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Was tun nach dem Abi?

Mit Studiium zur Schriftstellerkarriere?

„Kreatives Schreiben“ wäre ein Studiengang, der mich auch interessieren würde. In Deutschland wird er an den Hochschulen in Hildesheim und Leipzig angeboten. In Zürich und Wien gibt es Studiengänge, die in dieselbe Richtung gehen. Menschen und ihre Geschichten haben mich schon immer in den Bann gezogen. Wenn mir jemand auf der Straße begegnet, interessiert mich seine Geschichte. Hat derjenige Kinder? Ist er viel gereist? Was bewegt ihn? Was macht ihm Angst? Ist er gerade verliebt? Obwohl viele Menschen denken, das Talent zum Schreiben, muss einem in die Wiege gelegt sein, vergessen viele, dass es auch einiges an „Handwerklichem“ erfordert. Schreiben will gelernt sein. Und deshalb muss man üben, üben, üben.

Für den Bachelorstudiengang muss man an jeder der vier genannten Universitäten eine Eignungsprüfung ablegen. Aber Vorsicht! Die Bewerbungsfrist zur Eignungsprüfung läuft bereits ein bis zwei Monate vor Bewerbungsbeginn für den eigentlichen Studiengang ab. Man muss sich also zweimal bewerben. Inhaltlich dreht sich alles um Literatur. Man soll einen eigenen Schreibstil entwickeln, in der Lage sein, verschiedene Textarten zu verfassen und die Ergebnisse qualitativ zu beurteilen. Das setzt neben viel Übung vor allem literaturtheoretische und literaturhistorische Kenntnisse voraus. Unter anderem besteht die Möglichkeit beziehungsweise Pflicht, sich während des Studiums mit Prosa, Lyrik, Dramatik, Neuen Medien, Essayistik, Literaturkritik, Stilistik, literarische Berufsfeldern, Vortragskunst, Literatur-, Kultur- und Sprachtheorie auseinanderzusetzen.

Ich erfinde zwar gerne Geschichten, jedoch nur privat. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, später einmal als Journalistin tätig zu werden. Stellt sich nur noch die Frage, ob ich in mein Studium auch kreativere Prozesse miteinbeziehen will oder doch eher zur Germanistik tendiere. Vorerst wahrscheinlich eher Letzteres, da ich dem kreativen Schreiben nur als Freizeitbeschäftigung nachgehen möchte.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  19.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
19.05.2014

Was tun nach dem Abi?

Ein einziges Chaos

Eigentlich dachte ich, dass man sich einfach ein Fach aussucht und anfängt, zu studieren. Falsch gedacht! Denn es kommt nicht nur auf das Studienfach, sondern auch auf die jeweilige Universität an, was man dann im Endeffekt genau studiert. Bei Germanistik gestaltete sich die Informationsbeschaffung noch einigermaßen unkompliziert.

Etwas komplexer wird es bei Anglistik. Dieses Studienfach setzt sich aus Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und „Cultural Studies“ zusammen. Traditionell stehen dabei die Gebiete Großbritannien und Nordamerika im Vordergrund, jedoch besteht bei manchen auch die Möglichkeit, sich auf andere englischsprachige Gebiete zu spezialisieren.

Die Sprachwissenschaft oder Linguistik beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Logik und dem Gebrauch der englischen Sprache, wobei auch die Entwicklung des Englischen berücksichtigt wird. Anders als beim Studium der Germanistik, unterteilt man die anglistische Literaturwissenschaft nicht in zwei Teilbereiche. Der Begriff bezeichnet in diesem Fall die Beschäftigung mit englischer Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Gegenstand der „Cultural Studies“ sind kulturelle Ausprägungen und Entwicklungen. Man beschäftigt sich mit der Geschichte, Politik, Weltanschauung, Mentalität, dem kulturellen Erbe und der Identität. Ergänzt wird all dies durch praktische Übungen, deren Ziel es ist, seine Sprachkenntnisse zu verbessern. In diesem Studiengang besteht die Pflicht, ein Auslandssemester zu absolvieren – zumindest wird es einem wärmstens empfohlen. In vielen Fällen muss man auch Sprachkenntnisse nachweisen.

Da ich mich aber überwiegend für deutschsprachige Literatur interessiere, käme Englisch für mich nur als Zweitfach im Zwei-Fach-Bachelor in Frage.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  13.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
13.05.2014

Was tun nach dem Abi?

Was soll ich bloß studieren?

Nachdem es, wie ihr sicher festgestellt habt, einige Zeit sehr ruhig um mich geworden ist, stelle ich euch heute meine Studienfachauswahl vor. Da ich mich nicht konkret für eine Universität oder einen Studiengang entscheiden konnte, werde ich mich einfach bei verschiedenen Universitäten bewerben.

Den Anfang mache ich heute mal mit einem Studiengang, der vielen bekannt sein dürfte: Germanistik. Ich schreibe und lese gerne, also dachte ich mir, dass Germanistik DER ideale Studiengang für mich ist. Nach gründlicher Recherche ist meine Euphorie jedoch ein wenig verflogen, denn auch in der Germanistik gibt es einen Teilbereich, der mich nun gar nicht interessiert: Ältere deutsche Sprache und Literatur (Mediävistik). Ich habe mir im Internet ein Video zu einer Vorlesung angesehen und um ehrlich zu sein: Mir stellten sich alle Nackenhaare auf, ich fand es grauenhaft und uninteressant. Nun ja, das könnte zu einem Großteil auch am Vortragenden gelegen haben.

Die Germanistik umfasst an den meisten Universitäten drei Lehr- beziehungsweise Forschungsbereiche: Die Mediävistik beschäftigt sich mit der deutschen Sprache und Literatur im Mittelalter, etwa von 700 bis 1500 nach Christus. Ich habe mir mal einen althochdeutschen Text zu Gemüte geführt, und obwohl es sich de facto um Deutsch handelt, verstand ich ganze zwei Worte. Natürlich gibt es auch den Bereich der neueren deutschen Literatur, den ich gewissermaßen als mein „Baby“ bezeichnen würde. Literatur vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart: genau mein Ding! Zu guter Letzt gäbe es da noch die Linguistik (in diesem Fall mit Schwerpunkt auf der deutschen Sprachentwicklung). Dieser Forschungsbereich erstreckt sich an vielen Hochschulen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Und damit kann ich noch weniger anfangen als mit Mediävistik, nämlich gar nichts.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  08.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
08.05.2014