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Was tun nach dem Abi?

Fernbeziehung und ihre Tücken

Ich hatte die Wahl: Fernbeziehung und Freund oder keine Beziehung. Dauerhaft zu ihm zu ziehen, kommt für mich momentan nämlich nicht infrage. Die Gegend gefällt mir hier um einiges besser, ebenso der Baustil. Meine Familie lebt hier. Meine Freunde sind eh auf der ganzen Welt verstreut. Vor allem mit meinen Eltern verstehe ich mich prächtig. Meine Güte, klingt das kindisch: Ich will nicht wegziehen, weil ich Mama und Papa vermissen würde. Kitschig oder nicht, es ist die Wahrheit. Ich hänge an meinen Eltern. Nicht, dass ihr da was falsch versteht: Ich komme mir in der Beziehung nicht mehr wie das Kind vor; wir sind ein Team. Freunde. Vielleicht sind sie sogar die besten Freunde, die ich je hatte. Wie sagt doch das Sprichwort: Freunde sind die Familie, die man sich selbst aussuchen kann. In meinem Fall gibt es da noch eine zweite Seite: Meine Familienmitglieder sind die Freunde, die ich mir nicht aussuchen konnte. Nun, in gewisser Weise hat man sich auch seine Geschwister und Eltern als Freunde ausgesucht. Wenn die Chemie stimmt, warum denn nicht? Mein Freund versteht das, denn auch er will nicht aus seinem Umfeld gerissen werden. In seinem Fall halten ihn allerdings eher seine gewählten Freunde. Eine Fernbeziehung hat schöne und weniger schöne Seiten. Wir gehen uns definitiv nicht so häufig auf die Nerven, da müssen dann andere wehrlose Mitmenschen herhalten. Und wir freuen uns jedes Mal besonders aufeinander. Jedoch gewöhnt man sich auch an das Alleinsein; wir beide fühlen uns eher als Singles, wenn wir getrennt sind. Der einzige Unterschied: Wir verhalten uns nicht so! Irgendwann ist die Entfernung aber leider Alltag geworden. Wir können nicht füreinander da sein, sollte einer dringend eine Umarmung brauchen. Streiten wir uns, ist die Versöhnung schwierig. Ich würde nicht unbedingt dauerhaft mit ihm zusammenziehen wollen. Jetzt sowieso noch nicht. Aber es ginge mir wahrscheinlich schon besser, wenn er 30 Minuten statt drei Stunden entfernt leben würde. Zum Glück sind wir uns einig, dass die momentane Situation nicht Dauerzustand bleiben kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.07.2014

Was tun nach dem Abi?

Wo kommt nochmal das Bett hin?

In dem ganzen Bewerbungstrubel bin ich auch noch umgezogen. Zwar nur ungefähr zehn Kilometer weiter nördlich, aber trotzdem musste alles aus der einen Wohnung raus und in die andere wieder rein. Ein Riesenchaos! Zum Glück tauchten noch zwei Bekannte auf, die uns beim Umzug halfen. Insbesondere wenn es darum geht, schwere Kisten und Holzbretter zu tragen bin ich nämlich aufgeschmissen. Nichtsdestotrotz machten meine Mutter und ich uns wunderbar als Platzanweiser. Der Schrank kommt ins Wohnzimmer. Der Fernseher natürlich auch. Der Tisch kommt ins Esszimmer. Nein, der andere. Der Tisch, den ihr da habt, kommt in den Keller. Das ist mein Bett, das kommt nicht ins Elternschlafzimmer. Und so weiter und so fort. Ungefähr acht Stunden ging das so. Dann war zwar alles am neuen Wohnort, der Umzug jedoch noch lange nicht vorbei. Betten wurden aufgebaut, Kisten aus- und umgeräumt, Schrauben und Ähnliches gesucht. Um sieben Uhr holten wir uns eine Pizza und ließen uns todmüde ins Bett fallen. Neue Wohnung. Kein Telefon. Kein Internet. Kein Sofa. Keine Küche. Kein Fernsehen. Irgendwelche Kabel für den Fernseher fehlen. Telefon bekommen wir Dank irgendwelcher technischen Probleme in zwei Wochen. Die Küche auch. Das Sofa kommt, wenn wir Glück haben, in zwei Monaten. Und das Internet? Tja, das ist so eine Sache. Unsere Nachbarn haben ALLE einen Internetanschluss. Nur bei uns erschweren irgendwelche dubiosen technischen Probleme die Sache. Komischerweise wäre ein anderer Anbieter imstande gewesen, sofort eine einwandfreie Verbindung zu gewährleisten. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Jedenfalls können wir, sobald das Telefon geht, den Internetanschluss beantragen… Das ist ja schon mal was. Und falls sich einige von euch jetzt fragen, von wo aus ich meine Blogeinträge in diese Portal bringe: Mein neuer bester Freund ist auf unbestimmte Zeit das nächstgelegene McDonalds-Restaurant.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  16.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
16.07.2014

Was tun nach dem Abi?

Vor dem großen Lernen kommt die Arbeit

So weit, so gut. Alle wichtigen Dokumente der Fernuniversität sind nach und nach bei mir eingetrudelt. Bis Oktober sind es noch drei Monate. Wahlweise gehe ich meinen Freunden, meinem Freund, meinen Großeltern oder meinen Eltern auf die Nerven. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir fällt die Decke auf den Kopf und ich fühle mich einsam. Mein Freund wohnt weit weg und meine Freunde haben alle etwas zu tun. Es muss einfach eine Lösung her! Gesagt, getan. Seit gut einem Monat bewerbe ich mich für jeden erdenklichen Ferienjob, für den ich auch nur ansatzweise infrage kommen könnte. Auf meine Bewerbungen folgte lange Zeit … nun ja, gar nichts. Weder eine Zu-, noch eine Absage. Langsam bekam ich dann doch Antworten, aber leider waren es nur Absagen. Die sind zwar frustrierend, aber wenigstens weiß man dann Bescheid. Vergangene Woche jedoch erhielt ich gleich drei (!) Einladungen zum Vorstellungsgespräch, wovon eins schon hinter mir liegt. Ich war für diesen Termin eine halbe Stunde zu früh dran. Übertrieben, denkt sich jetzt vielleicht der eine oder andere. Stimmt auch. Allerdings hatte ich vor Jahren ein ziemlich unangenehmes Erlebnis: Ich war zum Vorstellungsgespräch für eine Praktikumsstelle eingeladen worden und freute mich riesig. Worum es sich genau handelte, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls wollte ich die Stelle unbedingt. Und dann lief alles schief! Ich fand das Unternehmen nicht, war viel zu spät dran und hatte natürlich auch kein Handy dabei. Den Praktikumsplatz bekam ich natürlich nicht, obwohl ich mich tausendmal entschuldigte. So ein unzuverlässiges Verhalten ist normalerweise gar nicht meine Art, weswegen mir das Ganze auch so peinlich war. Ich schwor mir, dass mir sowas nie wieder passieren würde. Bei den Stellenangeboten handelt es sich übrigens durchgehend um „typischen“ Ferienjobs: als Aushilfe in der Gastronomie und als Mitarbeiterin in Produktionsbetrieben. Nicht unbedingt die abwechslungsreichsten Tätigkeiten, aber bevor ich mich wieder ganz der Theorie widme, tut mir ein bisschen körperliche Arbeit bestimmt gut.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  11.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
11.07.2014