glas Schnaps trinken, aber zwischendrin braucht man doch immer mal etwas Orangensaft.“

 

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  26.11.2018