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Was tun nach dem Abi?

Der Stoff, aus dem unsere Gegenwart gemacht ist

Wie lebte man wohl zur Zeit Alexanders des Großen in Makedonien? Als Gladiator im Römischen Reich? Als Ureinwohner in Amerika, bevor Kolumbus es entdeckte? Und wie zur Zeit der Französischen Revolution in Frankreich?

Im Studiengang Geschichte befasst man sich, wie auch in der Schule, überwiegend mit historischen Quellen. Das können unter anderem Bilder, Bücher, Schriftrollen und/oder mündliche Überlieferungen sein. So will man mit Hilfe der Vergangenheit die Gegenwart besser verstehen lernen. Denn vergangene Taten und/oder Ereignisse beeinflussen unser tägliches Leben. Es gäbe keine Flugzeuge, Autos, Computer, Züge, Glühlampen und vieles mehr, wenn sich nicht irgendjemand mit der Entwicklung beziehungsweise Verbesserung dieser Gegenstände beschäftigt hätte.

An vielen Hochschulen ist das Studium so aufgebaut: Anfangs studiert man die Geschichte in ihrer ganzen Bandbreite, später besteht die Möglichkeit, sich auf einzelne Epochen oder Regionen zu spezialisieren. Mich fasziniert beispielsweise alles bis zum Ende des Mittelalters, danach nimmt mein Interesse aus irgendeinem Grund rapide ab. Das 20. Jahrhundert finde ich trotz aller wichtigen Ereignisse etwas uninteressant. Da kann ich mich noch eher für die Inka in Südamerika begeistern.

Die Arbeit in Museen oder Archiven entspricht jedoch nicht ganz meiner Persönlichkeit. Ich strebe nach wie vor eine journalistische Tätigkeit an oder will in die Öffentlichkeitsarbeit. Mit diesem Studiengang ist das allerdings auch ohne Probleme möglich.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.05.2014

Was tun nach dem Abi?

Mit Studiium zur Schriftstellerkarriere?

„Kreatives Schreiben“ wäre ein Studiengang, der mich auch interessieren würde. In Deutschland wird er an den Hochschulen in Hildesheim und Leipzig angeboten. In Zürich und Wien gibt es Studiengänge, die in dieselbe Richtung gehen. Menschen und ihre Geschichten haben mich schon immer in den Bann gezogen. Wenn mir jemand auf der Straße begegnet, interessiert mich seine Geschichte. Hat derjenige Kinder? Ist er viel gereist? Was bewegt ihn? Was macht ihm Angst? Ist er gerade verliebt? Obwohl viele Menschen denken, das Talent zum Schreiben, muss einem in die Wiege gelegt sein, vergessen viele, dass es auch einiges an „Handwerklichem“ erfordert. Schreiben will gelernt sein. Und deshalb muss man üben, üben, üben.

Für den Bachelorstudiengang muss man an jeder der vier genannten Universitäten eine Eignungsprüfung ablegen. Aber Vorsicht! Die Bewerbungsfrist zur Eignungsprüfung läuft bereits ein bis zwei Monate vor Bewerbungsbeginn für den eigentlichen Studiengang ab. Man muss sich also zweimal bewerben. Inhaltlich dreht sich alles um Literatur. Man soll einen eigenen Schreibstil entwickeln, in der Lage sein, verschiedene Textarten zu verfassen und die Ergebnisse qualitativ zu beurteilen. Das setzt neben viel Übung vor allem literaturtheoretische und literaturhistorische Kenntnisse voraus. Unter anderem besteht die Möglichkeit beziehungsweise Pflicht, sich während des Studiums mit Prosa, Lyrik, Dramatik, Neuen Medien, Essayistik, Literaturkritik, Stilistik, literarische Berufsfeldern, Vortragskunst, Literatur-, Kultur- und Sprachtheorie auseinanderzusetzen.

Ich erfinde zwar gerne Geschichten, jedoch nur privat. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, später einmal als Journalistin tätig zu werden. Stellt sich nur noch die Frage, ob ich in mein Studium auch kreativere Prozesse miteinbeziehen will oder doch eher zur Germanistik tendiere. Vorerst wahrscheinlich eher Letzteres, da ich dem kreativen Schreiben nur als Freizeitbeschäftigung nachgehen möchte.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  19.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
19.05.2014

Was tun nach dem Abi?

Ein einziges Chaos

Eigentlich dachte ich, dass man sich einfach ein Fach aussucht und anfängt, zu studieren. Falsch gedacht! Denn es kommt nicht nur auf das Studienfach, sondern auch auf die jeweilige Universität an, was man dann im Endeffekt genau studiert. Bei Germanistik gestaltete sich die Informationsbeschaffung noch einigermaßen unkompliziert.

Etwas komplexer wird es bei Anglistik. Dieses Studienfach setzt sich aus Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und „Cultural Studies“ zusammen. Traditionell stehen dabei die Gebiete Großbritannien und Nordamerika im Vordergrund, jedoch besteht bei manchen auch die Möglichkeit, sich auf andere englischsprachige Gebiete zu spezialisieren.

Die Sprachwissenschaft oder Linguistik beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Logik und dem Gebrauch der englischen Sprache, wobei auch die Entwicklung des Englischen berücksichtigt wird. Anders als beim Studium der Germanistik, unterteilt man die anglistische Literaturwissenschaft nicht in zwei Teilbereiche. Der Begriff bezeichnet in diesem Fall die Beschäftigung mit englischer Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Gegenstand der „Cultural Studies“ sind kulturelle Ausprägungen und Entwicklungen. Man beschäftigt sich mit der Geschichte, Politik, Weltanschauung, Mentalität, dem kulturellen Erbe und der Identität. Ergänzt wird all dies durch praktische Übungen, deren Ziel es ist, seine Sprachkenntnisse zu verbessern. In diesem Studiengang besteht die Pflicht, ein Auslandssemester zu absolvieren – zumindest wird es einem wärmstens empfohlen. In vielen Fällen muss man auch Sprachkenntnisse nachweisen.

Da ich mich aber überwiegend für deutschsprachige Literatur interessiere, käme Englisch für mich nur als Zweitfach im Zwei-Fach-Bachelor in Frage.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  13.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
13.05.2014