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Was tun nach dem Abi?

Wasser und Schlangen

In Deutschland dreht man den Hahn auf, Wasser fließt. Einfach und schnell. Viel zu oft gehen wir sorglos mit Wasser um. Momentan haben wir hier Probleme mit der Wasserversorgung. Eine Pumpe ist kaputt. Außerdem stimmt etwas mit der Elektrik nicht. Heißt für meine Bekannten und mich: Ab sofort wird (eis)kalt geduscht. Wasser wird gespart, wo es nur geht. Das Schmutzwasser vom Geschirrspülen (es gibt hier keine Geschirrspülmaschine) wird auf die Pflanzen im Garten verteilt. Und es wird sehnsüchtig auf den nächsten Regen gewartet. In einer der trockensten Regionen Südafrikas wartet man da gut und gerne ein paar Monate, insbesondere, da der Sommer gerade erst angefangen hat.

Tagsüber wird es brütend heiß, manchmal fegt ein gnadenloser Wind über das Flachland. Ab halb zwölf Uhr mittags geht man nicht mehr aus dem Haus, sondern hält Siesta. Das kenn ich eigentlich nur aus Spanien. Leider suchen nicht nur die menschlichen Bewohner der Farm Linderung im Schatten (und damit im Haus), sondern auch Schlangen. Denen wird es nämlich auch zu warm. Eines Nachmittags erschütterte lautes Gekreische die Räumlichkeiten. Eine Besucherin der Farm, gesegnet mit einer panischen Angst vor Schlangen, hatte das Glück eine vor ihrer Zimmertür zu entdecken. Die arme Frau war fix und fertig. In Anbetracht der Situation war das auch nicht weiter verwunderlich. Dort lag nämlich keine harmlose Wald- und Wiesenschlange, sondern eine Puffotter, welche zu den giftigsten Schlangen der Region zählt. Dazu noch ein Jungtier, das sich von der kreischenden Frau in die Enge gedrängt fühlte. Während ich die Frau beruhigte, fingen meine Bekannten die Schlange ein – die Gefahr war gebannt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  22.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
22.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Umziehen - eine logistische Herausforderung

Ich dachte es wäre schwierig, ein passendes Zimmer mit passenden Mitbewohnern zu finden. Aber wie sich in der letzten Woche herausgestellt hat, ist das nichts im Vergleich dazu, sein ganzes Zeug dann auch dorthin zu bringen. Meine Mutter hat nämlich kein Auto und meinem Vater braucht seins meistens selber. Ohne Auto ist es aber schwierig, Möbel zu transportieren und die meisten Autovermietungen sind irre teuer, wenn man unter 25 ist.

Glücklicherweise haben sich zwei meiner Freunde bereit erklärt, mit mir das ganze Zeug von Nürnberg nach Leipzig. Wir konnten auf eines der elterlichen Autos zurückgreifen. Was für ein Glück!

Ich hatte total unterschätzt, wie viel Zeug ich mitnehme. Denn wenn ich in den Urlaub oder auf Reisen gehe, nehme ich immer so wenig wie möglich mit und dann geht das Packen schnell. Jetzt habe ich statt einem geplanten Umzugskarton gleich vier gebraucht, dementsprechend lange habe ich auch gebraucht, bis alles verstaut war.

Am nächsten Morgen sind wir dann früh nach Leipzig gefahren, die Sonne hat geschienen und wir hatten beste Laune. Dort angekommen, haben wir erst mal die Kisten und meine Matratze hoch getragen. Ausräumen und einrichten werde ich erst nächste Woche, denn mein Zimmer ist noch gar nicht frei.

Dann haben wir uns einen schönen Nachmittag im Zentrum von Leipzig gemacht. Bei schönem Wetter und in guter Gesellschaft hat mir Leipzig nochmal besser gefallen. Ich freue mich jetzt richtig darauf, hier bald zu wohnen und zu studieren.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  16.10.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
16.10.2013

Was tun nach dem Abi?

In der Wüste findet man niemanden – nur sich selbst

Letzte Woche bin ich von Kapstadt in die Halbwüste „Klein Karoo“ gefahren. Nach einer nervenaufreibenden Busfahrt (Das südafrikanische Bussystem gleicht einem Labyrinth, in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss. Es herrschte durchaus einige Verwirrung bezüglich Haltestellen und so weiter), kam ich letztendlich in einer Kleinstadt an.

Nun ja, in Kleinstädten gelten oft andere Regeln. Hier schließen die Bewohner noch nicht mal ihre Autos ab. Undenkbar in Deutschland. Geschweige denn in südafrikanischen Ballungsgebieten. Auf der Farm meiner Freunde mitten im Nirgendwo werde ich noch einmal daran erinnert, wieso ich den afrikanischen Kontinent so liebe: Dieser Kontinent ist wild. Hier gibt es Schlangen, Spinnen, Vögel, Paviane, Wildkatzen, Frösche und vieles mehr. Und abgesehen von den Bewohnern der Farm, auf der ich untergekommen bin, ist hier weit und breit kein Mensch. Mit der Abgeschiedenheit kommt jedoch ab und zu auch die Einsamkeit. Meine Freunde haben nicht immer Zeit für mich, schließlich müssen sie arbeiten, und so habe ich Gelegenheit, über mein Leben nachzudenken.

Bis jetzt hieß es immer nur: Studium oder Ausbildung oder beides? In meinem Kopf formt sich langsam aber eine andere Frage: „Wieso dieser Leistungsdruck?“ Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Zeugnisse in unserer Gesellschaft mehr Bedeutung haben als die tatsächlichen Eigenschaften der Bewerber. Wer sagt, dass ein Professor der Botanik erfolgreicher beim Anpflanzen eines Gartens sein wird als ein gelernter Gärtner? Und es gibt Eigenschaften, für die man gar kein Zeugnis ausstellen kann: Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  15.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
15.10.2013