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Was tun nach dem Abi?

Wo kommt nochmal das Bett hin?

In dem ganzen Bewerbungstrubel bin ich auch noch umgezogen. Zwar nur ungefähr zehn Kilometer weiter nördlich, aber trotzdem musste alles aus der einen Wohnung raus und in die andere wieder rein. Ein Riesenchaos! Zum Glück tauchten noch zwei Bekannte auf, die uns beim Umzug halfen. Insbesondere wenn es darum geht, schwere Kisten und Holzbretter zu tragen bin ich nämlich aufgeschmissen. Nichtsdestotrotz machten meine Mutter und ich uns wunderbar als Platzanweiser. Der Schrank kommt ins Wohnzimmer. Der Fernseher natürlich auch. Der Tisch kommt ins Esszimmer. Nein, der andere. Der Tisch, den ihr da habt, kommt in den Keller. Das ist mein Bett, das kommt nicht ins Elternschlafzimmer. Und so weiter und so fort. Ungefähr acht Stunden ging das so. Dann war zwar alles am neuen Wohnort, der Umzug jedoch noch lange nicht vorbei. Betten wurden aufgebaut, Kisten aus- und umgeräumt, Schrauben und Ähnliches gesucht. Um sieben Uhr holten wir uns eine Pizza und ließen uns todmüde ins Bett fallen. Neue Wohnung. Kein Telefon. Kein Internet. Kein Sofa. Keine Küche. Kein Fernsehen. Irgendwelche Kabel für den Fernseher fehlen. Telefon bekommen wir Dank irgendwelcher technischen Probleme in zwei Wochen. Die Küche auch. Das Sofa kommt, wenn wir Glück haben, in zwei Monaten. Und das Internet? Tja, das ist so eine Sache. Unsere Nachbarn haben ALLE einen Internetanschluss. Nur bei uns erschweren irgendwelche dubiosen technischen Probleme die Sache. Komischerweise wäre ein anderer Anbieter imstande gewesen, sofort eine einwandfreie Verbindung zu gewährleisten. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Jedenfalls können wir, sobald das Telefon geht, den Internetanschluss beantragen… Das ist ja schon mal was. Und falls sich einige von euch jetzt fragen, von wo aus ich meine Blogeinträge in diese Portal bringe: Mein neuer bester Freund ist auf unbestimmte Zeit das nächstgelegene McDonalds-Restaurant.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  16.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
16.07.2014

Was tun nach dem Abi?

Vor dem großen Lernen kommt die Arbeit

So weit, so gut. Alle wichtigen Dokumente der Fernuniversität sind nach und nach bei mir eingetrudelt. Bis Oktober sind es noch drei Monate. Wahlweise gehe ich meinen Freunden, meinem Freund, meinen Großeltern oder meinen Eltern auf die Nerven. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir fällt die Decke auf den Kopf und ich fühle mich einsam. Mein Freund wohnt weit weg und meine Freunde haben alle etwas zu tun. Es muss einfach eine Lösung her! Gesagt, getan. Seit gut einem Monat bewerbe ich mich für jeden erdenklichen Ferienjob, für den ich auch nur ansatzweise infrage kommen könnte. Auf meine Bewerbungen folgte lange Zeit … nun ja, gar nichts. Weder eine Zu-, noch eine Absage. Langsam bekam ich dann doch Antworten, aber leider waren es nur Absagen. Die sind zwar frustrierend, aber wenigstens weiß man dann Bescheid. Vergangene Woche jedoch erhielt ich gleich drei (!) Einladungen zum Vorstellungsgespräch, wovon eins schon hinter mir liegt. Ich war für diesen Termin eine halbe Stunde zu früh dran. Übertrieben, denkt sich jetzt vielleicht der eine oder andere. Stimmt auch. Allerdings hatte ich vor Jahren ein ziemlich unangenehmes Erlebnis: Ich war zum Vorstellungsgespräch für eine Praktikumsstelle eingeladen worden und freute mich riesig. Worum es sich genau handelte, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls wollte ich die Stelle unbedingt. Und dann lief alles schief! Ich fand das Unternehmen nicht, war viel zu spät dran und hatte natürlich auch kein Handy dabei. Den Praktikumsplatz bekam ich natürlich nicht, obwohl ich mich tausendmal entschuldigte. So ein unzuverlässiges Verhalten ist normalerweise gar nicht meine Art, weswegen mir das Ganze auch so peinlich war. Ich schwor mir, dass mir sowas nie wieder passieren würde. Bei den Stellenangeboten handelt es sich übrigens durchgehend um „typischen“ Ferienjobs: als Aushilfe in der Gastronomie und als Mitarbeiterin in Produktionsbetrieben. Nicht unbedingt die abwechslungsreichsten Tätigkeiten, aber bevor ich mich wieder ganz der Theorie widme, tut mir ein bisschen körperliche Arbeit bestimmt gut.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  11.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
11.07.2014

Was tun nach dem Abi?

Gesucht und gefunden

Darf ich ihn vorstellen: Mein Traumstudiengang! Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte an der Fernuni Hagen. Wie ich bereits in einem meiner früheren Einträge erwähnt hatte, war diese Option mein geheimer Favorit. Es gibt so viele interessante Studiengänge in Deutschland. Was letztendlich den Ausschlag gegeben hat? Nun, da kam einiges zusammen.

Zuallererst die Tatsache, dass ein Studium unglaublich teuer ist. In jedem Fall käme an Extrakosten eine weitere Wohnungsmiete auf meine Familie und mich zu. Zweitens teile ich mir meine Zeit gerne selbst ein und entscheide flexibel, wann und wo ich lerne. Ich bin nun mal kein Morgenmensch, vor neun Uhr kann man mein Gehirn vergessen. Einfache Tätigkeiten wie Kaffeekochen bereiten mir da schon Schwierigkeiten. Das war übrigens in der Schule auch so. Drittens bevorzuge ich es, auf dem Land zu wohnen. Ich mag es lieber grün und weit. In einer Stadt fühle ich mich eingeengt, die ganze Atmosphäre macht mich irgendwie depressiv. Und zu guter Letzt bin ich so in der Lage, viel Zeit mit meinem Freund und meiner Familie zu verbringen.

Was man für ein Fernstudium braucht? Motivation und Organisationstalent. Angeblich muss man sich vieles selbst beibringen. Allerdings bin ich da zuversichtlich, weil ich Geschichte in der Schule als Leistungskurs belegt hatte und deshalb ziemlich fit bin. Mein Nebenfach ist übrigens Literaturwissenschaft. Mein Organisationstalent habe ich bereits bei meinen Reisen mehrmals unter Beweis stellen müssen. Und es funktioniert. Manchmal wird es etwas hektisch, aber mir ist Stress lieber, wenn ich mein eigener Chef sein kann. Apropos eigener Chef: Als spätere Tätigkeit hatte ich irgendeinen freiberuflichen Werdegang im Sinn. Vielleicht bei einer Werbeagentur, einer Zeitung oder einem Onlinemagazin. Wer weiß? Ich träume davon, außergewöhnliche Menschen zu treffen, die mich für eine Weile in ihr Leben lassen, damit ich dann über sie schreiben kann.

Der Immatrikulationsbescheid lag neulich in der Post. Mein Belegbogen und die Zugangsdaten zum Onlineportal der Fernuni ebenfalls. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und gefunden. Ab Oktober bin ich Vollzeit-Fernstudentin!

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  04.07.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
04.07.2014