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Was tun nach dem Abi?

In der Wüste findet man niemanden – nur sich selbst

Letzte Woche bin ich von Kapstadt in die Halbwüste „Klein Karoo“ gefahren. Nach einer nervenaufreibenden Busfahrt (Das südafrikanische Bussystem gleicht einem Labyrinth, in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss. Es herrschte durchaus einige Verwirrung bezüglich Haltestellen und so weiter), kam ich letztendlich in einer Kleinstadt an.

Nun ja, in Kleinstädten gelten oft andere Regeln. Hier schließen die Bewohner noch nicht mal ihre Autos ab. Undenkbar in Deutschland. Geschweige denn in südafrikanischen Ballungsgebieten. Auf der Farm meiner Freunde mitten im Nirgendwo werde ich noch einmal daran erinnert, wieso ich den afrikanischen Kontinent so liebe: Dieser Kontinent ist wild. Hier gibt es Schlangen, Spinnen, Vögel, Paviane, Wildkatzen, Frösche und vieles mehr. Und abgesehen von den Bewohnern der Farm, auf der ich untergekommen bin, ist hier weit und breit kein Mensch. Mit der Abgeschiedenheit kommt jedoch ab und zu auch die Einsamkeit. Meine Freunde haben nicht immer Zeit für mich, schließlich müssen sie arbeiten, und so habe ich Gelegenheit, über mein Leben nachzudenken.

Bis jetzt hieß es immer nur: Studium oder Ausbildung oder beides? In meinem Kopf formt sich langsam aber eine andere Frage: „Wieso dieser Leistungsdruck?“ Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Zeugnisse in unserer Gesellschaft mehr Bedeutung haben als die tatsächlichen Eigenschaften der Bewerber. Wer sagt, dass ein Professor der Botanik erfolgreicher beim Anpflanzen eines Gartens sein wird als ein gelernter Gärtner? Und es gibt Eigenschaften, für die man gar kein Zeugnis ausstellen kann: Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  15.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
15.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Wohnungssuche in Leipzig

Inzwischen bin ich gut wieder zu Hause angekommen und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich vor knapp zwei Wochen noch irgendwo im Südosten Europas unterwegs war. Schon kurz bevor ich in Nürnberg ankam, hatte mich der Ernst des Lebens wieder: Ich habe mit meiner Mutter telefoniert und sie meinte, es wäre ein Brief von der Uni Leipzig gekommen. Es stellte sich heraus, dass ich in meiner Wunschstadt Leipzig tatsächlich einen Studienplatz für Medizin bekommen hatte! Der Ernst des Lebens hat mich also erst mal recht glücklich gemacht. Jetzt brauchte ich nur noch eine Wohnung.

Ich habe ich allen geschrieben, die ich in Leipzig kenne, ob sie jemanden kennen, der noch ein Zimmer frei hat und dann hab ich natürlich auch das Internet konsultiert. Ein paar Tage später bin ich nach Leipzig gefahren, um mir Wohnungen anzuschauen. Ich werde nun mit Freunden zusammenziehen, die ich noch aus Mexiko kenne und durch die ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, in Leipzig zu studieren. Aus irgendeinem Grund waren nämlich alle Deutschen, die ich in Mexiko-Stadt kennengelernt hatte, aus Leipzig. Wir haben eine recht schöne Vierzimmerwohnung, in der wir zu dritt wohnen. So haben wir auch noch ein Wohnzimmer.

Eigentlich müsste ich mich jetzt total freuen auf die neue Stadt, neue Leute, ein spannendes Studium und das Studentenleben im Allgemeinen. Aber leider tue ich es nicht. Ich hab eher ein bisschen Angst. Aber ich bin ja nicht allein!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  10.10.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
10.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Begegnung mit einem Krokodil

Krokodile sind Nachfahren der Archosaurier und gehören zur Klasse der Reptilien. Außerdem können sie sehr alt und teilweise sogar über zehn Meter lang werden. Und so eines hatte ich im Arm. Natürlich nicht das zehn Meter lange. Das war mir dann doch ein bisschen zu schwer.

Momentan herrscht in Südafrika ein für diese Jahreszeit ungewöhnliches Wetter. Eigentlich hat am ersten September offiziell der Frühling angefangen, aber davon weiß der Wettergott anscheinend noch nichts. Es regnet Bindfäden und eiskalt ist es obendrein. Man kann sogar noch Schnee auf manchen Berggipfeln sehen. Nicht unbedingt das, was man sich unter Afrika vorstellt. Da kommen einem eher Sonne und Trockenheit in den Sinn. Auf alle Fälle sind meine Bekannten und ich dann trotzdem zu einer Krokodilfarm gefahren. Natürlich waren wir die einzigen Besucher. Das hat mich bei dem Wetter allerdings nicht gewundert.

Nach einem sehr informativen Vortrag über die Tiere und ihre Eigenarten, erwarteten uns dann auch schon drei bis sechs Wochen alte Krokodilbabys, die wir (unter Berücksichtigung einiger Sicherheitsmaßnahmen) auf den Arm nehmen durften. Wusstet ihr, dass Krokodile kitzelig sind? Zudem besitzen sie bereits mit drei Wochen eine ungeheuere Kraft in Schwanz- und Beinmuskeln. Ob das Krokodil männlich oder weiblich ist, lässt sich übrigens erst nach einigen Jahren mithilfe einer Untersuchung feststellen.

Wir sind dann weiter ins Freigehege gegangen, wo wir ein paar der 200 ausgewachsenen Krokodile betrachten konnten. Zum Abschluss der Führung gab es noch hilfreiche Ratschläge bezüglich der Zubereitung von Krokodilfleisch, welches im Übrigen wie Hühnchen schmeckt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  04.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
04.10.2013