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Was tun nach dem Abi?

Das Studium rückt näher

So langsam merke ich, dass es bis zum Beginn des Wintersemesters nicht mehr lang hin ist. Die Studiengebühren habe ich bereits bezahlt, der virtuelle Einführungskurs ist auch schon online freigeschaltet worden. Dabei muss ich allerdings zugeben, dass ich den Kurs nur überflogen habe. Für eine detailliertere Lektüre war ich zu beschäftigt. Demnächst finden deutschlandweit zusätzlich „reale“ Einführungsveranstaltungen in den Studienzentren der Fernuniversität statt. Dort werden alle wichtigen Themen des Fernstudiums noch einmal persönlich besprochen, man kann sich sein lokales Studienzentrum anschauen, das quasi als Ansprechpartner vor Ort fungiert. Außerdem lassen sich dort sicherlich vielleicht auch ein paar soziale Kontakte zu anderen Studenten knüpfen.

Ob ich aufgeregt bin? Nicht wirklich. Komischerweise. Zumindest nicht, was die Studieninhalte angeht. Nervöser bin ich wegen der persönlichen Einführungsveranstaltung, wegen all der unbekannten Leute. Aber es wird bestimmt nur halb so schlimm und wahrscheinlich richtig witzig. Immer positiv denken! Zu einem Punkt muss ich mir jedoch dringend etwas einfallen lassen: Zeitmanagement. Ich merke jetzt schon, dass ich dazu neige, ellenlange To-do-Listen zu schreiben, diese dann zu verlegen, wieder neue anzufangen und so weiter und so fort. Worin das endet, könnt ihr euch sicherlich bestens vorstellen: in einem riesen Chaos. Meine Mutter hat sich neulich erst wieder darüber gewundert, dass ich mein Leben überhaupt halbwegs auf die Reihe bekomme (zu meiner Verteidigung sollte ich aber anmerken, dass ich wirklich nicht so unordentlich bin, wie sich das jetzt vielleicht anhört). Momentan kümmere ich mich um einen Praktikumsplatz für nächstes Jahr, denn auch Studierende an einer Fernuniversität müssen Praktika absolvieren. Hoffentlich verbessern sich meine organisatorischen Fähigkeiten bis Anfang Oktober noch.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  09.09.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
09.09.2014

Was tun nach dem Abi?

Fernbeziehung und ihre Tücken

Ich hatte die Wahl: Fernbeziehung und Freund oder keine Beziehung. Dauerhaft zu ihm zu ziehen, kommt für mich momentan nämlich nicht infrage. Die Gegend gefällt mir hier um einiges besser, ebenso der Baustil. Meine Familie lebt hier. Meine Freunde sind eh auf der ganzen Welt verstreut. Vor allem mit meinen Eltern verstehe ich mich prächtig. Meine Güte, klingt das kindisch: Ich will nicht wegziehen, weil ich Mama und Papa vermissen würde. Kitschig oder nicht, es ist die Wahrheit. Ich hänge an meinen Eltern. Nicht, dass ihr da was falsch versteht: Ich komme mir in der Beziehung nicht mehr wie das Kind vor; wir sind ein Team. Freunde. Vielleicht sind sie sogar die besten Freunde, die ich je hatte. Wie sagt doch das Sprichwort: Freunde sind die Familie, die man sich selbst aussuchen kann. In meinem Fall gibt es da noch eine zweite Seite: Meine Familienmitglieder sind die Freunde, die ich mir nicht aussuchen konnte. Nun, in gewisser Weise hat man sich auch seine Geschwister und Eltern als Freunde ausgesucht. Wenn die Chemie stimmt, warum denn nicht? Mein Freund versteht das, denn auch er will nicht aus seinem Umfeld gerissen werden. In seinem Fall halten ihn allerdings eher seine gewählten Freunde. Eine Fernbeziehung hat schöne und weniger schöne Seiten. Wir gehen uns definitiv nicht so häufig auf die Nerven, da müssen dann andere wehrlose Mitmenschen herhalten. Und wir freuen uns jedes Mal besonders aufeinander. Jedoch gewöhnt man sich auch an das Alleinsein; wir beide fühlen uns eher als Singles, wenn wir getrennt sind. Der einzige Unterschied: Wir verhalten uns nicht so! Irgendwann ist die Entfernung aber leider Alltag geworden. Wir können nicht füreinander da sein, sollte einer dringend eine Umarmung brauchen. Streiten wir uns, ist die Versöhnung schwierig. Ich würde nicht unbedingt dauerhaft mit ihm zusammenziehen wollen. Jetzt sowieso noch nicht. Aber es ginge mir wahrscheinlich schon besser, wenn er 30 Minuten statt drei Stunden entfernt leben würde. Zum Glück sind wir uns einig, dass die momentane Situation nicht Dauerzustand bleiben kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.07.2014

Was tun nach dem Abi?

Wo kommt nochmal das Bett hin?

In dem ganzen Bewerbungstrubel bin ich auch noch umgezogen. Zwar nur ungefähr zehn Kilometer weiter nördlich, aber trotzdem musste alles aus der einen Wohnung raus und in die andere wieder rein. Ein Riesenchaos! Zum Glück tauchten noch zwei Bekannte auf, die uns beim Umzug halfen. Insbesondere wenn es darum geht, schwere Kisten und Holzbretter zu tragen bin ich nämlich aufgeschmissen. Nichtsdestotrotz machten meine Mutter und ich uns wunderbar als Platzanweiser. Der Schrank kommt ins Wohnzimmer. Der Fernseher natürlich auch. Der Tisch kommt ins Esszimmer. Nein, der andere. Der Tisch, den ihr da habt, kommt in den Keller. Das ist mein Bett, das kommt nicht ins Elternschlafzimmer. Und so weiter und so fort. Ungefähr acht Stunden ging das so. Dann war zwar alles am neuen Wohnort, der Umzug jedoch noch lange nicht vorbei. Betten wurden aufgebaut, Kisten aus- und umgeräumt, Schrauben und Ähnliches gesucht. Um sieben Uhr holten wir uns eine Pizza und ließen uns todmüde ins Bett fallen. Neue Wohnung. Kein Telefon. Kein Internet. Kein Sofa. Keine Küche. Kein Fernsehen. Irgendwelche Kabel für den Fernseher fehlen. Telefon bekommen wir Dank irgendwelcher technischen Probleme in zwei Wochen. Die Küche auch. Das Sofa kommt, wenn wir Glück haben, in zwei Monaten. Und das Internet? Tja, das ist so eine Sache. Unsere Nachbarn haben ALLE einen Internetanschluss. Nur bei uns erschweren irgendwelche dubiosen technischen Probleme die Sache. Komischerweise wäre ein anderer Anbieter imstande gewesen, sofort eine einwandfreie Verbindung zu gewährleisten. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Jedenfalls können wir, sobald das Telefon geht, den Internetanschluss beantragen… Das ist ja schon mal was. Und falls sich einige von euch jetzt fragen, von wo aus ich meine Blogeinträge in diese Portal bringe: Mein neuer bester Freund ist auf unbestimmte Zeit das nächstgelegene McDonalds-Restaurant.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  16.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
16.07.2014