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Was tun nach dem Abi?

Studienangebote: Beißt das?

Nach reichlicher Überlegung, habe ich mich entschieden, mich nach interessanten Studiengängen und Ausbildungsplätzen umzuschauen. Hier ein Auszug dessen, was ich gefunden habe: Oenologie, friesische Philologie, Gamedesign, Brauwesen und Getränketechnologie, Cruise Industry Management, Papiertechnik, Korrepetition und Urbanistik …

Ich bin kurz davor zu fragen, welches exotische Tier mir da untergekommen ist und ob es beißt. Glücklicherweise besitze ich noch genügend Selbstbeherrschung, um mir die Frage zu verkneifen. Stattdessen wird zu Hause einfach mal gegoogelt. Weinwissenschaft, Studium in Bezug auf Friesland, Spieleentwickler, Abläufe in einem Brauerei- oder Getränkebetrieb, Management in der Kreuzfahrtbranche, ein Ingenieurstudiengang, Pianistenstudium, öffentliche Steuerung der Stadtentwicklung… meine Güte, es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt. Und all das kann man studieren.

Ich bin sowohl im theoretischen als auch im praktischen Bereich begabt. Beides tut mir gut. Dennoch ist es wie bei so vielem: Die Dosis macht das Gift. Zu viel Theorie verursacht mir Kopfschmerzen. Bewegungsmangel und ständige Benutzung eines Computers machen mich aggressiv. Momentan versuche ich noch, diejenige Ausbildung zu finden, die mein Bedürfnis nach beidem abdeckt. Und das ist, wie ich jetzt am eigenen Leib erfahren muss, gar nicht so einfach. Es gibt rund 16.000 Studiengänge in Deutschland und eine nicht unerhebliche Anzahl an Ausbildungsberufen. Bis man da einen gewissen Überblick erreicht hat, kann es schon eine Weile dauern...

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  24.01.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
24.01.2014

Was tun nach dem Abi?

Spieglein, Spieglein an der Wand — wer ist die Schönste im ganzen Land?

Wer kennt es nicht, das alljährliche Ausmisten des Kleiderschranks? Manche veranstalten diesen Aufwand gerne, ich definitiv nicht. Denn ich stehe dann den ganzen Tag vor einem Berg Klamotten, probiere alles an, was mir in die Finger kommt und neige zu schlechter Laune, falls mir irgendetwas nicht mehr passen sollte.

Die ausführlichen, selbstkritischen Betrachtungen meiner Selbst setzen dem Ganzen dann die Krone auf. Ich mache das nicht mit Absicht. Eigentlich dachte ich immer von mir, ich hätte ein riesengroßes Selbstbewusstsein und wäre im Großen und Ganzen auch sehr mit mir zufrieden. Trotzdem fange ich jedes Mal vorm Spiegel an, an mir herumzunörgeln. Ich suche regelrecht nach „Fehlern“.

Nachdem mir dieses Verhaltensmuster bewusst geworden war, habe ich beschlossen, mir eine andere Strategie auszudenken. Jedes Mal, wenn ich vor dem Spiegel stehe, versuche ich mir in Gedanken deutlich vorzusagen, was mir an mir gefällt, statt mich selbst kleiner zu machen als ich bin.

Trotzdem kommt doch unweigerlich die Frage auf, warum ich dieses Possenspiel überhaupt veranstalte. Zuallererst fällt mir dazu ein, dass in unserer Gesellschaft viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild gelegt wird, weswegen man den anderen automatisch schon vor dem näheren Kennenlernen in gewisse Schubladen steckt. Da dieses Verhalten bei mir jedoch eher weniger ausgeprägt ist, kann das nicht die einzige Ursache sein. Eventuell veranstalte ich so einen Affenzirkus auch, weil mir überall, wo ich gehe und stehe, mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms perfektionierte Menschen entgegenlächeln. Natur zeichnet sich durch Vielfalt aus, weshalb wollen wir dann alle gleich sein? Ich stehe dazu, dass ich manchmal unreine Haut, Augenringe und bestimmt keine Modelmaße habe. Dem Fotomodel aus der Werbung hinterher zu eifern überlasse ich getrost anderen.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  15.12.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
15.12.2013

Was tun nach dem Abi?

Bilanz

Ich sitze im Flugzeug nach Hause. Und ziehe Bilanz. Was halte ich von meinen zwei Monaten in Südafrika? Würde ich wiederkommen? Würde ich alles genauso machen?

Landschaftlich finde ich Südafrika nach wie vor atemberaubend schön. Endlose menschenleere Weiten, die man in Europa so gut wie nicht mehr findet. Die Tierwelt, die Pflanzenwelt, die Menschen: Alles kam und kommt mir immer noch vertraut vor. Der Sprachenmix aus English, Afrikaans, Zulu, Xhosa und vielen mehr war hingegen gewöhnungsbedürftig. Alles in diesem Land spiegelt Vielfalt wieder. Außerdem habe ich einige interessante Menschen kennengelernt.

Aber ich bin leider keine zehn Jahre mehr. Es stört mich, dass ich mich nicht wirklich bedenkenlos zu Fuß bewegen kann. Und selbst in einer Kleinstadt, wo man es doch mal wagen kann, spazieren zu gehen, sollte man sich als junge Europäerin genau überlegen, ob man das möchte. Denn mir wurden schon eindeutige Blicke zugeworfen und auch konkrete Angebote gemacht. Richtig bedrohlich wurde es nicht, allerdings habe ich mich manches Mal doch sehr unwohl gefühlt.

Alleine in Südafrika nur mit dem Rucksack herumzureisen, würde ich persönlich nicht empfehlen – egal, ob Mann oder Frau. Kann man sich jedoch ein Auto, ein Hotel oder ein Guesthouse leisten und bringt man viel Zeit mit – mindestens zwei Wochen sollten es schon sein – kann ich Südafrika für einen Urlaub nach wie vor empfehlen. Nur dort leben möchte ich nicht mehr.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  25.11.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
25.11.2013