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Was tun nach dem Abi?

Begegnung mit einem Krokodil

Krokodile sind Nachfahren der Archosaurier und gehören zur Klasse der Reptilien. Außerdem können sie sehr alt und teilweise sogar über zehn Meter lang werden. Und so eines hatte ich im Arm. Natürlich nicht das zehn Meter lange. Das war mir dann doch ein bisschen zu schwer.

Momentan herrscht in Südafrika ein für diese Jahreszeit ungewöhnliches Wetter. Eigentlich hat am ersten September offiziell der Frühling angefangen, aber davon weiß der Wettergott anscheinend noch nichts. Es regnet Bindfäden und eiskalt ist es obendrein. Man kann sogar noch Schnee auf manchen Berggipfeln sehen. Nicht unbedingt das, was man sich unter Afrika vorstellt. Da kommen einem eher Sonne und Trockenheit in den Sinn. Auf alle Fälle sind meine Bekannten und ich dann trotzdem zu einer Krokodilfarm gefahren. Natürlich waren wir die einzigen Besucher. Das hat mich bei dem Wetter allerdings nicht gewundert.

Nach einem sehr informativen Vortrag über die Tiere und ihre Eigenarten, erwarteten uns dann auch schon drei bis sechs Wochen alte Krokodilbabys, die wir (unter Berücksichtigung einiger Sicherheitsmaßnahmen) auf den Arm nehmen durften. Wusstet ihr, dass Krokodile kitzelig sind? Zudem besitzen sie bereits mit drei Wochen eine ungeheuere Kraft in Schwanz- und Beinmuskeln. Ob das Krokodil männlich oder weiblich ist, lässt sich übrigens erst nach einigen Jahren mithilfe einer Untersuchung feststellen.

Wir sind dann weiter ins Freigehege gegangen, wo wir ein paar der 200 ausgewachsenen Krokodile betrachten konnten. Zum Abschluss der Führung gab es noch hilfreiche Ratschläge bezüglich der Zubereitung von Krokodilfleisch, welches im Übrigen wie Hühnchen schmeckt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  04.10.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
04.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Balkan-Express

Unser Heimweg von Montenegro hat uns über Sarajevo, Zagreb und Ljubljana, die Hauptstädte von Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien geführt.

Sarajevo war für mich das Highlight der Reise. Hier trifft Ost auf West und Geschichte auf Kultur. Der Stadtkern ist von alten, türkischen Gebäuden, wie dem Bazar und einigen Moscheen geprägt, während sich in den angrenzenden, an Hängen gelegenen Vierteln bosnische Häuschen mit Kirchen und Synagogen den Platz teilen. Trotz der blutigen Geschichte wirkt alles sehr friedlich, weltoffen und extrem gastfreundlich. Ohne danach zu fragen, haben wir eine private, kostenlose Stadtführung bekommen und wurden – ohne es zu merken – zum Essen eingeladen. Wie das geht? Naja, als wir gemerkt haben, dass unser Essen schon bezahlt ist, war das Pärchen, das uns eingeladen hatte, schon weg. Sachen gibt’s!

In Zagreb waren wir total organisiert. Am Busbahnhof gab es gleich eine richtig gute Touristen Information. Die Preise waren allerdings wesentlich höher als in den Ländern, in denen wir vorher gewesen waren. In Zagreb gibt es viele spannende Museen, wie Beispiel das „Museum of broken relationships“, in dem Gegenstände ehemaliger Beziehungen und ihrer Geschichte ausgestellt sind. Das ist teilweise sehr lustig und teilweise todtraurig. Aber auf jeden Fall mal ein anderes Museum! Ansonsten haben wir der sogenannten Wohnzimmerkultur gefrönt. Laut einem unserer tausend Infoheftchen verbringt man in sämtlichen Balkanländern nämlich gerne unzählige Stunden in Cafés und das ist die vielbesagt Wohnzimmerkultur. Wir trinken auch gerne stundenlang Kaffee – das kam uns also sehr entgegen.

Ljubljana wirkte ein bisschen wie Bamberg, nur etwa doppelt so groß und mit Großstadtfeeling, immerhin ist sie die Hauptstadt Sloweniens. Wir waren im modernen Kunstmuseum, in einem sehr alternativen Stadtteil (Metelkova), haben eine Open-Air-Galerie angeschaut und an einer von Studenten organisierten, kostenlosen Stadttour teilgenommen. Und wer hätte es anders erwartet? Richtig, viel Kaffee getrunken.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  02.10.2013
Autor: Maja
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02.10.2013

Was tun nach dem Abi?

Ankunft in Südafrika

„Wir beginnen in Kürze mit unserem Landeanflug auf Kapstadt. Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Gepäck sicher verstaut ist und bringen Sie Ihren Sitz sowie Ihren Tisch in eine aufrechte Position. Die Temperatur in Kapstadt beträgt zurzeit 15 Grad."

Für manche nur eine x-beliebige Ansage im Flugzeug. Mich versetzt sie in eine schwer zu definierende Stimmung. Selbstverständlich bin ich nervös. Andererseits jedoch vollkommen ruhig. Ich frage mich, ob ich meine ehemalige Heimat noch erkennen werde.

Der Flughafen hat sich verändert. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2010 steht an der Stelle des ehemals provinziell anmutenden kleinen Flughafens ein Betonklotz. Der erste Mentalitäts-Unterschied zwischen Südafrikanern und Deutschen zeigt sich bereits in der Warteschlange am Bezahlautomat für das Parkhaus: Ich unterhalte mich dort völlig selbstverständlich mit einer älteren, nett aussehenden Dame, der ich erkläre, dass ich soeben aus Deutschland angekommen bin. Auf der Autobahn werde ich an Südafrikas Geschichte als britische Kolonie erinnert, denn es herrscht Linksverkehr. Erst als ich das südafrikanische Englisch wieder höre, wird mir klar, wie sehr ich es vermisst habe. Als ich Gefahr laufe, mich zu sicher zu heimelig zu fühlen, mache ich mir klar, dass ich in Afrika bin und nicht in Europa. Das bedeutet, ein paar Sicherheitsregeln einhalten zu müssen: Lass niemanden sehen, dass / wie viel Geld du dabei hast. Trage lieber wenig bis gar keinen Schmuck, wenn du unterwegs bist. Bewege dich nachts nicht alleine und schon gar nicht zu Fuß fort.

Bevor ich irgendjemanden in Panik versetze: Südafrika ist ein wunderschönes Land. Und gewissen Regeln muss man ja auch in Deutschland einhalten – nur eben nicht so penibel wie hier.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  27.09.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
27.09.2013