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Was tun nach dem Abi?

Umziehen - eine logistische Herausforderung

Ich dachte es wäre schwierig, ein passendes Zimmer mit passenden Mitbewohnern zu finden. Aber wie sich in der letzten Woche herausgestellt hat, ist das nichts im Vergleich dazu, sein ganzes Zeug dann auch dorthin zu bringen. Meine Mutter hat nämlich kein Auto und meinem Vater braucht seins meistens selber. Ohne Auto ist es aber schwierig, Möbel zu transportieren und die meisten Autovermietungen sind irre teuer, wenn man unter 25 ist.

Glücklicherweise haben sich zwei meiner Freunde bereit erklärt, mit mir das ganze Zeug von Nürnberg nach Leipzig. Wir konnten auf eines der elterlichen Autos zurückgreifen. Was für ein Glück!

Ich hatte total unterschätzt, wie viel Zeug ich mitnehme. Denn wenn ich in den Urlaub oder auf Reisen gehe, nehme ich immer so wenig wie möglich mit und dann geht das Packen schnell. Jetzt habe ich statt einem geplanten Umzugskarton gleich vier gebraucht, dementsprechend lange habe ich auch gebraucht, bis alles verstaut war.

Am nächsten Morgen sind wir dann früh nach Leipzig gefahren, die Sonne hat geschienen und wir hatten beste Laune. Dort angekommen, haben wir erst mal die Kisten und meine Matratze hoch getragen. Ausräumen und einrichten werde ich erst nächste Woche, denn mein Zimmer ist noch gar nicht frei.

Dann haben wir uns einen schönen Nachmittag im Zentrum von Leipzig gemacht. Bei schönem Wetter und in guter Gesellschaft hat mir Leipzig nochmal besser gefallen. Ich freue mich jetzt richtig darauf, hier bald zu wohnen und zu studieren.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  16.10.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
16.10.2013

Was tun nach dem Abi?

In der Wüste findet man niemanden – nur sich selbst

Letzte Woche bin ich von Kapstadt in die Halbwüste „Klein Karoo“ gefahren. Nach einer nervenaufreibenden Busfahrt (Das südafrikanische Bussystem gleicht einem Labyrinth, in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss. Es herrschte durchaus einige Verwirrung bezüglich Haltestellen und so weiter), kam ich letztendlich in einer Kleinstadt an.

Nun ja, in Kleinstädten gelten oft andere Regeln. Hier schließen die Bewohner noch nicht mal ihre Autos ab. Undenkbar in Deutschland. Geschweige denn in südafrikanischen Ballungsgebieten. Auf der Farm meiner Freunde mitten im Nirgendwo werde ich noch einmal daran erinnert, wieso ich den afrikanischen Kontinent so liebe: Dieser Kontinent ist wild. Hier gibt es Schlangen, Spinnen, Vögel, Paviane, Wildkatzen, Frösche und vieles mehr. Und abgesehen von den Bewohnern der Farm, auf der ich untergekommen bin, ist hier weit und breit kein Mensch. Mit der Abgeschiedenheit kommt jedoch ab und zu auch die Einsamkeit. Meine Freunde haben nicht immer Zeit für mich, schließlich müssen sie arbeiten, und so habe ich Gelegenheit, über mein Leben nachzudenken.

Bis jetzt hieß es immer nur: Studium oder Ausbildung oder beides? In meinem Kopf formt sich langsam aber eine andere Frage: „Wieso dieser Leistungsdruck?“ Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Zeugnisse in unserer Gesellschaft mehr Bedeutung haben als die tatsächlichen Eigenschaften der Bewerber. Wer sagt, dass ein Professor der Botanik erfolgreicher beim Anpflanzen eines Gartens sein wird als ein gelernter Gärtner? Und es gibt Eigenschaften, für die man gar kein Zeugnis ausstellen kann: Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  15.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
15.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Wohnungssuche in Leipzig

Inzwischen bin ich gut wieder zu Hause angekommen und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich vor knapp zwei Wochen noch irgendwo im Südosten Europas unterwegs war. Schon kurz bevor ich in Nürnberg ankam, hatte mich der Ernst des Lebens wieder: Ich habe mit meiner Mutter telefoniert und sie meinte, es wäre ein Brief von der Uni Leipzig gekommen. Es stellte sich heraus, dass ich in meiner Wunschstadt Leipzig tatsächlich einen Studienplatz für Medizin bekommen hatte! Der Ernst des Lebens hat mich also erst mal recht glücklich gemacht. Jetzt brauchte ich nur noch eine Wohnung.

Ich habe ich allen geschrieben, die ich in Leipzig kenne, ob sie jemanden kennen, der noch ein Zimmer frei hat und dann hab ich natürlich auch das Internet konsultiert. Ein paar Tage später bin ich nach Leipzig gefahren, um mir Wohnungen anzuschauen. Ich werde nun mit Freunden zusammenziehen, die ich noch aus Mexiko kenne und durch die ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, in Leipzig zu studieren. Aus irgendeinem Grund waren nämlich alle Deutschen, die ich in Mexiko-Stadt kennengelernt hatte, aus Leipzig. Wir haben eine recht schöne Vierzimmerwohnung, in der wir zu dritt wohnen. So haben wir auch noch ein Wohnzimmer.

Eigentlich müsste ich mich jetzt total freuen auf die neue Stadt, neue Leute, ein spannendes Studium und das Studentenleben im Allgemeinen. Aber leider tue ich es nicht. Ich hab eher ein bisschen Angst. Aber ich bin ja nicht allein!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  10.10.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
10.10.2013