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Was tun nach dem Abi?

Das Desaster Südafrika

Gestern Mittag fing es endlich an zu regnen. Mit allem drum und dran. Der Damm lief sogar über. Das zuvor noch trockene Flussbett war voll mit fließendem Wasser. Blitz und Donner waren wunderbar anzuschauen. Irgendwann hatten wir dann allerdings genug. Es wurde dunkel und kalt. Also sind wir ins Haus gegangen, um uns einen Film anzusehen. In der Mitte des Filmes, Jason Bourne ist gerade mal wieder knapp dem Tod entronnen, klopft es an der Haustür. Nichts ungewöhnliches, oder? Mitten im Nirgendwo schon. Man bekommt hier selten Besuch. Auf alles gefasst öffnet der Herr des Hauses die Tür und vor ihm steht eine junge, durchnässte, zitternde Frau.

Sie kam aus Deutschland und war mit der Aussicht auf einen Platz als Wwoofer nach Südafrika geflogen. Als sie bei der Familie ankam, erweckte eigentlich auch alles einen relativ guten Eindruck. Jedoch verschlechterte sich die Stimmung mit der Ankunft einer weiteren Freiwilligen zusehends. Einen Tag vor ihrer Abfahrt eskalierte die Situation und sie erfuhr den Grund für die schlechte Laune: Die Familie war nicht damit einverstanden, dass die junge Deutsche angeblich nur die Mindestanzahl an vereinbarten Arbeitsstunden absolvierte. Laut eigener Aussage arbeitete sie aber deutlich mehr.

Über viele Umwege war sie nun auf der Farm meiner Freunde gelandet. Und endlich hatte sie Glück: Meine Bekannten haben ihr zugesichert, dass sie solange bleiben darf, bis sie etwas Neues gefunden hat und ihre Eltern ihr finanziell aushelfen. Das nenne ich nun wirklich großmütig und hilfsbereit!

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  08.11.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
08.11.2013

Was tun nach dem Abi?

Wasser und Schlangen

In Deutschland dreht man den Hahn auf, Wasser fließt. Einfach und schnell. Viel zu oft gehen wir sorglos mit Wasser um. Momentan haben wir hier Probleme mit der Wasserversorgung. Eine Pumpe ist kaputt. Außerdem stimmt etwas mit der Elektrik nicht. Heißt für meine Bekannten und mich: Ab sofort wird (eis)kalt geduscht. Wasser wird gespart, wo es nur geht. Das Schmutzwasser vom Geschirrspülen (es gibt hier keine Geschirrspülmaschine) wird auf die Pflanzen im Garten verteilt. Und es wird sehnsüchtig auf den nächsten Regen gewartet. In einer der trockensten Regionen Südafrikas wartet man da gut und gerne ein paar Monate, insbesondere, da der Sommer gerade erst angefangen hat.

Tagsüber wird es brütend heiß, manchmal fegt ein gnadenloser Wind über das Flachland. Ab halb zwölf Uhr mittags geht man nicht mehr aus dem Haus, sondern hält Siesta. Das kenn ich eigentlich nur aus Spanien. Leider suchen nicht nur die menschlichen Bewohner der Farm Linderung im Schatten (und damit im Haus), sondern auch Schlangen. Denen wird es nämlich auch zu warm. Eines Nachmittags erschütterte lautes Gekreische die Räumlichkeiten. Eine Besucherin der Farm, gesegnet mit einer panischen Angst vor Schlangen, hatte das Glück eine vor ihrer Zimmertür zu entdecken. Die arme Frau war fix und fertig. In Anbetracht der Situation war das auch nicht weiter verwunderlich. Dort lag nämlich keine harmlose Wald- und Wiesenschlange, sondern eine Puffotter, welche zu den giftigsten Schlangen der Region zählt. Dazu noch ein Jungtier, das sich von der kreischenden Frau in die Enge gedrängt fühlte. Während ich die Frau beruhigte, fingen meine Bekannten die Schlange ein – die Gefahr war gebannt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Umziehen - eine logistische Herausforderung

Ich dachte es wäre schwierig, ein passendes Zimmer mit passenden Mitbewohnern zu finden. Aber wie sich in der letzten Woche herausgestellt hat, ist das nichts im Vergleich dazu, sein ganzes Zeug dann auch dorthin zu bringen. Meine Mutter hat nämlich kein Auto und meinem Vater braucht seins meistens selber. Ohne Auto ist es aber schwierig, Möbel zu transportieren und die meisten Autovermietungen sind irre teuer, wenn man unter 25 ist.

Glücklicherweise haben sich zwei meiner Freunde bereit erklärt, mit mir das ganze Zeug von Nürnberg nach Leipzig. Wir konnten auf eines der elterlichen Autos zurückgreifen. Was für ein Glück!

Ich hatte total unterschätzt, wie viel Zeug ich mitnehme. Denn wenn ich in den Urlaub oder auf Reisen gehe, nehme ich immer so wenig wie möglich mit und dann geht das Packen schnell. Jetzt habe ich statt einem geplanten Umzugskarton gleich vier gebraucht, dementsprechend lange habe ich auch gebraucht, bis alles verstaut war.

Am nächsten Morgen sind wir dann früh nach Leipzig gefahren, die Sonne hat geschienen und wir hatten beste Laune. Dort angekommen, haben wir erst mal die Kisten und meine Matratze hoch getragen. Ausräumen und einrichten werde ich erst nächste Woche, denn mein Zimmer ist noch gar nicht frei.

Dann haben wir uns einen schönen Nachmittag im Zentrum von Leipzig gemacht. Bei schönem Wetter und in guter Gesellschaft hat mir Leipzig nochmal besser gefallen. Ich freue mich jetzt richtig darauf, hier bald zu wohnen und zu studieren.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  16.10.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
16.10.2013