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Was tun nach dem Abi?

Ach ja, die lieben Bücher

Nun mal zu einem spezielleren Studiengang, den ich so bis jetzt nur an einer Universität gefunden habe: Und zwar in Aachen. Was mich vor allem an „Literatur- und Sprachwissenschaft“ begeistert, ist die, meiner Meinung nach, erstaunliche Flexibilität bei der Erstellung des ganz persönlichen Lernprofils. Zu Beginn des Studiums entscheidet man sich für zwei Komponenten, von denen man eine bis zum Ende des Studiums vertieft. Zur Auswahl stehen English and American Studies, Französisch, Spanisch (kann nicht mit Französisch kombiniert werden), Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft und Philosophie. Philosophie kann man leider nicht als vertiefte Komponente studieren.

Ab dem dritten Semester werden im sogenannten interdisziplinären Bereich einer oder mehrere Inhalte aus den Bereichen Informatik, Neurolinguistik, Erziehungswissenschaft, Geschichte einschließlich Technik- und Kunstgeschichte, Philosophie oder Soziologie gewählt. Ein Ergänzungsbereich beinhaltet unter anderem ein zu absolvierendes Praktikum, einen Fremdsprachenkurs und das Modul „Rhetorik, Kommunikation und Präsentation“. Außerdem ist ein Zeitfenster für den verpflichtenden Auslandsaufenthalt fest eingeplant.

Manchmal frage ich mich aber, ob ein Studium bei dem man viel lesen muss wirklich das richtige für mich ist. Wie bei allen Hobbys bereiten sie mir Freude, weil ich es immer aus eigenem Antrieb tue. Alles kann, aber nichts muss. Wahrscheinlich mache ich mir einfach ein Übermaß an Gedanken darüber, dass ich mein geliebtes Hobby irgendwann hassen könnte, da ich es machen muss. Versteht ihr?

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  04.06.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
04.06.2014

Was tun nach dem Abi?

Kompara…was?

Komparatistik. Noch nie gehört? Macht nichts. Ich konnte bis vor einigen Wochen auch noch nichts mit dem Begriff anfangen. Es handelt sich um das Studienfach der „Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft“, die erst nach dem zweiten Weltkrieg an deutschen Universitäten eingeführt wurde. Damit zählt sie zu den jüngeren Literaturwissenschaften.

Aber was studiert man denn da nun? Ganz einfach: alles, was mit Literatur zu tun hat. Das wären zum Beispiel Literaturgeschichte, Literaturkritik, Literaturinterpretation, Literaturtheorie und Editionsphilologie. Zugangsvoraussetzungen sind bei den allermeisten Universitäten mindestens Englischkenntnisse und Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache oder des Lateinischen. Oftmals wird bis Ende des dritten beziehungsweise vierten Semesters die Teilnahme und das Bestehen an einer Übersetzungsklausur in den jeweiligen Fremdsprachen gefordert. Wobei man dazu sagen muss, dass meist jeweils nur die „Lektürefähigkeit“ in den geforderten Fremdsprachen Zulassungsbedingung ist. Das bedeutet, dass man Texte in der Originalsprache lesen und verstehen können muss.

Da mir weder Französisch, Englisch, Spanisch oder Italienisch größere Probleme bereiten und ich mich zudem immens für Literatur jeder Art begeistern kann, käme dieser Studiengang nun auch in Frage. Heute habe ich im Übrigen den Irrglauben meiner Verwandtschaft widerlegt, dass es doch eigentlich nicht so viele Studiengänge gebe und dass man sich da schnell „etwas heraussuchen“ könne. Ich beschäftige mich nun seit gut zwei Monaten aktiv und täglich mit Studiengängen und ich muss sagen, dass es um einiges komplizierter ist als ich es mir vorgestellt hatte.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  28.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
28.05.2014

Was tun nach dem Abi?

Der Stoff, aus dem unsere Gegenwart gemacht ist

Wie lebte man wohl zur Zeit Alexanders des Großen in Makedonien? Als Gladiator im Römischen Reich? Als Ureinwohner in Amerika, bevor Kolumbus es entdeckte? Und wie zur Zeit der Französischen Revolution in Frankreich?

Im Studiengang Geschichte befasst man sich, wie auch in der Schule, überwiegend mit historischen Quellen. Das können unter anderem Bilder, Bücher, Schriftrollen und/oder mündliche Überlieferungen sein. So will man mit Hilfe der Vergangenheit die Gegenwart besser verstehen lernen. Denn vergangene Taten und/oder Ereignisse beeinflussen unser tägliches Leben. Es gäbe keine Flugzeuge, Autos, Computer, Züge, Glühlampen und vieles mehr, wenn sich nicht irgendjemand mit der Entwicklung beziehungsweise Verbesserung dieser Gegenstände beschäftigt hätte.

An vielen Hochschulen ist das Studium so aufgebaut: Anfangs studiert man die Geschichte in ihrer ganzen Bandbreite, später besteht die Möglichkeit, sich auf einzelne Epochen oder Regionen zu spezialisieren. Mich fasziniert beispielsweise alles bis zum Ende des Mittelalters, danach nimmt mein Interesse aus irgendeinem Grund rapide ab. Das 20. Jahrhundert finde ich trotz aller wichtigen Ereignisse etwas uninteressant. Da kann ich mich noch eher für die Inka in Südamerika begeistern.

Die Arbeit in Museen oder Archiven entspricht jedoch nicht ganz meiner Persönlichkeit. Ich strebe nach wie vor eine journalistische Tätigkeit an oder will in die Öffentlichkeitsarbeit. Mit diesem Studiengang ist das allerdings auch ohne Probleme möglich.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.05.2014