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Master live

Masterarbeit in Italien?

Im November endete bereits die Frist, um sich für 2018 – das Jahr meines dritten und vierten Semesters – für ein Auslandssemester im nicht europäischen Ausland zu bewerben. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und die Entscheidung stresste mich. Einerseits erscheint es mir eine tolle Möglichkeit, zum Beispiel ein Semester in den USA zu studieren. Andererseits ist es sehr weit weg und mit sehr viel Aufwand verbunden, während mir der Zugewinn eher gering erschien. Mein Englisch ist für meine späteren Bedürfnisse wohl gut genug, mein Italienisch dagegen hat noch Luft nach oben. Ich beschloss daher, die Frage nach einem Auslandsaufenthalt auf Januar zu verschieben, wenn die Frist für die Erasmusbewerbungen startet.
Und jetzt ist es schon so weit. Glücklicherweise habe ich dieses Mal meine Entscheidung bereits getroffen: Ich werde kein Erasmussemester machen. Ich habe jetzt schon so lange studiert, ich habe nur noch ein Jahr bis zum Master und danach werde ich wohl entweder promovieren oder die Therapieausbildung machen. Deshalb will ich mein Studium nicht um ein weiteres Semester verlängern. Lieber würde ich ein Erasmuspraktikum in Italien machen oder dort meine Masterarbeit schreiben. Ich habe bereits herausgefunden, dass die Uni Leipzig für Psychologiestudierende ein Abkommen mit der Uni Verona hat und ich theoretisch dort meine Masterarbeit schreiben könnte, solange es thematisch passt. Aber diese Entscheidung muss ich erst in einigen Monaten treffen.
Dafür habe ich nun beschlossen, in den kommenden Semesterferien Urlaub in Brasilien zu machen – und das ist erst mal Ausland genug.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  11.01.2018
Autor: Maja
Rubrik: studium
11.01.2018

Master live

Panikattacken

Im Dezember habe ich mein zweites Anamnesegespräch geführt. Dies geschah auf der Psychiatriestation und für die, die es noch nicht in meinen früheren Blogs gelesen haben: Wir treffen uns dort immer mit mehreren Leuten, eine Person führt ein Gespräch mit einem Patienten oder einer Patientin und danach bekommt man Feedback von den anderen. Das ist immer sehr wertvoll und man kann viel dabei lernen. Nun habe ich zum zweiten Mal an der Anamnesegruppe teilgenommen und hatte diesmal ein sehr gutes Gespräch. Ich hatte einen guten Draht zum Patienten und er hat sehr bereitwillig von seinen Symptomen und seinem Leben erzählt. Er war seit ein paar Wochen wegen Panikattacken in der Klinik, da diese so stark wurden, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Obwohl die Menschen in seinem Umfeld eher wenig Verständnis für seine Entscheidung aufbrachten, sich einzuweisen, hat er es getan und sich Hilfe geholt. Das finde ich total stark und bewundernswert an ihm. Es ist sicherlich nicht leicht, diesen Weg zu gehen, wenn andere Menschen nicht so sehr hinter einem stehen, wie man es sich wünscht, da ein Aufenthalt in der Psychiatrie ja leider immer noch sehr stigmatisierend ist. Umso stärker, dass er es durchgezogen hat.
Er beschrieb, dass er in seiner jetzigen Lebensphase einfach zu viele Dinge auf einmal habe machen wollen und dass er sich sehr unter Druck gesetzt habe. Dies habe zu großen Sorgen geführt, die sich dann hin und wieder zu Panikattacken entwickelt hätten. Ihm habe dann geholfen, die Fenster zu öffnen und frische Luft zu atmen, jedoch nicht immer. In der Klinik lerne er nun noch andere sogenannte Skills (Fertigkeiten), die ihm helfen würden, mit den Attacken umzugehen. Ich hoffe sehr für den Patienten, dass es ihm bald besser geht und er wieder in den Alltag zurück findet, ohne Angst haben zu müssen, wieder eine Panikattacke zu bekommen.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  05.01.2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
05.01.2018

Master live

Gute Vorsätze für das neue Jahr!

Eigentlich halte ich nichts von guten Vorsätzen, Plänen auch nicht. Irgendwie ist mein Leben meist doch chaotisch und es kommt anders als, ich denke. Und außerdem wollte ich gar keinen Beitrag mit diesem Titel schreiben, weil man das um diese Jahreszeit bestimmt zuhauf liest und euch das Thema eventuell schon zum Hals raushängt. Kann ich gut nachvollziehen, glaubt mir.
Dieses Mal ist es jedoch anders, denn ich habe ausnahmsweise wirklich gute Vorsätze. Ob ich sie halten werde, ist natürlich eine ganz andere Sache. Es gibt ein tibetisches Sprichwort, das meine Vorsätze für 2018 ganz gut zusammenfasst: „The secret to living well and longer is: eat half, walk double, laugh triple and love without measure.” (Das Geheimnis eines guten und langen Lebens: Iss die Hälfte, laufe doppelt so viel, lache dreimal so oft und liebe ohne Maß.)
Das Sprichwort werde ich jetzt mal auf seine Durchführbarkeit testen: „Eat half” – könnte klappen, wird aber höchstwahrscheinlich schwierig, da ich dafür wohl Kalorien zählen müsste. „Walk double“ – das kommt auf das Wetter an und außerdem mache ich das auch eher nach Gefühl. „Laugh triple“ – kriege ich problemlos hin. Und „Love without measure“ – darin werde ich immer besser und möchte es auch umsetzen. Jedoch nicht nur in Bezug auf andere, sondern auch, was die Liebe zu mir selbst angeht. Denn ohne die wird man schnell zur symbolischen Fußmatte für andere.
Alles in allem versuche ich, mir diese Gedanken immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dazu gehört allerdings für mich auch, in meinem Leben mal zu improvisieren, Raum für Abenteuer zu lassen – und mir selbst zu vergeben, wenn ich meine guten Vorsätze mal nicht einhalten kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  02.01.2018